Hexenwelse
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Allgemeines über Hexenwelse

Die meisten Hexenwelse die verkauft werden sind Rineloricaria lenceolata. Diese sind dunkelbraun. Im Handel sind viele verschiedene Hexenwelsarten, teilweise mit verwirrenden Bezeichnungen. Es ist allerdings auch schwer, einzelne Arten zu unterscheiden, zumal einige „Arten“ scheinbar Kreuzungen verschiedener, anderer „Arten“ sind.

Bei den Angaben zu Hexenwelsen muss deshalb berücksichtigt werden, dass sie möglicherweise für einzelne Arten stimmen, für andere aber nicht.

Einige Hexenwelse graben sich gerne in den Boden ein oder kauen den Boden auf der Suche nach Fressbarem durch. Der Boden sollte deshalb Sand sein.

Andere Arten verschmähen Sand und können auch auf Kies mit z.B. 2 bis 3 Millimetern Durchmesser gehalten werden. Der Kies wird auf der Suche nach Nahrung gerne abgelutscht. Sie verstecken sich lieber in Höhlen oder hängen an den Aquarienscheiben, liegen auf Wurzeln oder auf anderen Gegenständen.

Hexenwelse sind nicht besonders gesellig und können als Paar gehalten werden.


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Rineloricaria sp

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 2.0
Urheber: Clinton & Charles Robertson

Verschiedene Hexenwelsarten können in der Regel zusammen gehalten werden. Selbst wenn sie deutlich unterschiedliche Größen und Temperamente haben, streiten sie sich untereinander nicht und sind normalerweise friedlich. Das Aquarium sollte trotzdem in solchen Fällen erst recht viele Verstecke, viel Holz mit Höhlen und Spalten, viele Pflanzen und Bambusröhren bieten, damit die Tiere sich aus dem Weg gehen können.

Gelegentlich kämpfen Hexenwelsmännchen untereinander, aber innerhalb der gleichen Art. Solche Kämpfe können auch ziemlich heftig waren, wobei sich die Männchen gegenseitig mit der Seite bzw. den Kiemendeckeln beharken.

Bei einigen Arten kann der Geschlechtsunterschied am Backenbart der Männchen erkannt werden. Es gibt aber auch Hexenwelsarten, bei denen die Männchen keinen Backenbart entwickeln. Die Männchen sind dafür zumindest zeitweise am ganzen Körper "behaart". Je nach Jahreszeit können die Männchen dieses auffällige Unterscheidungsmerkmal verlieren. Aber innerhalb weniger Wochen sind die Männchen wieder "stachelig".
Anhand der verschiedenen Färbungen der Tiere ist es oft nur schwer zu sagen ob es Männchen oder Weibchen sind. Bei Wildfangtieren hat man manchmal die gleiche Art aber aus verschiedenen Fanggebieten. Kleine Farbabweichungen sind, je nach Standort, - normal und geben selten Aufschluss über das Geschlecht.


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Rineloricaria longicauda

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 2.0
Urheber: Cláudio Timm

Gelaicht wird in Röhren, z.B. in Bambusröhren. Die optimale Größe der Röhren ist unterschiedlich. Bei Rineloricaria spec. Oliv scheint der Durchmesser egal zu sein. Rineloricaria spec. Red und bei Rineloricaria lanceolata sollte die Röhre eng sein. Das Material spielt keine wesentliche Rolle. Einige Tiere bevorzugen Holzröhren. Es eignen sich auch halb durchsichtige Röhren, z.B. die grünen Röhren von Eheim. Laichen und Brutpflege können dann beobachtet werden. Ob die Röhren an beiden Seiten offen, oder an einer Seite geschlossen sein sollen, ist scheinbar unterschiedlich.

Allgemeines über Rote Hexenwelse

Roter Hexenwels
Roter Hexenwels
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Foto: Mario Braun

Als Rote Hexenwelse werden als Rineloricaria lanceolata sp. red, Rineloricaria spec. „Rot“, Leliella spec. „Rot“ und Rineloricaria fallax gehandelt. Ob z.B. Leliella sp. „Rot“ eine Zuchtform oder eine eigenständige Art ist, ist unklar.
Weil sie mehr Nachkommen zeugen, als der tatsächliche Rote Hexenwels, sind solche Kreuzungen häufig im Handel. Die Nachkommen solcher Kreuzungen sind aber nicht immer rot, sondern oft grau-rot oder ganz grau-braun.

Rote Hexenwelse sollten erst ab einer Größe von 4-5 Zentimeter gekauft werden. Kleinere Tiere vertragen das Umsetzen in ein neues Becken nur sehr schlecht und sterben oft kurz nach dem Umsetzen.

Die Männchen haben am Kopf seitlich Barteln stehen, die Weibchen nicht. Auf dem Hinterkopf und auf den Brustflossen haben die Männchen Barthaare bzw. Stacheln, aber manchmal nur ganz kurze Stoppel. Ab 6 bis 8 Zentimeter Größe bzw. wenn die Tiere nach ca. einem Jahr geschlechtsreif sind, kann man die Barteln erkennen.
Früher können die Geschlechter evtl. an der Körperform erkannt werden. Männchen sind breiter, die Körper verjüngen sich gerade, wie ein spitzes Dreieck. Weibchen sind zierlicher, die Körper verjüngen sich in Kurvenform, ähnlich wie eine schmale Flasche.

Roter Hexenwels
Roter Hexenwels
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Foto: Mario Braun

Geschlechtsreif sind Rote Hexenwelse wenn sie mit mindestens 7 bis 8 Zentimetern ausgewachsen sind und kräftige Vorderkörper haben. Ca. alle 4 Wochen setzen die Weibchen Laich an.

Sie bevorzugen sehr enge Röhren zum Ablaichen, in die sie gerade hinein passen. Die Röhren sollten nicht dicker als ca. 16 Millimeter und bevorzugt aus Holz sein. Das Material ist aber nicht entscheidend. Ob an beiden Enden offene oder an einem Ende geschlossene Röhren bevorzugt werden, ist scheinbar unterschiedlich.

Jungtiere werden mit Artemia aufgezogen. Leere Artemia-Eihüllen führen bei Jungtieren zu Verstopfungen und in der Folge zum Tod.
Das Wasser für die Jungen sollte sauber sein. Wasser muss vorsichtig und regelmäßig gewechselt werden, so dass die Wasserwerte sich nicht zu stark verändern.

Brutpflege betreiben die Männchen. Sie putzen die Eier und fressen im Normalfall unbefruchtete Eier. Sie fressen den Laich manchmal, manchmal nicht. Allerdings müssen die Eier von den Männchen abgekaut werden. Nur wenn die Larven in den Eiern bereits weiter entwickelt sind, kann die Brut ohne das Abkauen der Eier durch das Männchen durchgebracht werden. Deshalb macht es keinen Sinn, die Männchen aus dem Becken zu holen, um das Fressen der Eier zu verhindern.

Wenn die Jungen die die Geburtshöhle verlassen, sind sie ca. 7 Millimeter groß und durchsichtig bis auf die Augen.

Das Futter soll abwechslungsreich sein und bevorzugt aus Grün- und Frostfutter bestehen. Wenn Hexenwelse mit Fischen vergesellschaftet sind, die bei der Fütterung sehr schnell sind, kann es sein, dass die Hexenwelse kein Futter bekommen und verhungern. Einige Hexenwelse sind wählerisch und bevorzugen zu bestimmten Zeiten unterschiedliches Futter,

Geeignetes Futter für Rote Hexenwelse:
  • tiefgefrorene Rote Mückenlarven
  • tiefgefrorene Daphnien
  • Gefriergetrocknete Rote Mückenlarven
  • Wasserflöhe
  • Welstabletten
  • Granulatfutter
  • Mikrowürmchen
  • Spinat
  • Brokkoli
  • Rosenkohl (evtl. länger im Wasser einweichen lassen)
  • Blumenkohl
  • Hikari Algenwaffeln (Algae-Wafers)
  • Honigmelonenschalen
  • Zuckermelonenschalen
  • Gurke

Allgemeines über Rineloricaria microlepidogaster

Rineloricaria microlepidogaster, Gebänderte Harnischwelse, stammen aus dem Amanzonasgebiet. Sie werden ca. 18 Zentimeter groß.

Sie sind nicht wie viele andere Harnischwelse, z.B. Ancistrusarten, typische Algenfresser. Welse der Gattung Rineloricaria gründeln im Boden nach Fressbarem.

Der Boden sollte aus sehr feinem Sand bestehen. Eine Mulmecke sollte nicht fehlen. Versteckmöglichkeiten sind wichtig.

Gute Wasserpflege ist wichtig. Die Tiere können nur mit ruhigen, friedfertigen Arten vergesellschaftet werden.

Geeignete Wasserwerte:

  • Temperatur: 22 bis 28°C
  • ph-Wert: 6 bis 7,5
  • Gesamthärte: 5 bis 15°dGH

Rineloricaria microlepidogaster müssen gezielt gefüttert werden. Geeignet sind Lebendfutter, Frostfutter und zusätzliche Pflanzennahrung in Form von Tabletten oder gebrühtem Salat.


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Rineloricaria longicauda

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 2.0
Urheber: Cláudio Timm

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Informationen aus der Wikipedia (Mit externen Links)

Hexenwels
Systematik
Ordnung: Welsartige (Siluriformes)
Unterordnung: Loricaroidei
Familie: Harnischwelse (Loricariidae)
Unterfamilie: Loricariinae
Gattung: Rineloricaria
Art: Hexenwels
Wissenschaftlicher Name
Rineloricaria fallax
(Steindachner, 1915)

Der Hexenwels (Rineloricaria fallax), auch Zwergharnischwels genannt, ist ein Fisch aus der Familie der Harnischwelse (Loricariidae). Er lebt in der La-Plata-Region in Südamerika in kleinen, reißenden Bächen mit teils sehr niedrigem Wasserstand (10 cm).

Herkunft

Rineloricaria fallax lebt in der La-Plata-Region, die durch den Río de la Plata gebildet wird. Diese Region in Südamerika hat ihre Anfänge an den Grenzen von Uruguay und Brasilien, erstreckt sich über einen südlichen Teil von Argentinien und endet an der südlichen Grenze zu Paraguay. Die beiden großen Flüsse dieses Gebietes, Paraná und Uruguay, sind fast überall nur 20 cm tief. Die kleinen, reißenden Bäche, in denen sich der Hexenwels jedoch aufhält, haben nur eine Wassertiefe von 10 cm.

Aussehen

Die Männchen tragen an den Seiten des Mauls Borsten und können somit sehr einfach von den Weibchen unterschieden werden. Hexenwelse werden bis zu 12 cm lang, wobei die meiste Körperlänge der verlängerte Afterteil ausmacht. Der Hexenwels ist graubraun und hat eine Musterung die aus verschiedenen weißen, braunen und dunklen Farbtönen besteht. Außerdem gibt es auch eine rote Zuchtform

Wie bei allen Angehörigen der Gattung Rineloricaria sind die Ober- und die Unterlippe gleichmäßig entwickelt und mit Knötchen besetzt. Die Barteln sind nur wenig länger als der Augendurchmesser.

Verhalten

Über das Verhalten gegenüber anderen Fischarten und Artgenossen ist sehr wenig bekannt. Hexenwelse sind aber meist sehr friedlich und harmlos.

Haltung

Allgemeines

Als Aquarienfisch wurde er zuerst 1908 von den Vereinigten Zierfischzüchtereien Conradshöhe bei Berlin nach Deutschland eingeführt. Als Synonym ist auch Loricaria parva (non Boulenger, 1895) gebräuchlich.

Rineloricaria fallax kann in einem Becken ab 80 cm Länge gehalten werden. Der Bodengrund kann aus Sand oder Kies bestehen. Wie alle Welse benötigt auch der Hexenwels viele Unterschlupfmöglichkeiten aus Wurzeln und Gestein. Da er sich hauptsächlich am Bodengrund aufhält ist die Menge der Wasserpflanzen und des freien Schwimmraums relativ egal. Außerdem sollte das Wasser klar und sehr sauerstoffreich sein. Die ideale Wassertemperatur liegt bei 15?25 °C.

Zucht

Wenn die Nachzucht angestrebt wird, sollte das Aquarium eine 4 × 20 cm große Laichhöhle oder eine Bambusröhre mit einem Durchmesser von 3 bis 4 cm beinhalten. Das Weibchen legt die Eier in die/das Höhle/Bambusrohr ab und schwimmt hinaus. Danach schwimmt das Männchen in die/das Höhle/Bambusrohr und befruchtet den Laich.

Nahrung

Wie alle Harnischwelse ernährt sich auch der Hexenwels von den Algen auf Steinen, Pflanzen und Scheiben. Flockenfutter und Futtertabletten werden auch gerne angenommen. Lebendfutter, das auf dem Bodengrund liegt, wird schnell und gerne verzehrt.

Literatur

  • Zierfische - Faszinierende Welt der Aquarien. Serges Medien.

Weblinks



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