Zander

Datenblatt Zander

Lateinischer Name: Sander lucioperca
Handelsname: Zander
Ordnungsname: Barschartige
Familie:
Echte Barsche
Gattung:
Sander
Herkunft: Asien, Russland, Europa
Größe in cm:
bis zu 130
Teichgröße
Länge und Breite: mindestens 4 m Tiefe
Wasserwerte
Temperatur: etwa 15 °C
Verhalten/Besatz
Bereich: In großer Wassertiefe an dunkleren Orten
Futter: Fische
Verhalten: jagt bei Dämmerung und in trüben Gewässern Fische
Anzahl: mehrere Jungtiere, ältere Tiere eher Einzelgänger
Lebenserwartung:
etwa 20 Jahre
Vergesellschaftung:
in Aquakulturen
Schwierigkeitsgrad: leicht
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7 Bewertungen
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zander
Tiia MontoRousse Ecomuseum – Sander luciopercaCC BY-SA 4.0

Eckdaten zum Zander

Beim Zander handelt es sich um einen Raubfisch, der in Süßgewässern, aber auch im Brackwasser lebt. Dieser Räuber jagt vor allem nachts oder bei Dämmerung. Hierbei kommt ihm sein gutes Seh- und Hörvermögen zugute. Am Tag und an bewölkten Tagen ist er überwiegend im Trübwasser aktiv.

Nachts hält er sich am liebsten in Wassertiefen zwischen 4 und 6 m auf, doch tagsüber bevorzugt er noch tiefere Zonen. Gemessen an seiner Körpergröße ist der Zander die größte Fischart unter den Barschartigen, die in den Süßgewässern Europas leben.

Kleine Fische fürchten diesen Raubfisch. Er kommt in vielen europäischen Regionen, Amerika, Russland sowie Asien vor. Sein Lieblingsgewässergrund ist hart, mit trübem Wasser. Die jungen Zander schwärmen häufig in Gruppen aus, doch ältere und große Zander bevorzugen das Einzelgängertum in tiefem Wasser.

Erscheinungsbild

Der Zander trägt Schuppen und einen Kamm, wobei er verschiedene Farbtöne aufweist. Der Körper ist in Grün, Graubraun oder Beige gehalten, während der Bauch silberweiß ist. Die beiden teilweise transparenten Rückenflossen komplettieren die Schönheit des Fisches.

Sein spitzer Kopf besitzt ein großes und tiefes Maul mit unregelmäßig angeordneten und sehr spitzen Fangzähnen sowie Hundszähnen. Der Fisch hat eine große symmetrische Schwanzflosse.

Geschlechtsunterschiede

Beim Zander ist es gar nicht so einfach, männliche und weibliche Fische zu unterscheiden. Männchen haben einen schmaleren und dunkleren Rücken. Weibchen haben vor ihrer Rückenflosse einen höheren Rücken.

Fortpflanzung

Im Frühling pflanzt sich der Zander fort. Die Wassertemperatur spielt natürlich eine Rolle. Zwischen 12 und 15 °C sind optimal. Männchen sind ab einem Alter von 2 bis 4 Jahren geschlechtsreif. Bei Weibchen sind es 3 bis 5 Jahre.

Zander lieben flache Gruben zum Ablaichen in Ufernähe mit hartem Untergrund. Hier beträgt die durchschnittliche Wassertiefe zwischen 1 und 3 m, was für Zander sonst unüblich ist. Der Zander säubert seine Laichgrube zuerst gründlich mit seiner Schwanzflosse.

Das Ablaichen

Das Zanderweibchen legt auf jedes Kilogramm seines Körpergewichtes gerechnet bis zu 200.000 Zandereier. Diese befestigt es mithilfe einer Haftsubstanz an Steinen oder Pflanzen. Dort werden sie befruchtet.

Das Männchen bewacht die Laichgrube und passt auf, dass kein Schlamm entsteht oder keine Laichräuber in die Nähe der Eier kommen. Die Zanderlarven schlüpfen nach 7 Tagen und werden etwa 5 mm groß.

Sie benötigen nach dem Schlüpfen keine Nahrung, da sie zunächst den Dottersack fressen. Danach beginnen sie von selbst Plankton zu verzehren. Wenn die Jungzander eine ausreichende Größe erreicht haben, jagen sie andere Fischarten. Im Herbst sind die jungen Tiere zwischen 5 und 10 cm groß.

Künstliche Besetzung von Gewässern

Mittlerweile konnte sich der Zander durch künstliche Besetzung erheblich im Bestand vervielfältigen. Umweltschützer sowie Wissenschaftler sehen das künstliche Besetzen von Gewässern, in denen er nicht von Natur aus vorkommt, kritisch, denn der Zander ist ein Raubfisch und könnte wichtige Fischarten dezimieren.

Er lebt jetzt zum Beispiel auch in der Elbe, der Donau, der Weser, der Mosel oder im Rhein. Sogar in der Türkei oder am Kaspischen Meer gibt es den Zander.

Innerhalb Osteuropas haben sich die Zanderbestände sehr verringert, sodass diese Fischart als Speisefisch in sogenannten Aquakulturen nachgezüchtet wird. Sie gelten als unbedenklich für das Ökosystem, doch viele Züchter füttern mit wilden Fischen.

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Aufzucht und Vergesellschaftung

Zucht in Aquakulturen

Der Zander gehört zu den bekanntesten mitteleuropäischen Süßwasserfischen und ist ein gern gesehener Speise- und Sportfisch. Er ist die Hoffnung für mitteleuropäische Aquakulturen.

Zander werden erst seit kurzer Zeit in Aquakulturen kultiviert. Jährlich werden in Deutschland etwa 58 Tonnen produziert, was relativ gering ist. Zander erreichen einen hohen Verkaufspreis und zeichnen sich durch ihr Gruppenzusammenleben als geeignete Fische für Aquakulturen aus.

Zucht in Teichanlagen

Die Zucht des Zanders in Teichanlagen ist bisher kaum üblich. Dieser Fisch ist teilweise ein Nebenfisch der traditionellen Teichwirtschaft. In recht niedrigen sowie schlammigen Teichen fühlen sich die Fische nicht lange wohl. Zander lieben tiefe, ausreichend große Gewässer und brauchen einen harten Grund zum Ablaichen. Fische im Jugendstadium werden häufig in Angelgewässer gesetzt.

Zander vermehren sich in Teichanlagen am Grund. Dazu werden ihnen künstliche Laichhilfsmittel, beispielsweise Kokosmatten oder kleine Pflanzen bereitgestellt. Die Fische vermehren sich im Teich während des Frühlings, was ihrer Natur entspricht.

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