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Datenblatt Lanzen-Symbiosegrundel |
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| Deutscher Name: | Lanzen-Symbiosegrundel, auch Faden-Symbiosegrundel genannt |
| Wissenschaftlicher Name: | Stonogobiops nematodes |
| Herkunft: | Westlicher Indo-Pazifik (Seychellen, Bali, Philippinen), Sand und Schotter in etwa 15 cm bis 25 cm Tiefe |
| Größe: | Körperlänge 5 cm – 6 cm |
| Aquarium | |
| Inhalt: | 80 bis 100 Liter, einzeln zusammen mit Knallkrebs auch im Nano-Cube möglich |
| Wasserwerte | |
| Temperatur: | 22°- 27° C, optimal 24° – 25° C |
| Verhalten | |
| Bereich: | unterer Bereich, Bodennähe |
| Futter: | Zooplankton (Artemia, Bosmina, Cyclops), Mysis, auch Lobstereier u. Flockenfutter |
| Verhalten: | Nur mit sehr kleinen Fischen vergesellschaften, sonst sehr scheu |
| Anzahl: | Paarweise |
| Schwierigkeitsgrad: | Mittel |

Aussehen
Die Lanzen-Symbiosegrundel wird zwischen 5 cm und 6 cm lang. Sie hat einen langgestreckten, im Querschnitt runden Körperbau. Die Körpergrundfärbung ist ein verwachsenes grau- oder gelb-weiß.
Zwischen Schwanzwurzel und Kopfende liegen etwas schräg stehende, 4 schwarze Querbänder mit einem hellen, blauen oder weißblauen Rand. Über die vordere Hälfte des Kopfes liegt quer über das Auge ein schräges, leuchtend oranges Band.
In Form und Färbung fällt an dieser Grundel aber vor allem auch die erste Rückenflosse auf: Sie ist relativ kurz, aber der schwarze, erste Flossenstrahl ist fadenförmig und lang ausgezogen. Die anderen Strahlen sind ebenso wie die zweite Rückenflosse kurz und gelblich gefärbt. Die Brustflossen sind weißlich transparent. Die Bauchflossen sind zu einer Membran vereinigt und dienen dieser Grundel zum Festsaugen auf steinigem Untergrund.
Die hervorstehenden Augen sind im Verhältnis zum Körper groß und sitzen oben am Kopf. Ein typisches Merkmal bodenbewohnender Fische.
Symbiose mit einem Knallkrebs
Auch diese Partner- oder Symbiosegrundel lebt in enger Partnerschaft mit einem Knallkrebs (Alpheus randalli). Der Knallkrebs gräbt eine bis zu 1 m lange Wohnröhre in den weichen Untergrund und legt den Aushub rund um den Höhleneingang ab. Die Grundel behält den Höhleneingang, in dem der Krebs liegt, im Auge, und signalisiert ihm mit der aufrecht stehenden 1. Rückflosse, dass alles in Ordnung ist. Nähert sich ein größerer, räuberischer Feind, klappt sie diese Signalflagge ein und Krebs und Fisch verschwinden blitzschnell in der Wohnhöhle.
Fortpflanzung
Die Lanzen-Symbiosegrundel gehört zu den sogenannten Simultanhermaphroditen: Sie verhält sich zunächst wie ein Männchen und gibt ihr Sperma ab, kurze Zeit später gibt sie als Weibchen die Eier ab. Das Paar befruchtet sich also gegenseitig. Bei der Verpaarung kann es stürmisch zugehen; deshalb sollte man das Aquarium mit einer Glasscheibe gut abdecken, damit sie nicht herausspringen können.
Geschlechtsunterschiede
Diese Symbiosegrundeln sind als Hermaphroditen Zwitter, können also nicht in Männchen und Weibchen unterschieden werden.
Die Haltung von Lanzen-Symbiosegrundeln im Aquarium
Auch diese Grundeln hält man am besten paarweise im Meerwasseraquarium und zwar zusammen mit einem Knallkrebs. Der Bodengrund sollte sandig bis fein-kiesig sein und einige Zentimeter hoch sein, damit der Knallkrebs seine lange Wohnröhre in den weichen Boden graben kann.
Die Zucht von Lanzen-Symbiosegrundeln
Die Grundeln laichen in der Wohnröhre des Krebses ab. Weitere Einzelheiten zur Fortpflanzung und Aufzucht der Jungfische im Aquarium sind nicht bekannt.
Vergesellschaftung
In einem großen Becken können diese Symbiosegrundeln auch mit kleinen, friedlichen Fischen wie Seepferdchen oder Seenadeln zusammen gepflegt werden.
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