BSSW Arbeitskreis

IG BSSW e.V.
IG BSSW e.V.

Der Arbeitskreis gehört dem 1911 gegründeten „Verband deutscher Vereine für Aquarien- und Terrarienkunde“ an. Viele Jahre lang hat sich der VDA-Arbeitskreis für Barben, Salmler, Schmerlen und Welse engagiert.

Der VDA-Arbeitskreis BSSW war die Vorläuferorganisation des heutigen IG BSSW e.V. 

Was ist der BSSW?

Der BSSW-Arbeitskreis VDA für Barben, Salmler, Schmerlen und Welse entstand im November 1988. Bis Anfang November 2008 war er in dieser Form auch online. Er hatte letztendlich 200 Mitglieder, die über die ganze Welt verstreut waren. Am 08.11.2008 ging er schließlich, als Zusammenschluss Gleichgesinnter, direkt in den unabhängig agierenden IG BSSW e.V. über, der bis heute weiterhin mit Treffs, den viermal im Jahr zugesendeten BSSW-Reports, Jahresversammlungen, Sonderheften und online aktiv ist. Der Hauptsitz der Internationalen Gemeinschaft IG BSSW e.V. ist in Lehrte, Ortsteil Sievershausen, in Niedersachsen, Region Hannover.

Welchen Zweck hatte der VDA-Arbeitskreis BSSW?

Fischliebhaber mit speziellem Interesse an Aquaristik und den genannten Fischsorten konnten und können sich im BSSW austauschen. Wer Wissen hat, teilen will oder sucht, über Pflege, Zucht und Haltung der Barben, Bärblinge, Salmer, Schmerler und Welse, kann jederzeit mit einer der Ortsgruppen Kontakt aufnehmen. Auch die Teilnahme an den Jahresversammlungen ist gerne gesehen. Zu den Zielen gehören Informationsaustausch, sowie wissenschaftliche Beobachtung zugunsten der Fische und Fischzucht. Wir sind für den Tierschutz und unterstützen keine Gentechnik und Qualzucht in den Aquarien. Aber wir setzen uns für gelingende Nachzucht gesunder Fische und Fischaustausch, sowie Kontakt zu Wissenschaftlern im Bereich Aquaristik, ein.

Welche Leistungen bot der BSSW-Arbeitskreis VDA?

– Zunächst informierte der Arbeitskreis in Treffs der Regionalgruppen, Reports und jährlichen Mitgliederversammlungen und Tagungen. Zu ihnen sind auch Gäste jederzeit herzlich willkommen!
Den BSSW-Report erhielt jedes Mitglied viermal pro Jahr. Es gibt ihn bis heute! Die Mitglieder selbst berichten darin über ihre Fische, deren Pflege und Zuchterfolge, gaben Erfahrungswerte weiter und verrieten Aquarianer-Tricks. Tipps, zum Beispiel in Bezug auf Fischfutter, wie man es herstellt und so weiter, waren darin ebenso zu finden, wie Veranstaltungshinweise, Arbeit auf Arbeitskreis- und Verbandsebene. Mitglieder können untereinander kontakten, sich über gleiche Fischarten austauschen, Inserate aufgeben, und so dergleichen.
– Dann wurden sogar Sonderhefte für 9.20 Euro plus Versandgebühren angeboten, schließlich auch Gratis-Informationen online. Die Weitergabe von Wissen an Interessenten, Neuanfänger und Fachleute ist uns ein Anliegen. Folgende Sonderhefte und Publikationen sind erschienen:

  1. BSSW-Sonderheft „Maulbrütende Harnischwelse“, geschrieben von Hans-Georg Evers und Ingo Seidel.
  2. BSSW-Sonderheft „Schmerlen der Insel Sri Lanka“ von Gerhard Ott.
  3. Auf Englisch wurden zudem zwei Publikationen von Hans-Georg Evers „A ’new‘ Corydoras from Sao Paulo, Brazil“ und „Three small Tetras of the genus Hyphessobrycon“ vorgelegt.

– Der VDA hatte früher auch jährliche DIA-Shows zum Bestellen im Angebot, für jedes der Jahre von 1995 bis 2000 eine. Sie waren für jeweils 15 DM plus Versandkosten einfach zu beziehen. Die DIA-Serien wurden inzwischen eingestellt, während die Sonderhefte weiter zur Verfügung stehen.

– Die Online-Präsenz mit eigener Homepage konnte im November 1999 realisiert werden. Unter den Online-Angeboten waren z. B. Informationen zur Bestandsliste der Welse im März 2000. Im Dezember 2000 wurden Informationen über selbst gehaltene nemacheiline Schmerle aus der Familie Balitoridae eingestellt. Sie waren aus Myanmar, dem ehemaligen Burma, beziehungsweise Birma, erstmals quicklebendig nach Deutschland gekommen. Tabellarisch wurden die genauen Unterschiede zwischen den beiden Arten Schistura balteata und Schistura paucifasciata beschrieben. Hierbei bezeichnet der Artname balteata die optische Auffälligkeit „mit einem Balteus“ (mit einem Schulterband). Für Interessenten an der Fischsystematik wurde außerdem die Übersetzung einer Neufassung der Internationalen Regeln für die Zoologische Nomenklatur, mit Wirkung vom ersten Januar 2000, in deutscher Sprache dargelegt.

Lust auf Welse, Salmler und Barben?

Welse

Europäische Welse werden auch Waller, Schaidfische oder Flusswelse genannt. Einen größeren der reinen Süßwasserfisch gibt es unter den einheimischen Fischen Europas nicht. Sie lassen sich in Aquakultur aufziehen und sind aufgrund ihres weißen, fast grätenlosen Fleisches auch bei Angelfischern beliebt. Waller werden, unter günstigen Lebensumständen, ungefähr gleich alt wie Menschen, circa 80 Jahre. Es gibt die anpassungsfähigen, schuppenlosen Welse in tiefen Seen und langsam fließenden Gewässern fast unseres gesamten Globus. Entsprechend groß ist die Artenvielfalt! Der Europäische Wels ist dämmerungsaktiv und lebt in kleinerer Zahl auch an der Ostsee, im Schwarzen und Kaspischen Meer. Typisch für alle sind lange Barteln am Maul, mit denen sie beim Gründeln tasten und die selbst bei der Paarung eine Rolle spielen. An ihrer Rückenflosse sitzt ein, für Menschen ungefährlicher, giftiger Stachel. Europäische Welse werden um 1.60 bis 2.50, selten auch bis drei Meter lang. Welse gelten als Allesfresser, außer kleineren Fischen verspeisen sie auch Blutegel, Schnecken, Krebse, Würmer, Insekten, Frösche, Mäuse, Ratten und sogar Wasservögel.

Salmler

Salmler sind als gesellige, bunte Zierfische fürs Aquarium beliebt. Manche sind zudem leckere Speisefische. Sie benötigen sehr sauberes Wasser, ausreichend Schwimmfläche und Pflanzenwuchs. Allerdings haben sie nur eine kurze Lebenserwartung, je nach Art um die drei bis fünf Jahre, größere Exemplare auch einige Jahrzehnte. Hauptsächlich bewohnen sie Seen und Flüsse in Lateinamerika, aber auch in Afrika. Die bekanntesten Salmler sind wohl die Neonfische, also Neonsalmler und die Piranhas. Ihr Markenzeichen ist, bei fast allen, die Adipose, eine fleischige Fettflosse fürs Navigieren in Strömungen. Die nützlichen Fische lieben als Lebendfutter Mückenlarven, Mücken und Fliegen aller Art, Ameisen und ähnliche Insekten! Murmeln am Aquariumboden lässt Salmlerlaich dazwischen fallen, unerreichbar für die Fische, damit sie den Laich nicht auffuttern.
Salmler vertragen sich gut mit Welsen und Barschen, alle drei fressen auch Plankton.

Barben

Unter den europäischen Barschen sind Flussbarsche, Kaulbarsche, Zander und Streber. Sie haben immer zwei Rückenflossen. Zander sind dabei die größten, manche werden nur unter zehn Zentimeter lang, andere immerhin 130 Zentimeter. Echte Barsche leben in Süßgewässern der Nordhalbkugel, in Seen, Küstennähe, Felsspalten, Schiffswracks, an Riffen oder weit draußen im Meer. Sowohl im Mittelmeer, als auch im Atlantik oder Schwarzen Meer, sind sie zu Hause. Gelegentlich gelangen sie auch ins Brackwasser, zum Beispiel der Ostsee. Barsche verspeisen Wirbellose, wie Würmer, Käfer, Quallen und Schnecken, Fischlaich, manche unter ihnen auch andere Fische. Clownfische, wie Nemo, werden nur acht Zentimeter lang, der Wolfsbarsch bis zu zwei, Thunfische erreichen bis beachtliche 4.50 Meter.

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