Springspinne

Datenblatt Springspinne

Deutscher Name: Springspinne
Wissenschaftlicher Name: Phidippus regius
Herkunft: USA, Bahamas, Westindien
Körperlänge: 1,5 cm – 2 cm
Alterserwartung: bis 2 Jahre
Verhalten
Futter: insektivor
Verhalten: zutraulich, interessiert
Anzahl: Einzelhaltung
Schwierigkeitsgrad: Anfänger
Springspinne im Sprung
Photographed by David E. Hill, Hill Phidippus regius 01, CC BY 3.0

Es gibt verschiedene Arten von Springspinnen. Hierzulande gilt die Phidippus regius als Favorit für die Haltung im heimischen Terrarium. Sie ist eine der größten Exemplare aus der Familie der Springspinnen. Ihre Heimat sind die östlichen Bundesstaaten der USA, die Bahamas und die westindischen Inseln. Ihren Lebensraum findet sie auf Wiesenlandschaften, an Waldrändern und auf Bäumen, aber auch an Hauswänden.

Der Körper misst etwa 1,5 bis 2,0 cm. Die Form ist untersetzt und kurzbeinig. Die Farbgestaltung variiert von grau-braun, orange-rot, pinkfarben bis schwarz-weiß. Charakteristisch sind die ausdrucksstarken Augen mit dem starken Sehvermögen. Zwei große Augenpaare befinden sich an der vorderen Stirn und zwei weitere kleine Paare am Kopfende. Die Netzhäute sind beweglich und können in verschiedene Richtungen verschoben werden. Dies verleiht der Spinne die Fähigkeit, wie durch einen Weitwinkel zu sehen, ohne den Kopf bewegen zu müssen. Sie hat alles im Blick!

Springspinne im Terrarium
Photographed by David E. Hill, Hill Phidippus regius 02, CC BY 3.0

Der Gliederfüßler ist tagaktiv und verfügt über rasante Bewegungsabläufe. Er fängt die Beute ohne Netz ein. Entdeckt er ein Futtertier, lauert er ihm auf, springt es an und lähmt es mit einem gezielten Biss. Vor jedem Sprung befestigt er einen Faden am Boden. Mit diesem kann er sich bei Gefahr abseilen und in Sicherheit bringen.

Anschaffung und Haltung

Um Stress und Kannibalismus zu vermeiden, sind Springspinne stets einzeln zu halten. Unsere Tiere stammen aus eigener und verantwortungsvoller Züchtung. Alle sind kräftig und frei von Parasiten u.a. Krankheiten.

Damit sich die Spinne in ihrem neuen Zuhause vom ersten Tag an wohlfühlt, sollten die Temperaturen noch vor dem Einzug einige Tage lang kontrolliert werden.

Anforderungen an das Terrarium

Die Mindestmaße betragen 20 cm Länge x 20 cm Tiefe x 20 cm Breite. Der Bodengrund besteht aus speziellem Terrarium-Substart oder aus Blumenerde oder Kokoshumus. Das Substrat wird über den gesamten Boden und einige Zentimeter hoch ausgelegt. Damit es feucht bleibt, ist es jeden Tag mit frischem Wasser zu besprühen.

Eine Springspinne klettert und läuft gerne. Dazu braucht sie ausreichend Gelegenheiten aus z.B. Bambusgestänge oder Korkeichenäste. Schön ist es, wenn sie auch an den Beckenwänden auf angebrachten Korkstücken sitzen kann. Eine nicht zu große, robuste und ungiftige Pflanze verbessert das Klima im Terrarium.

Die richtigen Temperaturen liegen zwischen etwa 26 bis 27 ° Celsius, wobei der obere Bereich wärmer sein sollte. Hilfreich ist das Anbringen von einer Leuchtstoffröhre oder einem kleinen Licht-Spot mit jeweils 18-Watt. Die Luftfeuchtigkeit beträgt 70 bis 75 %. Die Diese lässt sich durch das tägliche Besprühen des Beckeninnenraumes mit etwas Wasser gut regulieren. Dabei die Spinne nicht nass machen! Die Tropfen dienen dem Tier als Wasserquelle. Wichtig ist auch eine gute Luftzirkulation mittels Öffnungen an der Unterseite des Beckens. Dauerhaft angebrachte Messgeräte wie Thermometer und Feuchtigkeitsmesser helfen bei der Kontrolle des Klimas.

Damit die Spinne nicht aus dem Terrarium springt, ist eine luftdurchlässige Abdeckung ( z.B. Vlies) anzubringen. Der richtige Standort ist ruhig, trocken, nicht zu sonnig und zugig.

Geschlechtsunterschiede

Die Weibchen sind größer als die Männchen und ihr Kleid besitzt unterschiedliche Farbvarianten. Die Beißwerkzeuge (Cheliceren) können sowohl im Violett als auch Grünlich erscheinen. Dagegen zeigen die Männchen nur eine schwarz-weiße Färbung. Allerdings sind ihre Cheliceren Violett bis Grünlich.

Futter und Ernährung

Die Nahrung besteht aus jagdbarem Lebendfutter. Jungtiere fressen Fruchtfliegen und Silberfische. Adulte Exemplare mögen verschiedene Gliederfüßer z.B. Stubenfliegen und Heimchen.

Am Boden sollte immer ein flaches Gefäß mit frischem Wasser stehen.

Eingewöhnung und Umgang

Die Springspinne sollte nach der Anschaffung direkt in das artgerechte Terrarium kommen. Nach etwas Ruhe und Eingewöhnung wird sie sich bestimmt zur Futterzeit zeigen.

Selbstverständlich besitzt sie auch Gift. Zwar sind Bisse unwahrscheinlich, aber harmlos und kaum schmerzhaft. Solange das Tier mit Vorsicht behandelt wird und sich nicht bedroht fühlt, bleibt es harmlos und zutraulich.

Wer will, kann eine Nachzucht planen. Dazu wird ein adultes Männchen mit einem geschlechtsreifen Weibchen in ein Terrarium gesetzt. Die Paarung verläuft meist friedlich und beginnt mit einer Art Tanz. Dabei bewegt das Männchen die Arme, klopft mit den Beinchen und nähert sich langsam dem Weibchen.

Nach der Befruchtung baut das Weibchen einen Kokon. Die geschlüpften Spinnen sind aus dem Becken zu nehmen und zu vereinzeln. Es kann sein, dass das Weibchen weitere Kokons baut. Eine Paarung kann 2 bis 3 Mal erfolgen.

Bei guter Pflege hat der Mitbewohner eine Lebenserwartung von 2 Jahren.

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Weitere Infos findest du hier:

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2 Gedanken zu „Springspinne“

  1. Hey, habe eine Springspinne in der 2 Fresshaut, habe beim Deckel öffnen nicht bemerkt das sie sich Häutet, wodurch der Kokon sich leicht verschoben hat. Ist das schlimm? Wenn ja was kann ich machen?

    Antworten
  2. Hallo ich habe mir eine Springspinne in der 3 FH gekauft,kleiner als erwartet …
    ab wann kann ich sie in das 20x20x20 Terrarim setzten?

    Antworten

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