Die Angaben auf diesen Seiten dienen ausschließlich als erste Anhaltspunkte, um bei Beratungsstellen und Tierärzten gesicherte Diagnosen und Behandlungsmethoden zu erfragen. Trotz größter Sorgfalt kann keine Verantwortung für die Richtigkeit von Diagnosen, Behandlungsvorschlägen und Tipps übernommen werden.
Symptome
Äußere Symptome
- Gasblasen im Auge
- Herausquellende Augen
- Kleine Blasen im Körpergewebe, z. B. in der Haut, an den Flossen und an den Kiemen
Verhalten
- Ungewöhnliches Schwimmverhalten
Innere Symptome
Fotos
Ursachen
Ursache für die Gasblasenkrankheit ist eine Gasübersättigung im Wasser. Wenn Wasser erwärmt wird, kann es weniger Gas aufnehmen als vorher. Im Leitungswasser besteht zusätzlich oft schon durch die unter Druck im Wasserrohr gelöste Luft eine Gasübersättigung.
Beide Effekte können dazu führen, dass im Aquarienwasser mehr Gas ist als es aufnehmen kann. Im Aquarium setzt sich das überschüssige Gas dann an den Scheiben, Pflanzen usw. als kleine Gasblasen ab.
Auch in den Fischen bilden sich solche Blasen. Sie sind zwar winzig klein, aber trotzdem groß genug, um Gewebeteile regelrecht aufzuschäumen oder Blutgefäße zu verstopfen. Dabei spielt Sauerstoff nur eine geringe Rolle. Stickstoff und Kohlendioxid sind als Verursacher häufiger.
Um eine Gasübersättigung zu vermeiden, müssen folgende Punkte beachtet werden:
- vorhandene Gasübersättigungen im Leitungswasser müssen ausgeglichen werden, bevor das Wasser in das Aquarium kommt. Dazu muss das Wasser möglichst lange und intensiv mit der Luft in Berührung kommen. Man lässt das Wasser abstehen, belüftet es in einem Eimer oder einer Schüssel, oder lässt es mit einer Brause im hohen Bogen in einen Eimer regnen.
- das Wechselwasser sollte stets eine ähnliche Temperatur haben wie das Wasser im Aquarium. Das Wasser im Aquarium sollte durch den Wasserwechsel höchstens 2 bis 3° C kälter oder wärmer werden. Oft wird empfohlen, den Wasserwechsel mit etwas kälterem Wasser zu machen. Ist das Wasser zu kalt oder schon mit Gas übersättigt, können massive Probleme die Folge sein.
Die Gasblasenkrankheit erkennt man oft erst dann, wenn eine starke Gasübersättigung vorliegt. Oft werden kleinere Übersättigungen nicht erkannt. Der Aquarianer wundert sich ein paar Tage nach dem Wasserwechsel über Erkrankungen der Augen, Kiemen oder Schwimmblase.
Möglich sind auch völlig unklare Symptome, die durch Schäden in anderen Organen hervorgerufen werden. Solche Symptome werden durch Schäden im betroffenen Gewebe verursacht, das durch Gasblasen in den Blutgefäßen von der Versorgung abgeschnitten war oder noch ist.
Sichtbar werden können kleine Gasblasen in der Haut und in den Flossen. Die Größe der Blasen beträgt 0,5 bis 2 Millimeter oder etwa die Größe eines Stecknadelkopfes. Die Blasen sitzen nicht auf der Haut sondern in bzw. unter der Haut. Die Blasen können unregelmäßig geformt sein. Etwa so, wie die kleinen Luftblasen aussehen, wenn selbstklebende Folien für Bücher oder Displays nicht ganz glatt gestrichen werden und darunter Lufteinschlüsse bleiben.
Wenn über die Blasen gestrichen wird, knistern sie und platzen leicht.
Oft zeigen nur einzelne Fische entsprechende Symptome, während die anderen Fische im Aquarium gesund erscheinen. Oft haben die erkrankten Fische keine Überlebenschance.
Relativ große, kugelförmige Blasen deuten auf einen Befall mit Sporozoen hin und vermutlich nicht auf die Gasblasenkrankheit.
Behandlungsvorschläge
Bei einer Gasübersättigung sollten die Fische möglichst viel Ruhe erhalten. Dazu wird vitaminreich gefüttert. Wasser sollte erst wieder gewechselt werden, wenn sich die Glotzaugen oder anderen Symptome zurückgebildet haben.
Weitere Informationen
Glotzaugen
Kiemen
Schwimmblasenprobleme
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