Yorkshire Terrier

Datenblatt Yorkshire Terrier

Größe: je nach Typ weibliche Hunde 22 bis 28 cm, männliche Hunde 25 bis 31 cm
Lebenserwartung: 13 bis 17 Jahre
Felllänge: mittellang, 8 bis 10 cm
Fellstruktur: leicht wellig, eher gerade gewachsen, weich
Geeignet als: Begleithund, Jagdhund, Familienhund
Verhalten: Hang zur Selbstüberschätzung, mutig, ausgeprägter Jagdtrieb, Draufgänger
Kinderfreundlich: ja, wenn die Sozialisation auf Menschen gut gelungen ist

yorkshire terrier
pixabay.com, Cachorros, CC0 1.0

Rassemerkmale und äußeres Erscheinungsbild

Reinrassige Yorkshire Terrier bewegen sich mit Gewicht (etwa 3,5 bis 5 kg) und Größe innerhalb der geltenden Zuchtstandards.

Der Körper ist kompakt, muskulös, kräftig und weist gleichmäßige Proportionen auf. Der Kopf ist flach, nicht zu extrem rund, mit kugeligen, dunkelbraunen Augen. Die Ohren haben eine spitz zulaufende Form und sollten aufrecht stehen.

Das imposante Fell ist eher seidig und glänzt bei richtiger Pflege und im gesunden Zustand. Das schwarze Fell eines Welpen färbt sich mit zunehmendem Alter heller in Richtung tanfarben.

Senioren werden überwiegend grau. Typisch ist ein dunkler, grau bläulicher Schimmer mit hellbraunen oder hellgrauen Abstufungen. Diese imposante Schattierung ist charakteristisch für Tiere mit dem sogenannten tanfarbenen Fell.

Das Fellkleid scheitelt sich auf dem Rücken, wenn es nicht geschnitten wird. Unter dem Hals und um die Lefzen kann das Fell durchaus lang werden.

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Wesen und Charakter

verspielt, aufgeweckt, verspielt, lauffreudig, aktiv, selbstbewusst, furchtlos, überaus sozial und treu

Ernährung

Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass diese Hunderasse ein sensibles Verdauungssystem hat. Yorkies fressen handelsübliches getreide- und zuckerfreies Nassfutter und Trockenfutter.

Yorkshire Terrier sollten überwiegend mit Trockenfutter gefüttert werden. Das beugt der Entstehung von Zahnstein vor. Leckerlis sollten ebenfalls in dieser Güte sein.

Auch Barfen ist möglich. Nahrungsmittel wie Schokolade, Zwiebeln, Weintrauben oder Zitrusfrüchte werden nicht vertragen.

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FASTILY, Yorkshire Terrier Dog 11 2013-09-15, CC BY-SA 3.0

Herkunft und Geschichte der Rasse

Die ersten Yorkies wurden Anfang des 19. Jahrhunderts gezüchtet. Diese beliebte Rasse stammt ursprünglich aus der Grafschaft Yorkshire in England.

Dort besaßen viele schottische Einwanderer diese Tiere. Mit dem Umzug in die Industriemetropolen Englands gelangten die Hunde mit ihren Haltern nach England.

Auf dem Land dienten diese kleinen, agilen Hunde zum Fang von Wühlmäusen und Hasen. In den Städten jagten sie vorwiegend Mäuse und Ratten.

Pflege

Zu den üblichen Pflegemaßnahmen des Yorkshire Terriers gehört das Schneiden der Krallen (falls die Tier vorwiegend auf weichem Unterboden laufen oder wenig Auslauf haben) sowie das Kämmen beziehungsweise Bürsten des Fells.

Das Krallen schneiden sollte fachgerecht und mit einer professionellen Krallenschere ausgeführt werden. Regelmäßiges Waschen und Baden ist übertrieben und kann zu Erkältungen führen.

Bei Bedarf kann das Fell auch kurz getrimmt werden. Vorgänge wie das Kämen und Bürsten mögen die Hunde. Außerdem verstärkt dies die Bindung zwischen Herrchen oder Frauchen und Hund.

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Gesundheit und rasseabhängige Krankheiten

Immer mehr Yorkshire Terrier leiden heute unter Erkrankungen der Gelenke, insbesondere der Kniescheiben. Häufig ist hierbei die Patellaluxation.

Des Weiteren kommt es durch Überbelastung (beispielsweise übermäßiges Treppensteigen) oder durch genetische Defekte zu Ellenbogen- und Hüftdysplasien, selten zu einer Degeneration der Oberschenkelknochen.

Darüber hinaus sein Erkrankungen der Zähne und des Zahnhalteapparates sowie die mit zunehmendem Alter auftretende Makuladegeneration häufig.

Kleinwüchsige Hunderassen wie der Yorkies erkranken oft an einem Trachealkollaps, einer Herzmuskelvergrößerung (HCM) und einem Cushing-Syndrom. Bei falscher Fütterung werden die Kleinen rasch übergewichtig.

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Plak Jacek, Holly the Yorkshire Terrier, CC0 1.0

Sonstige Fragen

Warum sollten Yorkshire Terrier nicht übermäßig gebadet oder geduscht werden?

Yorkshire Terrier verfügen über eine empfindliche Haut. Durch zu häufiges Baden wird die natürliche Rückfettung des Fells gestört, was zu Schuppenbildung mit Juckreiz und Hautirritationen führt.

Bei extremen Verschmutzungen sollte nur ein Hundeshampoon mit rückfettenden Eigenschaften benutzt werden. Außerdem erkälten sich die Zwerge leicht, wenn sie nicht geföhnt werden.

Föhnen kann wiederum eine Entzündung der Ohren hervorrufen.

Müssen die Augen der Hunde von Fell freigehalten werden?

Ja, denn sonst kann eine Bindehautentzündung die Folge sein. Zugluft ist ebenfalls ungünstig. Das Schneiden der Haare zum Kurzhalten des Fells macht dieses wesentlich pflegeleichter.

Im Sommer lassen sich bei kurzem Fell gerade Parasiten wie Zecken gut erkennen. Vor allem im Gesicht, um die Augen, ist diese Vorgehensweise sinnvoll.

Im Winter benötigen die Tiere ein Mäntelchen. Schleifchen und Haarspangen stressen die Yorkies unnötig.

Das regelmäßige Entwurmen, das Säubern der Ohren mit dem Auszupfen der Ohrhaare gehört ebenfalls zur Pflege. Das Gleiche gilt für eine regelmäßige Gewichtskontrolle und das Verwenden von Antizecken und -flohmitteln.

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Chrisking1977, Yorkshire Winter Walk, CC BY-SA 4.0

Wo kauft man am besten einen Yorkshire Terrier?

Interessenten, denen der spezielle Charakter der Tiere am Herzen liegt, sollten auf die Reinrassigkeit schauen. Diese kann nur anhand des Ahnenpasses nachgewiesen werden.

Ahnenpässe werden ausschließlich von den Vereinen ausgestellt. Seriöse Züchter sind in einem Verein und arbeiten transparent. Darüber hinaus verfügen die Elterntiere über einen Gentest, um erbliche Erkrankungen auszuschließen.

Verpaarungen mit einem genetisch auffälligen Zuchttier werden nicht durchgeführt. Verantwortungsvolle Züchter wechseln ihre Zuchttiere aus, wenn diese älter oder krank werden.

Qualzuchten (Miniyorkies) haben ein hohes Risiko an Gendefekten und weisen eine enorme Erkrankungshäufigkeit auf.

Muss kastriert werden?

Da Yorkshire Terrier von Natur aus keine ängstlichen oder schüchternen Hunde sind, kann sich eine Kastration durchaus als zweckmäßig erweisen.

Rüden sind dann wesentlich weniger an läufigen Hündinnen interessiert und gehen weniger aggressiv auf andere unkastrierte Hunde zu.

Die Weibchen sollten kastriert werden, weil es sonst zu einer Pyometra (Gebärmutterentzündung) kommen kann, falls die Hündinnen nie trächtig sind.

Außerdem zeigen unkastrierte Hündinnen oftmals scheinträchtig. Viele Halter bemerken augenscheinlich gar nicht, dass ein Yorkshire Terrier Mädchen gerade läufig ist, weil Verunreinigungen sofort abgeleckt werden.

Nach einer Kastration ist jedoch nicht auszuschließen, dass ein Harntröpfeln (leichte Inkontinenz) auftritt. Bei den Weibchen kann eine Kastration allerdings auch zu Harntröpfeln führen.

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