Umzug mit Aquarium

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Ein Umzug an sich ist eine äußerst stressige Angelegenheit. Ein Umzug mit Aquarium klingt bereits schlimmer, aber mit einem gut durchdachten Plan kann man es problemlos schaffen.

Vorbereitungen für den Umzug

Je nach Größe des zu transportierenden Aquariums sollten zuerst alle notwendigen Behälter und sonstige Transportutensilien (wie Polsterfolie, Befestigungsgurte usw.) für die Aquariumsbewohner, für die Pflanzen und für die Deko besorgt werden. Wenn Ihr Aquarium kleiner ist (bis zu 20-30 Liter Fassungsvermögen), dann können die Bewohner darin bleiben und sie müssen lediglich 10-15 cm Wasser ablassen.

Nehmen Sie dennoch vorsichtshalber lose Dekorationselemente, die gegen die Scheiben schlagen könnten, sowie die gesamte Technik wie Filter, Leuchten, Pumpen, Osmoseanlagen und so weiter, heraus. Außerdem sollte man einige Tage vor dem Transport ordentlich Mulm aufsaugen, damit während des Transports nicht viel Mulm aufgestört wird.

Wasser – mitnehmen oder nicht?

Es ist äußerst wichtig, sich über die Wasserverhältnisse am neuen Wohnort zu erkundigen. Sie können dafür entweder beim lokalen Wasserversorger die Werte des Leitungswassers abfragen oder aber selber einen Test durchführen, um die Werte zu ermitteln. Dieser Schritt ist besonders wichtig, weil manche Fische sehr empfindlich auf einen plötzlichen Wasserwechsel reagieren.

Aus diesem Grund ist es notwendig, zumindest einen Teil (mindestens 50%) des „alten“ Wassers in Kanistern oder anderen Behältern in die neue Wohnung mitzunehmen und Schritt für Schritt mit dem neuen Wasser anzugleichen. Es empfiehlt sich, etwa 20-30% des neuen Wassers hinzuzufügen beim wöchentlichen Wasserwechsel.

Transport der Fische

Sie sollten ihre Fische 1-2 Tage vor dem Umzug beziehungsweise auch am Tag des Umzugs nicht füttern, da Fische sowohl Stresshormone als auch Schadstoffe aus der Nahrung durch die Kiemen abbauen.

Die sowieso schon stressige Situation des Umzugs könnte daher durch eine Fütterung verschlimmert werden. Füllen Sie zunächst die Behälter für den Fischtransport (Transporttüten, Eimer, Styroporbehälter usw.) zu etwa einem Drittel mit Wasser aus dem Aquarium und setzen Sie die Fische und Wirbellosen in die entsprechenden Behälter rein.

Wenn die Fahrtdauer länger ist, dann sollten Sie jede paar Stunden das Wasser aus den Behältern zu 50% wechseln und eventuell auf eine batteriebetriebene Luftpumpe zurückgreifen, die Sie zur Belüftung der Transportbehälter benutzen können.

Transport des Aquariums

Vor allem größere Aquarien sollten Sie so viel wie möglich (wenn nicht sogar ganz) entleeren. Pflanzen, Steine, Kies und andere Deko-Elemente können Sie in hierfür geeignete Behälter oder Transportboxen verstauen. Es ist empfehlenswert, für den Transport des Aquariums eine stabile Holzplatte zu benutzen.

Denken Sie im Übrigen auch daran, das Aquarium ausreichend mit Luftpolsterfolie, Decken, Schaumstoff oder anderen Polstermaterialien zu schützen, da die Vibrationen während der Fahrt es beschädigen könnten. Darüber hinaus sollte man das Aquarium im Umzugswagen mit Gurten zu befestigen um ein Verrutschen zu verhindern.

In der neuen Wohnung

Als Erstes sollten Sie selbstverständlich das Aquarium am dafür ausgesuchten Platz aufbauen, die Steine, Pflanzen und sonstige Deko wieder reinsetzen, Technik montieren und einschalten und mit der Mischung aus altem und neuem Wasser befüllen.

Für einen reibungslosen Neustart empfiehlt es sich gegebenenfalls einen Bakterienstarter zu nutzen, um den Filter zu unterstützen. Wenn das Wasser die ideale Temperatur erreicht hat, können Sie mit dem reinsetzen Ihrer Aquariumsbewohner beginnen. Beobachten sie Ihre Fische einige Wochen, um zu schauen wie gut sie sich an die neuen Gegebenheiten anpassen.

Im Großen und Ganzen klingt ein Umzug mit Aquarium ziemlich kompliziert, jedoch wenn Sie genau planen und stets an das Wohl Ihrer Tiere denken, dann kann Nichts schief laufen.

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