Springschwänze

Springschwänze (Collembola)gehören der Klasse der Sechsfüßer an. In der freien Natur zählen sie zu den am häufigsten vorkommenden Insekten. Weltweit gibt es etwa 5.000 Arten, allerdings werden immer wieder neue Arten entdeckt.

Zu den bevorzugten Lebensräumen zählen die Bereiche mit hoher Luftfeuchtigkeit. Das sind zum Beispiel: humose Erden, Baumrinden, verwesende Pflanzen, Gebiet aus Eis und Schnee, Ameisenhöhlen, die Nähe zu Gewässern und Wasseroberflächen.

Bei guten Bedingungen vermehren sich die Springschwänze rege. Im Aquarium dienen sie als nahrhaftes Lebendfutter für die Wasserbewohner.

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Wie erkenne ich die Sechsfüßer?

Abhängig von der Körperform werden die Springschwänze in zwei Unterordnungen eingeteilt:

  • langgestreckte Unterart: Arthropleona und 2. kugelförmige Formen: Symphypleona. Vor allem die winzigen Kugelspringer sind gerne in Bewegung und hüpfen rege auf der Wasseroberflächen umher.
  • Die hierzulande gängigsten Arten haben eine Größe von circa 0,1 bis 3 mm. In Ausnahmefällen messen sie auch 7 bis 9 mm.
  • Die Form des Körpers kann langgestreckt, gedrungen bis kugelförmig sein.
  • Der Körper ist mit einer sehr feinen Hülle umgeben. Je nach Arten ist diese behaart oder beschuppt. 
  • Die Körperfarbe reicht von Braun, Graublau, Hellrot, Pastellgelb bis fast Weiß. Die Tönung kann stark bis blass farbig sein.
  • Das Gesamtbild der Statur setzt sich aus dem Kopf, drei Brustsegmenten und aus sechs Abschnitten (Ringe) des Hinterleibes zusammen.
  • Flügel sind keine vorhanden.
  • Am Kopf sitzen die Komplexaugen. Sie bestehen aus mehreren Punktaugen. Außerdem gibt es Fühler und kauende Mundwerkzeuge.
  • Ein typisches Merkmal vieler Springschwänze ist die Furca/ Furcula am Ende des Hinterleibes. Dabei handelt es sich um eine sogenannte Sprunggabel, die an der Bauchseite anliegt. Will das Insekt wie ein Floh springen, klappt es das beinähnliche Gebilde abrupt aus und stoßt sich am Untergrund ab. Die Insekten können leicht bis etwas 5 cm weit springen.

Wie kommen die Springschwänze ins Aquarium?

Da die Insekten in unterschiedlichen Erden wie Humos, Kies, Sand leben können, sind sie auch im Substrat von Garten- und Topfpflanzen zu finden. Um ins Aquarium zu gelangen, gibt es mehrere Möglichkeiten: Der wahrscheinlichste Weg ist über nahe liegende Topf- Pflanzen oder im Transportwasser. Gerne sitzen die Gäste aber auch auf Wasserpflanzen wie zum Beispiel auf der Moorkienwurzel.

Wo leben die Untermieter im Aquarium?

Da Springschwänze nicht unter Wasser leben können, treten sie im Aquarium mit ihrem wasserabweisenden Körper ausschließlich auf der Wasseroberfläche bzw. oberhalb der Wasserlinie auf.

Bei emersen Aquarienpflanzen sitzen sie auch auf dem feuchten Steinwolle-Substrat. Sie können so lange auf ihrem ausgewählten Platz bleiben, bis sie von den Fischen vertilgt werden.

Sind die Insekten für die Wasserbewohner gefährlich?

Springschwänze sind für die Pflanzen und Bewohner des Aquariums völlig unschädlich. Vielmehr leisten sie wertvolle Beiträge:

1. Sie zerkleinern Falllaub und tote Pflanzenreste, aus denen Humus gebildet werden.
2. Sie dienen den Wasserbewohnen als nahrhaftes Lebendfutter oder Fischfutterergänzung .

Was hilft gegen die Springschwänze?

In der Regel verschwinden Springschwänze mit der Zeit wieder, da sie ja von Fischen gefressen werden. Wer die Tiere nachhaltig loswerden will, hält Labyrinthfische, Honigfadenfische und Zwergfadenfische. Aber auch die robusten Honig-Guramis schätzen die Springschwänze als schmackhafte Nahrung. Erfahrungsgemäß laichen die Guramis sogar besser, wenn sie Lebendfutter von der Wasseroberfläche nehmen können.

Was tun, wenn die Anzahl der Collembolas überhand nimmt?

Bei einem zu guten Nahrungsangebot vermehren sich die Insekten stark und bringen überdurchschnittlich viele Nachfolger hervor. Nimmt die Anzahl der Insekten überhand und die Wasserbewohner tilgen nicht genug davon, können sie für die Wasserpflanzen schädlich werden. Im schlimmsten Fall nagen sie an den lebenden Wurzeln oder Keimlingen. Grund für die zu starke Vermehrung kann zum Beispiel eine zu hohe Gabe von organischem Dünger sein.

Bei zu vielen Springschwänzen bietet sich die Haltung oder Züchtung in einem gesonderten Wasserbecken an. Dann ist immer gebug Lebendnahrung vorhanden.

Um die Springschwänze gänzlich zu entfernen, ist eine komplette Reinigung des Beckens sowie der Einrichtung, der Pflanzen und des Untergrundes notwendig.

Fazit: Springschwänze sind absolut harmlos. Sie vermehren sich rege und dienen als nahrhaftes Lebendfutter für verschiedene Wasserbewohner. Sie werden für die Aquaristik extra gezüchtet und sind sogar über den Versandhandel erhältlich. Doch sie lassen sich auch sehr gut selbst vermehren.

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