Rotala indica

Haltung: kleine, helle Aquarien – als Hintergrundpflanze
Zucht: Stecklinge
Größe: 30- 50 cm
Temperatur: 22 – 28°C
PH: 6 – 7
GH: 7 – 14°dGH
KH:
6 – 12°dKH
Vermehrung: Stecklinge
Rotala indica
nttrbx, Rotalaindica, CC BY 2.0

Aussehen

Die wenig verzweigten Stängel der Rotala indica können bis zu 50cm lang werden und besitzen rötlich gefärbte Triebspitzen und Kronblätter. Die submerse Form ist dicht mit Blättern besetzt und wächst aufrecht empor, die emerse Rotala Indica hingegen bildet bodennahe wachsende Stängel. Abgesehen von der Wuchsrichtung der 1,5 – 3mm dicken, starren Stängel unterscheiden sich die Erscheinungen der Pflanze an Land und im Wasser kaum.

Sie besitzt 0,5 – 2cm lange, dicke, ovale Blätter mit knorpeligem Rand. Blüten bilden sich in den Blattachseln der spatelförmigen Blätter und treten entweder einfach, oder in kurzen, stachelartigen Blütenständen auf.

Verbreitung

Der subtropische und tropische Raum Asiens bietet auf den Reisfeldern perfekte Bedingungen für das Gedeihen der Pflanze.

Von Afghanistan über Thailand, bis in den Norden Chinas und Papua-Neuguineas ist sie heimisch. Sie wurde durch verunreinigtes Saatgut des Reisanbaus nach Europa gebracht. Während sie auf den Reisfeldern Asiens als Unkraut betrachtet wird, wird sie in anderen Regionen der Welt als Zierpflanze in Aquarien gehalten.

Haltungsbedingungen

Rotala indica benötigt wohl etwas mehr Aufmerksamkeit als manch andere Pflanze im Aquarium. Sie wächst langsam und hat hohe Ansprüche hinsichtlich der Nährstoffe und des CO2-Gehalts. Das Wasser sollte zwischen 20 – 30mg CO2 pro Liter beinhalten, was möglicherweise den Gebrauch von CO2-Dünger erfordernd machen könnte. Der Standort des Aquariums sollte ein freier und heller Platz sein. Zudem ist eine intensive Beleuchtung nicht nur für das Wachstum und den Erhalt der Pflanze erforderlich, die Beleuchtungsdauer und -intensität ist auch für die Blütezeit unumgänglich.

Die natürliche Blütezeit, welche von September bis Oktober ist, wird simuliert indem die Dauer der Beleuchtung während der Blütezeit kurzzeitig erhöht und nach dieser periodisch gesenkt wird. Damit die Pflanze blüht und ihre Blüten sich vollständig entfalten können, ist es vorteilhaft, wenn die Pflanze aus dem Wasser empor ragen kann. Somit sollte der Wasserstand eine Marke von 40cm Tiefe nicht überschreiten.

Die Rotala indica ist mit ihrer Größe und den erforderlichen Bedingungen hervorragend für kleine Aquarien bzw. Aquascapes geeignet. Hierbei werden entweder einzeln verstreute Stängel oder kleinere Gruppierungen mit Stängeln unterschiedlicher Höhe verwendet. Aber auch in großen Becken lassen sich eindrucksvolle Akzente in Form einer kleinen flächendeckenden Bepflanzung setzen. Falls die moderate wachsende Rotala indica einen Rückschnitt benötigt, kann dieser zwischen den Stängelknoten gemacht werden. Mithilfe der abgetrennten Pflanzenteile können sowohl Kopf- als auch Seitentriebstecklinge gezogen werden und dadurch weitere rötliche Triebspitzen das Aquarium verzieren.

Besonderheiten

Rotala Indica zählt zur Familie der Lythraceae und ist ein Blutweiderichgewächs – ebenso wie die Rotala rotundfiloia. Diese wurde auf die gleiche Weise wie die Rotala Indica von Asien nach Europa und Amerika exportiert.

Irrtümlicherweise würde jedoch die Rotala rotundfiloia lange Zeit als Rotala indica bezeichnet, diese wiederum wurde war als Ammania sp. „Bonsai“ bekannt. Auch wenn die Namensgebung heute noch für Verwirrung sorgt, die beiden Arten sind leicht voneinander zu unterscheiden. Während die indische Rotala in submerser und emerser Form keine Unterschiede aufwächst, bilden sich die Blätter bei der Rotala rotundfiloia anders aus. Submerse sind es schmale und Fläche Blätter, emerse sind diese rundlich bzw. eiförmig. Außerdem besitzen keinen knorpeligen Rand – dieser ist der indischen Rotala vorbehalten.

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