Tigersalamander

Datenblatt Tigersalamander

Lateinischer Name: Ambystoma tigrinum
Herkunft: Nordamerika
Größe in cm:
20 bis über 30 cm
Verhalten/Besatz
Futter: Insekten, Maden und Regenwürmer
Verhalten: überwiegend nachtaktiv, sehr gefräßig
Lebenserwartung:
in Gefangenschaft 25 Jahre
Gruppen vs. Einzelhaltung: in kleinen Gruppen ab 3 Tieren
Schwierigkeitsgrad: für Anfänger geeignet
tigersalamander
evangrimes, Ambystoma tigrinum 65538455, CC BY 4.0

Einleitung

Ein Tigersalamander kann eine Größe von über 30 cm erreichen. Damit ist er der größte an Land lebende Salamander. Außerdem gehört er zu den beliebtesten Amphibien, die im Terrarium gehalten werden.

Das liegt daran, dass der Tigersalamander ein robustes und gleichzeitig schön anzusehendes Tier ist. Das gelbe Muster, der breite Kopf und die kleinen Augen sind charakteristisch für ihn. Mit ein wenig Geduld gewöhnt er sich schnell an den Menschen und wird zutraulich.

Anschaffung und Haltung

Interessiert man sich für den Kauf der Amphibien, können Nachzuchten in der Terraristik-Abteilung im Fachhandel angeschafft werden. Züchter bieten ihre Tiere auch online oder auf speziellen Messen an. Da der Tigersalamander eine beliebte Art ist, stellt es für den Interessenten oft kein Problem dar, ihn zu erwerben.

Vor der Anschaffung einer Gruppe Tigersalamander sollte man sich überlegen, an welchem Ort man das Terrarium aufstellen kann. Da die Tiere empfindlich auf zu hohe Temperaturen reagieren, ist ein Platz ohne Sonneneinstrahlung wichtig.

Außerdem müssen Tigersalamander eine Winterruhe halten. Für 2 bis 3 Monate brauchen sie Temperaturen, die konstant zwischen 4 und 6 °C liegen. Am besten setzt man die Tiere dafür in eine separate Box und stellt sie in einen Kühlschrank.

Anforderung an das Terrarium

Für eine Gruppe von drei Tieren ist ein Terrarium mit einer Mindestgröße von 100x40x40 cm ausreichend. Es sollte an allen Seiten unbedingt ausbruchsicher sein, weil Tigersalamander problemlos an Scheiben hochlaufen können.

Das Bodensubstrat sollte locker sein und mindestens 10 cm hoch eingefüllt werden, da sich die Amphibien gerne verbuddeln. Außerdem benötigen sie viel Feuchtigkeit. Rindenstücke und Laub tragen dazu bei, dass die Feuchtigkeit im Boden gehalten wird. Optimal sind auch Stellen, die mit Moos ausgelegt sind. Zusätzlich darf eine flache Schale mit Wasser nicht fehlen, da manche Exemplare gerne ein Bad nehmen.

Versteckmöglichkeiten, wie Höhlen, werden sehr gut angenommen. Man kann häufig beobachten, wie die Tiere ihre Köpfe herausstrecken, um die Umgebung im Blick zu behalten.

Eine besondere Beleuchtung brauchen Tigersalamander nicht. Es ist darauf zu achten, dass die Temperaturen stets im Bereich zwischen 15 und 20 °C liegen. Auch im Sommer sollten 20 °C möglichst selten überschritten werden.

Geschlechtsunterschiede

Die Unterscheidung der Geschlechter ist beim Tigersalamander etwas schwierig und oft nur im direkten Vergleich erkennbar.

Bei geschlechtsreifen Tieren kann man sehen, dass die Kloake des Männchens dicker ist als die des Weibchens. Außerdem ist der Körperbau des Männchens schlanker. Die Körpermitte des Weibchens wirkt dagegen rundlich.

Futter und Ernährung

Tigersalamander sind sehr verfressen. Damit die Tiere nicht überfetten sollten sie nur zwei- bis dreimal in der Woche gefüttert werden. Das Nutzen einer Fütterungspinzette hat sich bewährt, weil damit jedes Tier kontrolliert versorgt werden kann. Zusätzlich gewöhnen sich die Salamander dadurch schneller an den Menschen und warten regelrecht darauf, dass der Besitzer ihnen Futter gibt.

Tigersalamander sind reine Fleischfresser. Sie verspeisen grundsätzlich alles, was ins Maul passt. Dazu gehören auch kleine Säugetiere, wie Mäuse.

Im Terrarium bekommen die Amphibien in der Regel Insekten oder Regenwürmer, die als Futtertiere im Handel verkauft werden. Mehlwürmer sollten nur in Maßen angeboten werden, weil sie sehr viel Protein enthalten und dadurch schnell dick machen.

Eingewöhnung und Umgang

Nach dem Kauf sollten die Tiere so schnell wie möglich ins Terrarium gesetzt und in Ruhe gelassen werden. Wahrscheinlich suchen sie sich zunächst ein Versteck und sind für einige Zeit nicht mehr zu sehen. Der Transport und die neue Umgebung bedeuten Stress. Davon müssen sich die Neuankömmlinge erstmal erholen.

Nach kurzer Zeit werden die Tigersalamander mutiger und erkunden ihre Umgebung. Trotzdem bleiben sie Beobachtungstiere, die nicht gerne auf die Hand genommen werden. Wenn man bei ihnen von „zutraulich“ spricht, dann ist gemeint, dass sie aus ihrem Versteck kommen, wenn der Besitzer das Terrarium zur Fütterung öffnet.

Amphibien sollten generell nur dann angefasst werden, wenn es notwendig ist. Über die Haut geben sie ein Gift ab, welches als Schutzmantel gegen Bakterien und Pilze dient. Dieser Schutzmantel ist sehr empfindlich.

Deshalb sollten die Hände vor dem Berühren gründlich gewaschen sein oder am besten Handschuhe getragen werden. Außerdem kann das Gift Reizungen hervorrufen, wenn es beim Menschen in die Augen oder an die Schleimhäute gelangt.

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