Fettkraut

Datenblatt Fettkraut

Botanischer Name: Pinguicula vulgaris
Herkunft: Europa, bis Asien und Nordamerika
Wuchshöhe / Größe bis zu 15 Zentimeter
Blattfarbe: hellgrün
Blütenfarbe: blau, lila
Verhalten/Besatz
Standort am Teich: Teichrand
Blütezeit: Mai bis August
Lichtanspruch: Halbschatten
Winterhart: ja
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Björn S…, Common Butterwort – Pinguicula vulgaris (14087440008), CC BY-SA 2.0

Das Fettkraut, auch Gemeines Fettkraut genannt, ist eine fleischfressende Pflanze und gehört zur Familie der Wasserschlauchgewächse. Auffällig ist die Pflanze durch ihre recht flachen und dicht am Boden angeordneten Blätter, aus deren Mitte ein mehrere Zentimeter langer Stängel mit der lila Blüte herauswächst. Diese ragt sich in der Blütezeit von Mai bis August empor.

Die Blätter sind mit einem klebrigen Sekret bedeckt, um kleinere Insekten zu fangen. Diese bleiben daran kleben und die Blätter verdauen den Fang nach und nach. Durch ihr dickeres und glänzendes Aussehen hat die Pflanze auch ihren Namen Fettkraut erhalten.

Sie fungieren also als eine Art Klebefalle und können sich sogar leicht einrollen, damit Insekten nicht entkommen können. Durch ihre primäre Ernährung über diese Insekten sind die Wurzeln sehr empfindlich und nur wenige Zentimeter lang.

Anschaffung und Haltung / Pflege

Anschaffung

Fettkraut kann im handelsüblichen Baumarkt oder Gartencenter gekauft werden. Die Pflanze sollte nur zwischen Herbst und Frühjahr gesetzt werden, da die kurzen Wurzeln sehr empfindlich sind. Am besten wird Fettkraut noch im Knospenstatus gepflanzt oder versetzt. Die Knospe wird zur Hälfte in den Boden eingegraben und kann dann neue Wurzeln und Blätter bilden.

Sie wird nicht direkt im Teich gepflanzt, aber bevorzugt trotzdem feuchte bis nasse Böden. Also das Ufer des Teiches ist der perfekte Ort, um Fettkraut anzubauen. In freier Wildbahn ist die Pflanze vor allem in sumpfigen und moorigen Gebieten anzutreffen, eben wegen ihrer Vorlieben.

Diese dürfen aber nicht einfach entnommen werden, da sie unter Naturschutz stehen. Zudem ist ein absonniger bis halbschattiger Standort perfekt für das Fettkraut. Der Boden sollte immer feucht gehalten werden, aber zu viel Niederschlag ist auch nicht gut für die Pflanze.

Haltung und Pflege

Solange die Pflanze ausreichend bewässert wird, muss das Fettkraut nicht händisch gepflegt werden. In Teichnähe ist dies wahrscheinlich von Natur aus gegeben. Falls der Boden an heißen Sommertagen jedoch trocken sein sollte, kann die Pflanze gegossen werden.

Zu düngen braucht man das Fettkraut nicht. Zum Thema Winterschutz gibt es weiter unten Hinweise, aber auch dieser ist theoretisch nicht nötig. Die Pflanze regelt vieles von selbst.

Anforderung an den Teich

Wie bereits erwähnt, wird die Pflanze nicht direkt im Teich, sondern unmittelbar daneben gepflanzt. Durch ihr Verhalten ist sie aber womöglich ausschlaggebend dafür, Insekten von anderen Pflanzen abzuhalten.

Darunter können auch mögliche Schädlinge sein, welche das Fettkraut so von anderen Pflanzen abhält. Ansonsten hat die Pflanze keinerlei positive oder negative Auswirkungen auf den Teich.

Vermehrung

Das Fettkraut bildet mit der Zeit kleinere Ausleger, sogenannte Brutknospen. Diese sind dann um die Winterknospe verteilt und können im Frühjahr woanders gesetzt werden.

Eine Aussaat im Winter ist eine andere Möglichkeit der Vermehrung. Die neuen Samen sollten im Winter in einer flachen Schale mit Anzuchterde und Sand herangezüchtet werden. Die wachsenden Samen sollten stets feucht gehalten werden. Im Frühjahr können die Sprösslinge dann pikiert und ausgesetzt werden.

Überwinterung

Das Fettkraut ist mehrjährig und bildet im Winter eine Knospe (Hibernakel), in die sich die Pflanze zurück zieht. Dabei sterben auch die sehr kurzen Wurzeln ab und werden im Frühjahr wieder neu gebildet.

Die Pflanze ist auch in Sibirien und den Alpen beheimatet, das kalte Wetter macht ihr also nichts aus.

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