Wellensittich

Melopsittacus undulatus

Datenblatt Wellensittich

Deutscher Name: Wellensittich
Wissenschaftlicher Name: Melopsittacus undulatus
Herkunft: Australien
Größe: etwa 18 cm
Alterserwartung: 15 Jahre
Verhalten
Futter: Körner- und Saatmischung, Obst-und Grünfutter
Verhalten: agil, sozial
Anzahl: mind. 2 Tiere
Schwierigkeitsgrad: Anfänger
 
Wellensittichmännchen
Elektrofisch, Wellensittich maennchen wildfarben, CC BY-SA 3.0

Die ursprüngliche Heimat der Wellensittiche sind die offenen Landschaften Australiens. Dort lebt Melopsittacus undulatus zu deutsch „ gewellter Singpapagei “ in riesigen Schwärmen.

Wellis sind Gruppentiere und besitzen ein ausgeprägtes Sozialverhalten. Sie sind äußerst lebhaft und intelligent. Ihr großes Stimmen-Rapportiere und die Körpersprache erweitern ständig im Kontakt mit Artgenossen. Im Nachahmen von Geräuschen und Stimmen sind sie wahre Meister. Außerdem pflanzen sie sich rege fort und sind schon kurz nach der Geburt geschlechtsreif. Die Weibchen können fast zu jeder Jahreszeit mehrmals im Jahr brüten. Da es sich um sogenannte Gesellschaftsbrüter handelt, brüten meist mehrere Paare gleichzeitig.

Wilde Wellensittiche tragen das typische grüne Federkleid (Tarngefieder). Durch Züchtungen gibt es inzwischen auch blaue, gelbe oder weiße Exemplare. Auf Kopf und Vorderrücken verläuft ein wellenförmiges Muster, das zu den Flügelenden immer breiter wird. Das Gesicht (Maske) ist bis zur Kehle meistens hellgelb. Auf der Kehle sitzen vier bis sechs schwarze Flecken (Kehltupfen). Die Vögel werden von Kopf bis Schwanz rund 18 cm groß und erreichen ein Gewicht zwischen 25 und 40g.

Anschaffung und Haltung

Wer sich Wellensittiche artgerecht halten möchte, muss Folgendes beachten:

– Die Vögel können nicht alleine leben! Sie brauchen mindestens einen Artgenossen, mit dem sie ständig in Kontakt stehen. Für die Haltung bietet sich eine Gruppe von zwei, vier oder mehr Tieren an. Die Anzahl sollte zur Hälfte aus Männchen (Hähne) und Weibchen (Hennen) bestehen.

– Sie brauchen Zeit, um sich einzugewöhnen und um handzahm zu werden.

– Sie sind äußert redselig.

– Sie sind agil und brauchen mehre Freiflüge am Tag!

– Sie können ein hohes Alter erreichen.

– Sie müssen täglich mit frischen Futter und Wasser versorgt werden.

– Der Käfig muss sauber gehalten werden.

Anforderungen an die Haltung

Der richtige Käfig oder die richtige Voliere können für die bewegungsfreudigen Sittiche nicht groß genug sein. Da sie sich bevorzugt im horizontalen Bereich bewegen, kommt es vor allem auf die Länge an. Die Mindestgröße für ein Pärchen misst : 100 cm Länge x 50 cm Breite x 80 cm Höhe. Die Einrichtung besteht aus notwendigen und abwechslungsreichen Utensilien:

– Der Bodengrund ist aus Vogelsand, angereichert mit Kalk oder Muschelgrit. Dieser ist saugfähig, desinfizierend und liefert wichtige Mineralstoffe für eine verbesserte Verdauung der Tiere.

– Die Sitzstangen bestehen aus schadstofffreien, sauberen und unterschiedlich dicken Ästen/Zweigen von Obstbäumen. Diese bringen beim Knabbern Spaß und enthalten Mineralien, welche der Gesundheit von Gelenken, Muskeln und Füßen und den kurzen Krallen zugutekommt.

– Ein Futternapf und Trinkwasserspender enthalten täglich frisches und ausreichend Futter und Wasser. Die Gefäße stehen dort, wo sie nicht verschmutzen können.

– Ein Schnabelwetzstein oder eine Sepiaschale dient den Vögeln zum Reinigen und Formen des Schnabels sowie zur Kalkaufnahme.

– Ein flaches Badegefäß am Boden oder ein Badehäuschen an der Käfigwand lädt die Wellis zum Baden ein.

– Verschiedene Spielzeuge bringen Spaß, Abwechslung und regen ihre hohe Intelligenz an. An Leitern, Schaukeln, Seile, Spiegel und Glöckchen können die Vögel ihre Kletterfreude, Neugierde und Geschicklichkeit proben. Damit die Spielzeuge auch interessant bleiben, sollten sie hin und wieder ausgetauscht werden.

– Auch die tägliche Reinigung des Käfigs und der Einrichtung gehört dazu. Bei der Reinigung dürfen keinerlei Rückstände von Reinigungsmittel zurückbleiben. Essensreste sind zu entfernen, altes Trink- und Badewasser zu erneuern. Verschmutzungen im Sand sind zu ebenfalls entfernen oder der Sand ist komplett auszutauschen.

Geschlechtsunterschiede

Hähne und Hennen sind nur schwer voneinander zu unterscheiden. Nur die sogenannte Wachshaut weist auf das Geschlecht des Vogels hin. Dabei handelt es sich um den federlosen Bereich auf der Nase oberhalb des Schnabels. In der Regel schimmert diese Nasenhaut bei der Henne braun und beim Hahn blau, violett bis rosa.

Futter und Ernährung

Die kleinen Papageien brauchen eine abwechslungsreiche Ernährung, die ihnen alle wichtigen Nährstoffe und Vitamine spendet. Eine einseitige Ernährung kann nicht nur Mangel- oder Überernährung zur Folge haben. Sie kann auch zu Mauserstörungen, Nieren- und Leberschäden sowie andere Krankheiten führen.

Das im Handel erhältliche Grundfutter enthält verschiedene Hirsesorten, Kanariensaat und geschälten Hafer. Die tägliche Ration für einen erwachsenen Vogel beträgt etwa zwei Teelöffel ( 5 g pro Tag ) Futter am Tag. Kolbenhirse oder Körnerplätzchen bringen Abwechslung. Sie können mit einer Wäscheklammer an den Käfigstäben oder im Freien an der Zimmerdecke befestigt werden.

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Als Beifutter eignen sich frisches Obst wie z.B. Äpfel, Bananen, Weintrauben. Zum frischen Grün gehören junge Blätter von Löwenzahn, Vogelmiere und Holunderbeeren, aber auch Salat und geriebene Möhren.

Wichtig ist, dass das frische Futter ungespritzt ist und nicht zu stark durch Autoabgase belastet. Es sollte gut gewaschen sein. Wellensittiche haben einen empfindlichen Organismus und schon geringe Mengen Gift kann ihnen schaden. Auch Zimmerpflanzen sind tabu.

Eingewöhnung und Umgang

Im neuen Zuhause angekommen, werden die neuen Bewohner vorsichtig in den vorbereiteten Käfig gesetzt. Dazu die Transportbox öffnen und mit der Öffnung an die offene Käfigtür halten.

Befinden sich bereits Wellensittiche im Käfig, brauchen die Tiere etwas Zeit, um sich zu beschnuppern. In Regel aber gewöhnen sich alle Beteiligten schnell aneinander. Doch bevor der Neuzugang zu den anderen darf, sollte er zum Tierarzt nach Krankheiten untersucht werden.

Die Eingewöhnung kann zwei bis drei Wochen dauern. Der erste Freiflug sollte nach einigen Tagen geschehen. Bei guter Pflege kann ein solcher Papagei bis zu 15 Jahre alt werden.

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