Baumpython

Datenblatt Baumpython

Lateinischer Name: Morelia viridis
Herkunft: Neuguinea, Indonesien, Nord-Australien
Größe: 150 bis 200 cm
Verhalten
Verhalten: Tag- und Nachtaktiv; hält sich bevorzugt in hochgewachsenen Bäumen auf
Futter: Echsen, Vögel, Insekten, Mäuse, Ratten
Gruppen vs. Einzelhaltung: Einzelhaltung
Lebenserwartung: 15 bis 20 Jahre
Schwierigkeitsgrad: Für Anfänger ungeeignet
baumpython
Holger Krisp, Morelia-viridis-baumpython, CC BY 3.0

Gemäß ihres Namens handelt es sich bei der Baumpython um eine zumeist in Bäumen lebende Schlange. Sie gehört in die Gattung der Rautenpythons.

Baumpythons sind ungiftig, besitzen eine auffällige Grünfärbung und einen langgezogenen, schlanken Körper. Der Kopf der Baumpython ist wesentlich größer ausgeprägt als der restliche Körper, der mit einem ausgeprägten Schwanzteil endet.

Der Kopf besticht durch eine aufgewölbte Form, während die Schnauze der Python relativ groß und eckig geformt daher kommt.

Ausmaße der Python

Die Baumpython besitzt eine erkennbare Wirbelsäule, die unterschiedlich ausgeprägt ist, je nach Größe des Tieres.

Die Länge der Python hängt vom Herkunftsgebiet und vom Geschlecht ab, wobei weibliche Exemplare größer werden als männliche. Entsprechend schwankt das Gewicht der Schlange.

Wie Beute gemacht wird

Die Nahrung der Baumpython besteht aus kleinen Säugetieren sowie Vögeln und Insekten. Gejagt werden sie sowohl tagsüber wie nachts.

Jungtiere sind eher tagesaktiv, während ausgewachsene Exemplare ihre Jagdtätigkeit bevorzugt auf die Nacht ausdehnen. Beute wird sowohl in luftiger Höhe, wo sich die Schuppentiere bevorzugt aufhalten, wie am Boden gemacht.

Dabei lauert die Baumpython dem avisierten Beutetier so lange und bewegungslos auf, bis ein geeigneter Moment und ein passender Abstand gegeben sind. Sobald die Beute näher als 40 Zentimeter an die Schlange herangerückt ist, wird sie attackiert.

Standorttreue Schlange

Die Baumpython besitzt ein territoriales Verhalten, was bedeutet, dass sie so lange in einem bestimmten Gebiet jagd, wie sie dort Nahrung findet.

Schneidet man ihr den Nachschub ab, verlegt sie ihre Aktivitä1ten in ein anderes Areal. Fachmännisch spricht man in diesem Zusammenhang von “Standorttreue”.

Anschaffung und Haltung

Schlangen der Gattung Baumpython dürfen in Deutschland ohne gesonderte Genehmigung gehalten werden. Jedoch sind sie gegenüber der jeweiligen Landesbehörde meldepflichtig.

Import wie Export der Baumpython sind genehmigunspflichtig. Der Verkäufer/Züchter ist verpflichtet, ein Herkunftszeugnis auszustellen. Weiterführende Regelungen sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

Die Anschaffungskosten im Falle einer Baumpython liegen zwischen einem dreistelligen und einem vierstelligen Betrag.

Lieber allein als zu zweit

Baumpythons sind Einzelgänger und sollten nur in Ausnahmefällen zu zweit gehalten werden. Gegenüber Artgenossen reagieren sie bisweilen gereizt und distanziert.

Auch Futterneid kann ein Thema sein. In jedem Fall sollte das Terrarium bei einer Doppelhaltung groß genug sein, damit sich die Tiere aus dem Weg gehen können.

Ein Männchen und ein Weibchen verhalten sich naturgemäß untereinander harmonischer als zwei Männchen oder zwei Weibchen.

Anforderungen an das Terrarium

Die Haltung der Baumpython sollte in Gefangenschaft in einem Terrarium erfolgen. Dieses muss eine entsprechende Höhe besitzen, da sich die Tiere in freier Natur bevorzugt in Bäumen aufhalten.

Allerdings sollte das Terrarium eine Höhe von 2 Meter nicht überschreiten. Längsseits darf es rund einen Meter messen, während die Breite circa 60 Zentimeter zu betragen hat.

Zu große Terrarien können Probleme mit sich bringen, da in diesen oft ein Temperaturgefälle herrscht, was der Schlange nicht entgegenkommt. Sie hat es gern durchgängig feuchtwarm (30 Grad, hohe Luftfeuchte).

Das Terrarium hat zwingend über Ruhezonen wie Äste, Pflanzen und Lianen zu verfügen. Zudem ist ein wässriger Rückzugsort nicht von Nachteil. Die Bodengrundierung des Terrariums sollte aus Erde bestehen.

Geschlechtsunterschiede

In der Regel sind weibliche Baumpythons größer als ihre männlichen Artgenossen. Das Männchen erreicht eine Länge zwischen 1,50 und 1,80 Meter. Das Weibchen bringt es auf bis zu 2 Meter.

Entsprechend rangiert das Gewicht des weiblichen Exemplares über dem des männlichen. Das Weibchen wiegt nach erfolgter Fütterung rund 2 Kilogramm, während das Männchen maximal 1,4 Kilogramm auf die Waage bringt.

Alleinerziehende Muttertiere

Baumpythons legen Eier. Ihre Geschlechtsreife erreichen sie nach spätestens drei Jahren. Nach erfolgter Paarung mit einem oder mehreren maskulinen Exemplaren, zieht sich das weibliche Tier zurück und stellt die Nahrungsaufnahme ein.

Die Suche nach einem Ablageort für die Eier endet meist in Höhlen oder im Gefüge anderer schutzbietender Brutplätze. Die Trächtigkeitsdauer umfasst 80 Tage, wonach das Weibchen zwischen 10 und 30 Eier ablegt.

Das Männchen ist weder in die Phase der Schwangerschaft noch in die anschließende Brutpflege involviert.

Futter und Ernährung

Die Nahrungsaufnahme zu unterschiedlichen Tages- und Nachtzeiten, je nach Altersstruktur des Tieres. Jungexemplare jagen bevorzugt bei Tageslicht, erwachsene Pythons eher in der Dämmerung oder bei Nacht.

Die Ernährung besteht in der Regel aus Säugern, wobei von kleinen Mäusen bis zu ausgewachsenen Ratten alles verspeist wird, was nicht rechtzeitig die Flucht ergreift.

In Einzelfällen gelingt es der Baumpython, einen Vogel oder einen Schmetterling zu erlegen. Auch Echsen und andere Kriechtiere stehen auf dem Speiseplan der Python.

Eingewöhnung und Umgang

Die Eingewöhnungsphase unterliegt zeitlichen Schwankungen und ist von Schlangenart zu Schlangenart verschieden. So kann es sein, dass der Baumpython 2 Wochen zum Akklimatisieren in ihrer neuen Umgebung reichen.

Der Prozess kann aber auch 4 Wochen dauern. Der Bewegungsradius des Tieres nimmt mit wachsender Akklimatisierung zu.

Mondlichtlampe hilft

Um die Phase der Eingewöhnung zu verkürzen beziehungsweise zu erleichtern, sollte der Halter eine Mondlichtlampe im Terrarium installieren.

Das bläuliche Licht imitiert die Beleuchtung in freier Natur und erinnert die Schlange an ihren natürlichen Lebensraum. Sinnvoll scheint in diesem Zusammenhang das Verwenden einer LED-Lampe. Sie spart Energie und heizt das Terrarium nicht unnötig auf.

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