Aquaterrarium

Was ist ein Aquaterrarium?

Aquaterrarium
© Sebastian Cohrs

Unter der Vielzahl von unterschiedlichen Haustieren finden immer mehr Geschöpfe bei Tierliebhabern ein Zuhause, die in Terrarien oder Aquarien gehalten werden müssen. In Terrarien werden meist Insekten oder Reptilien gehalten. In Aquarien hingegen fühlen sich bekanntermaßen vor allem Fische und anderweitige Wasserbewohner zu Hause.

Es gibt aber auch potenzielle Haustiere, deren Lebensraum sowohl aus ländlichen, als auch aus wasserreichen Regionen besteht. Für derartige Geschöpfe empfiehlt sich als Lebensraum jedoch weder ein Terrarium, noch ein Aquarium. Stattdessen sollte die Wahl lieber auf ein sogenanntes „Aquaterrarium“ fallen.

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Definition – was ist ein Aquaterrarium?

Wie gerade erläutert gibt sehr viele Tiere, deren optimaler Lebensraum sich aus ländlichen Bereichen und Gewässern zusammensetzt. Und unter diesen Tieren gibt es wiederum einige, die durchaus als Haustiere gehalten werden können.

Ein Aquaterrarium ist genau für solche Kandidaten konzipiert. Im Prinzip ist so ein Gehege nichts anderes, als eine Mischung aus Terrarium und Aquarium. So ein Aquaterrarium zeichnet sich vor allem durch kleine Gewässer aus, welche über ein dicht bepflanztes Ufer verfügen. Man könnte auch sagen, dass es sich bei einem Aquaterrarium lediglich um ein Terrarium mit Wasser handelt.

Aquaterrarium
© Kristina Peez

Welche Tiere können gehalten werden?

In solchen kleinen Gehegen fühlen sich vor allem die Tiere besonders wohl, die sich sowohl gerne im Wasser, als auch an Land bewegen. Dazu zählen besonders Amphibien und Reptilien. Dies macht ein Aquaterrarium zu einem optimalen Zuhause für Frösche, Salamander, Molche und Schildkröten.

Beispiele

Der Tigersalamander:
Diese Salamander-Art ist in weiten Teilen der Vereinigten Staaten beheimatet. Ihr bevorzugter Lebensraum beinhaltet nicht nur Landmassen, sondern muss auch über einen ausreichend großen Wasseranteil verfügen, damit sie laichen können.

Für die Haltung eines Tigersalamanders eignet sich daher kein handelsübliches Terrarium, sondern ein Aquaterrarium, in dem der Salamander genügend Wasser zur Verfügung hat, um sicher seine Eier darin ablegen zu können.

Aquaterrarium
© Kristina Peez – Salamander im Aquaterrrium

Der Rotaugenlaubfrosch:
Hier handelt es sich um eine Froschart, die in den mittelamerikanischen Regenwäldern lebt. Sie sind nachtaktive Tiere und leben meist an den Unterseiten von unterschiedlichen Baumblättern.

Aquaterrarium
© Kristina Peez / Frosch im Aquaterrarium

Am wohlsten fühlt sich der Rotaugenlaubfrosch, wenn er sich in einer Gruppe mit zwei bis drei Artgenossen befindet. Um vollständig untertauchen zu können, benötigen sie in ihrem Lebensraum eine Wassermenge, die ein mindestens sieben Zentimeter tiefes Gewässer ermöglicht.

Diese Tiere fühlen sich allerdings auch an Land in (relativ) hohen Höhen wohl. Daraus ergibt sich, dass sie als Haustiere besser in Aquaterrarien gehalten werden sollten, welche über eine Mindesthöhe von 80 Zentimetern verfügen.

Wie wird ein Aquaterrarium eingerichtet?

Für die passende Einrichtung eines Aquaterrariums sind mehrere Dinge notwendig. Zum einen sind ausreichend Kenntnisse über die entsprechende Terraristik und Aquaristik vonnöten, und zum anderen natürlich ein geeignetes Behältnis mitsamt dem richtigen Zubehör.

Letzteres lässt sich in entsprechenden Fachgeschäften finden. Bei der Wahl eines passenden Behältnisses sollte man eher auf ein geschlossenes System setzen, weil dadurch eine höhere Luftfeuchtigkeit im Aquaterrarium ermöglicht wird, was sich in der Regel positiv auf die dort drin lebenden Tiere auswirkt.

Aquaterrarium
© Sebastian Cohrs

Zudem sollten auch ausreichend Pflanzen im Aquaterrarium zu Hause sein. Erstens sorgen sie für eine wesentlich höhere Wasserqualität, und zweitens stellen die Wurzeln vieler Pflanzen einen optimalen Rückzugsort für zahlreiche Tiere eines Aquaterrariums dar. Des Weiteren entfernen Pflanzen noch zusätzlich einiges an Schadstoffen aus dem Wasser. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass Aquaterrarium-Wasser stets gefiltert werden muss. Was sich ebenfalls noch positiv auf viele Tiere in diesem Gehege auswirkt, ist ein durch Pumpentechnik erzeugter Wasserfall. Dieser sorgt nicht nur für mehr Bewegung im Aquaterrarium, sondern erhöht zudem auch noch die dort herrschende Luftfeuchtigkeit.

Des Weiteren ist eine passende Beleuchtung in einem Aquaterrarium ebenso von großer Wichtigkeit. Bei handelsüblichen Aquarien lässt sich ganz gut abschauen, wie eine passende Aquaterrarium-Beleuchtung auszusehen hat. Wobei man aber sehr darauf achten sollte, auch das richtige (und damit gesündeste) Licht für die jeweils betroffenen Tiere und Pflanzen auszuwählen. Reptilien zum Beispiel erfreuen sich um einiges mehr an UV-Licht als an normalem Licht. Außerdem benötigen viele Reptilien auch wärmere Zonen, damit sie ausreichend Gelegenheiten haben, um sich zu wärmen und zu trockenen.

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Die Pflege eines Aquaterrariums

Genau so, wie Aquarien ausreichend gepflegt werden müssen, so ist dies auch bei Aquaterrarien notwendig. Gerade in geschlossenen Lebensräumen kommt es regelmäßig vor, dass zum Teil starke Verschmutzungen entstehen, die es wieder zu reinigen gilt.

Je kleiner ein Aquaterrarium, desto schneller wird es schmutzig. Gerade der Boden verschmutzt durch Kot und abgestorbene Pflanzenteile vergleichsweise schnell, weshalb der Boden selbst oft schlammig wird. Dadurch wird dem Wasser im Gehege Sauerstoff entzogen, was eine regelmäßige Reinigung des Bodens äußerst wichtig für die dort lebenden Tiere macht.

Empfohlenes Klima

Die meisten Tiere, die in einem Aquaterrarium gehalten werden, stammen aus tropischen und subtropischen Klimaregionen. Aus diesem Grund ist es ratsam, in so einem Gehege nach Möglichkeit stets für ein Klima zu sorgen, welches sich am ehesten mit den klimatischen Bedingungen eines Regenwaldes vergleichen lässt. Wobei sich natürlich die klimatischen Bedürfnisse der unterschiedlichen Aquaterrarium-Bewohner zum Teil voneinander unterscheiden.

Verschiedene Arten

Aquaterrarium ist nicht gleich Aquaterrarium. Insgesamt unterscheidet man nämlich zwischen drei verschiedenen Arten dieses Geheges. Und manche Arten eignen sich von ihrer Konstruktionsart und ihren Funktionen her wesentlich besser für diverse Haustiere als andere.

Paludarium:
Hierbei handelt es sich um ein eher sumpfiges Gehege, dessen Wasseranteil relativ niedrig ist, dafür aber über eine Menge Pflanzen verfügt. Ein Paludarium eignet sich daher zum Beispiel sehr gut für Molche oder Unken.

Rivarium:
Dies ist ein Aquaterrarium, in dem durch fließende Gewässer Bachläufe simuliert werden sollen. Auch eine gute Menge an Pflanzen befinden sich in einem Rivarium. Am besten eignet sich dieses Haustier-Gehege für unterschiedliche Amphibien und Frösche.

Riparium:
Eine Art von Aquaterrarium, in der sich möglichst viele Ufer durch einen verhältnismäßig hohen Wasseranteil finden lassen. Auch ein Riparium eignet sich in erster Linie für verschiedenste Amphibien.

Ein weiterer Tipp:
Um das passende Aquaterrarium für das eigene Haustier zu finden, ist es in jedem Fall ratsam, sich vor dem Kauf in einem Fachhandel für Aquaristik beraten zu lassen, damit sich das Tier in seinem neuen Heim so wohl wie möglich fühlt.

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