Woher bekomme ich einen Zuchtansatz?

Möglichkeiten Zuchtansätze zu erhalten:
  • von privat; Teilnehmer in Aquarienforen im Internet geben oft Zuchtansätze ab
  • über Aquarienvereine; evtl. bei Züchtern von Aquarienfischen nachfragen
  • oder Zuchtansätze käuflich erwerben (Internet; Zoohandlung).
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Welches Substrat?

Erfolgreich als Substart angewendet werden:

  • einfache Blumenerde ungedüngt (Anzuchterde)
  • Gartenerde – auch mit Bauschutt vermischt
  • Schaumstoff immer leicht feucht
  • Seramis
  • Kokohum – Pflanzsubstrat

Das Substrat leicht feucht (nicht nass) halten – z.B. oberflächlich mit Wäsche- oder Pflanzensprüher befeuchten.

Welches Behältnis?

Geeignet sind:

  • Kistchen aus Styropor
  • Holzkisten (werden kontrovers diskutiert; mögliche Probleme: chemische Behandlung des Holzes; Verrottung durch fechtes Substrat)
  • Plastikdosen mit Deckel (z.B. leere Tiefkühl-Speiseeisbehälter)

Welche Größen soll der Zuchtansatz haben und reicht eine Kiste?

Je nachdem, wieviele Enchyträen entnommen werden sollen, variiert die Größe der Kiste(etwa ab 20 x 30cm aufwärts bis hin zu Baby-Badewannen und Mülleimern). Als sinnvoll hat es sich erwiesen, eine Kiste zur regelmäßigen Entnahme zu benutzen, und weitere Zuchtansätze in anderen Kistchen zu pflegen. Vorteil: Sollte eine Kultur kippen, sind gleich Ersatzzuchtansätze vorhanden.

Welches Futter für die Enchyträen?

Enchys sind Allesfresser.

Geeignetes Futter für Enchyträen:

  • Kartoffeln
  • Karotten
  • trockenes Pflanzenfutter
  • Haferflocken (leicht feucht oder trocken) mit und ohne Zusatz von Vitamintropfen
  • Hundetrockenfutter (zerrieben mit Zusatz von Vitaminen)
  • Fischfutterflocken
  • tote Aquarienfische, die nicht an Krankheiten verendet sind
  • Säuglingsnahrung (z.B. Milumil 1)

Eine Paste aus (Zitat aus d.r.t.a): Je 2 Esslöffel von Hundeflocken (Gemüseflocken), feine Haferflocken, gekochte Möhren (aus der Dose) und Joghurt. Das verrühre ich zu einer feinen Paste. Verfüttert wird der Brei alle 2 Tage und sollte bei 2 Zuchtansätzen, die parallel laufen, ungefähr 2 Wochen (im Kühlschrank aufbewahrt) ausreichen. Ein Klecks dieses Breis kommt auf die Erde und sollte die halbe Glasscheibe bedecken. Generell soviel füttern, wie an einem Tag vertilgt werden kann, mitunter werden auch längere Fütterungsintervalle gewählt (z.B. 2-tägig).

Schimmelbildung

Bei zuviel Futter und bei zu nassem Substrat kann es zu Schimmelbildung kommen.

Tipps gegen Schimmel:

  • Den Schimmel untergraben oder großzügig entfernen
  • Nipaginpulver (Apotheke) im Futterbrei hilft gegen Schimmelbildung, wird jedoch kontrovers diskutiert (Giftstoff, der möglicher Weise an die Fische weitergegeben werden könnte)

Welche Temperatur-/Lichtverhältnisse?

Möglich ist eine kühle Haltung (15 Grad), sowie wärmere Haltung bei Zimmertemperatur. Bei niedrigen Temperaturen vermehren sich die Enchyträen langsamer. Dunkelheit soll nützlich sein nützlich – Kistchen ggf. abdunkeln.

Wie sind die Enchyträen aus dem Substrat zu bekommen?

Möglichkeiten, um die Enchyträen zu entnehmen:

  • Futter auf das Substrat streuen, Glasplatte drauflegen, die Enchyträen sammeln sich unter der Glasplatte und können entnommen werden
  • Zuchtansatz vorsichtig von unten erwärmen (im Wasserbad auf der Herdplatte)
  • Zuchtansatz vorsichtig mit warmem Wasser fluten
  • Einen Teil der Erde/des Substrates aus der Kiste nehmen und trocknen lassen

Bei allen genannten Methoden verlassen die Enchyträen das Substrat und können an den Wänden des Behlters oder als ein zusammengerolltes Klümpchen entnommen werden.

Entnahme aus Seramis: „Seramis-Enchy-Gemisch in eine Tasse geben, mit Wasser füllen und etwas warten. Die Würmchen klumpen sich zu einem Ballen zusammen, den du dann sauber mit einer Pinzette abnehmen kannst“.

Vorsicht! Wenn das Substrat zu feucht ist, wandern die Enchyträen unter Umständen unbeabsichtigte an den Rändern der Behältnisse hoch oder verlassen die Kistchen!

Nährstoffgehalt der Enchyträen für die Fische

Enchyträen sind eiweißreich und geben Vitamine, Medikamente, Farbstoffe und Carotin, welche/s sie selber aufgenommen haben an die Fische weiter. Grundsätzlich gelten sie als fettreich und sollten in Maßen verfüttert werden im Rahmen einer ausgewogenen Mischkost. Ein wesentlicher Vorteil liegt in der eigenen Zucht/Hälterung, die schadstofffrei gestaltet werden kann.

Drosophilas im Zuchtansatz – was tun?

Sind zuviele Maden in der Kiste, kann die ganze Kultur kippen!

Möglichkeiten gegen Drosophilas:
  • Ein Fliegenklebeband im Deckel der Kiste verhindert das Ausfliegen der Tiere
  • Radikalmethode: das Kistchen 2 Tage unter Wasser setzen – die Enchyträen überleben diese Prozedur in der Regel – trotzdem vorher einen zweiten Zuchtansatz machen
  • Grundsätzlich den Deckel so gestalten, dass keine Drosophila in die Erde gelangen können und/oder Seitenteile mit Öffnungen, die mit feinmaschigem Netz bespannt sind
  • Eine kleine Spinne löst das Problem mit den Drosophilas und es gibt auch keine Springschwänze
  • Fleischfressende Pflanzen neben den betroffenen Zuchtansatz stellen – möglich, aber nicht sehr effektiv
  • Pflanzen neben die Kistchen stellen, die Duftstoffe aussondern, die Fliegen nicht mögen
  • Falls trotz Gasen und anderer Maßnahmen der Behälter von Drosophila, Trauermücken oder anderen Fliegentieren befallen ist, mit einem Staubsauger ein paar Tage lang alle Fliegen mehrmals täglich wegsaugen, bis keine mehr nachkommen. Den Staubsauger neben dem Behälter stehen lassen und vorsichtig saugen, damit kein Substrat eingesaugt wird.

Milben bekämpfen

Milben bekämpfen – eine Auswahl verschiedener Möglichkeiten, bei denen der Ansatz nicht zerstört wird:

  • Substrat trocken werden lassen (Enchyträen sammeln sich auf dem Boden des Gefässes), dann die Oberfläche des Substrates kurz sehr stark erhitzen (z.B. mit Lötlampe). Danach das Substrat wieder anfeuchten.
  • Kellerasseln als Fressfeinde der Milben in die Box setzen, das Füttern der Würmer einstellen, die Glasscheibe entfernen – nach 2-3 Wochen sollten die Asseln die Milben verspeist haben.
  • Einen kleinen umgedrehten Teller auf das Substrat und dort einen kleinen (fast) geschlossenen Karton mit Ameisenfresslack draufstellen. Die Milben und auch die kleinen Fliegen wandern dort hinein.
  • Das Substrat wenden, damit die oberste Erde nach unten kommt.
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  • positive Wirkung auf Immunsystem, Vitalität und Farbintensität.
  • fördert natürliche Verhaltensweisen und den Jagdinstinkt.

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Letzte Aktualisierung am 11.09.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API