Berner Sennenhund

Datenblatt Berner Sennenhund

Größe: Höhe des Widerrists bei Männchen 64 bis 71 cm, bei Weibchen 58 bis 63 cm, die ideale Größe liegt zwischen diesen Angaben
Lebenserwartung: zwischen 8 und 11 Jahren
Felllänge: bis zu 20 cm lang
Fellstruktur: überwiegend glatt, geschmeidig, anliegend
Geeignet als: Wachhund, Arbeitshund (Zug- oder Treibhund), Familienhund, partiell Breitensport- und Fährtenhund
Verhalten: etwas eigensinnig, menschenbezogen, loyal, wendig, eher schüchtern
Kinderfreundlich: ja

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AnetaAp, Bernese Mountain DOg, CC BY-SA 4.0

Rassemerkmale und äußeres Erscheinungsbild

Typische Kennzeichen dieser Hunderasse sind der imposante, kernige Körper in Kombination mit der eindrucksvollen Fellfärbung.

Der Körperbau des Berner Sennenhundes kann als kompakt, überaus muskulös und stämmig beschrieben werden. Markant ist der runde, große Kopf.

Das Haarkleid des Hundes ist relativ lang und teilweise wellig. Die Farbe Schwarz überwiegt bei einer Dreifarbigkeit des Haarkleides. Neben der satt schwarzen Basisfarbe verfügen diese Hunde über bräunlich rot gefärbte Flecken und weiß erscheinende Abzeichen.

Die Braunfärbung ist hauptsächlich an der Schnauze, im Brustbereich, den Beinen und den Augen zu finden. Charakteristisch für die weiße Fellfarbe des Kopfes ist deren Symmetrie und Gleichmäßigkeit.

Das weiß zieht sich je nach Verpaarung über die Brust, die Pfoten und die Spitze des Schwanzes. Die mit einem buschigen Fellbesatz bestückte Rute berührt beim Berner Sennenhund fast die Sprunggelenke der Hinterläufe.

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Wesen und Charakter

Wer einen selbstsicheren, friedvollen, gemütlichen und wachsamen Hund möchte, für den ist der bärige Berner Sennenhund eine gute Wahl. Diese Hunde erweisen sich als mutige, ausgeglichene und ausdauernde Gesellen.

Er liebt den Anschluss an eine Familie und folgt seinem Besitzer stets treu. Von Vorteil ist der kaum vorhandene Jagdtrieb und Drang, etwas zu bewachen (Garten, Grundstück).

Darüber hinaus reagieren diese Hunde auf Umweltreize sehr ruhig und mit beeindruckender Gelassenheit. Sie zeigen kaum aggressives Verhalten, fordern aber wegen ihrer Sturheit oft die ganze Geduld ihres Halters.

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Takashi Hososhima from Tokyo, Japan, Bernese Mountain Dog close, CC BY-SA 2.0

Herkunft und Geschichte der Rasse

Diese Rassehunde waren in der Schweiz um 1907 noch als Dürrbächler bekannt. In den Voralpen waren diese Kraftpakete vor allem in Gasthäusern, auf Bauernhöfen und an Weilern anzutreffen.

Dort war er als Schutz- und Wach- und sowie als Arbeitshund bekannt und beliebt. Mit den ersten Zuchten 1910 bekam der Dürrbächler den Namen Berner Sennenhund.

Ernährung

Diese Hunderasse kann mit hochwertigem handelsüblichem, speziell für diese Tiere zusammengesetztes Trocken- und Nassfutter ausgewogen ernährt werden.

Ideal ist Barffutter sowie kalorienarmes Lightfutter ohne Getreide, Zucker, minderwertige Zusatzstoffe und Dickmacher. In Abhängigkeit von der körperlichen Auslastung und vom Alter bewegen sich Futtergaben zwischen 1 kg pro Tag und 500 g (meist ältere Hunde).

Berner Sennenhunde bedürfen einer regelmäßigen Gewichtskontrolle, weil diese sehr schnell zu Übergewicht neigen (Richtwert ist das Körpergewicht des Rassestandards).

Pflege

Das A und O bei diesem großen Hund ist die permanente und gründliche Fellpflege (nach jeweils 2 Tagen ist Minimum). Diese umfasst meist das Bürsten, Striegeln und Kämmen.

Verfilzungen und Knötchen können mit den Fingern entwirrt und bei Bedarf ausgezupft oder geschnitten werden.

Das Duschen und Baden ist bei diesem Langhaarhund angebracht, sollte jedoch eher selten durchgeführt werden. Spezielle Hundeshampoos lösen Verschmutzungen.

Gesundheit und rasseabhängige Krankheiten

Durch verschiedene Ursachen kann es bei Berner Sennenhunden bereits vorzeitig zu zahlreichen Krankheitsbildern kommen. Auffällig bei dieser Hunderasse ist eine überdurchschnittliche Tumor- und Krebsdisposition.

In diesem Zusammenhang überwiegt das Krankheitsbild der Malignen Histiozytose. Insbesondere Hunde ab einem Alter von 6 bis 7 Jahren erkranken daran. Bei Zeckenbefall kommt es rasch zu Borrelioseinfektionen.

Übergewichtige Hunde zeigen schon jung Gelenks- und Herzbeschwerden wie Arthrose oder Hüftdysplasie.

Vererbbar und genetisch testbar ist bei den Berner Sennenhunden die Degenerative Myelopathie, die Ellenbogen- und die Hüftdysplasie sowie die Osteochondrose. Senioren leiden häufig unter einem Funktionsverlust der Niere.

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Takashi Hososhima from Tokyo, Japan, Bernese Mountain Dog lying down, CC BY-SA 2.0

Sonstige Fragen für interessierte Halter

Eignen sich Berner Sennenhunde für Anfänger?

Aufgrund des relativ gutmütigen Charakters und der ausgezeichneten Gelehrigkeit kann diese Hunderasse durchaus von Besitzern gehalten werden, die einen ausgeglichenen, weniger bewegungsfreudigen, sportlichen hundischen Begleiter wünschen.

Unter der Voraussetzung einer disziplinierten, liebevollen Erziehung und einer vorbildlichen Sozialisation durch den Züchter wird der Berner Sennenhund zu einem treuen, freundlichen, angenehmen tierischen Partner.

Kann ein Berner Sennenhund ein scharfer Wachhund sein?

Von seinem natürlichen Wesen her eher nicht. Diese Hunde sind zwar an sich überaus wachsam, reagieren jedoch ohne Aggressionspotenzial.

Fühlen sie sich keiner Gefahr ausgesetzt, bleiben sie freundlich und lieben menschliche Zuwendung. Sie stehen allerdings nicht gern im Mittelpunkt.

Sind Berner Sennenhunde schwer zu erziehen?

Die Erziehung im Welpenalter und während der Pubertät (sogenanntes Flegelalter) kann sich anstrengend und zeitaufwendig gestalten.

Wegen des enormen Körpergewichts und der eindrucksvollen Größe ist es wichtig, schon im Welpenalter einen konsequenten erzieherischen Einfluss zu nehmen.

Dabei geht es um das Abgewöhnen wie dem anspringen und sich Anstellen an Menschen und dem ständigen Bellen.

Zu betonen sind an dieser Stelle die Konsequenz und das Durchhaltevermögen des Halters. Das Begreifen und Ausführen von Kommandos schaffen die Hunde schnell, denn sie sind äußerst lernwillig und interessiert.

Mögen diese Hunde viel Auslauf?

Diese Hunderasse bevorzugt ausgedehnte Wanderungen, hält sich gern im Freien bei jedem Wind und Wetter auf und powert sich mit Leidenschaft aus.

Aktivitäten, die im Bereich des Hundesports angesiedelt sind, gelten als perfektes Betätigungsfeld. Allerdings sollten die Sportarten weniger schnelligkeitsbelastet sein.

Für Berner Sennenhunde sind hauptsächlich ausdauernde, anspruchsvolle und kraftintensive Betätigungen optimal. Mit anspruchsvoll ist die mentale Auslastung gemeint.

Dazu gehört beispielsweise die täglich mindestens über 2 Stunden dauernde Beschäftigung mit dem Menschen oder der Einsatz als Therapiehund. Berner Sennenhunde sind auf keinen Fall ausgesprochene Wohnungshunde.

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