Verstopfung
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Die Angaben auf diesen Seiten dienen ausschließlich als erste Anhaltspunkte, um bei Beratungsstellen und Tierärzten gesicherte Diagnosen und Behandlungsmethoden zu erfragen. Trotz größter Sorgfalt kann keine Verantwortung für die Richtigkeit von Diagnosen, Behandlungsvorschlägen und Tipps übernommen werden.

Symptome

Äußere Symptome

  • Verdickungen am Körper, besonders am Unterleib
  • Fische koten nicht.
  • Fische klemmen die Flossen.

Verhalten

  • Fische fressen nicht.
  • Fische schaukeln leicht hin und her.
  • Fische werden träge.

Innere Symptome

Fotos

Ein Klick auf ein Foto zeigt das ganze Bild, soweit vorhanden.


Foto: Carsten Geissler

Skalar mit Verstopfung



Fotos: Alp (Forum)

Zwerfadenfischweibchen mit dickem Bauch. Der Bauch wurde nach Fütterung einer Zucchini schnell dick und schwoll innerhalb einiger Tage wieder ab.

Ursachen

Eine Verstopfung kann durch verdorbenes Futter, einen Tumor oder durch eine Darmerkrankung durch Darmflagellaten, Würmer oder Bakterien verursacht werden, durch die der Darmausgang verengt wird. Vor der Engstelle sammelt sich Kot an und verursacht eine Verdickung. Manchmal überfrisst sich ein Fisch auch und leidet deshalb unter Verstofung. Besonders Skalare überfressen sich gerne. Manchmal kann man beobachten, dass die Verdickung nach dem Fressen jeweils dicker wird und dann nach und abnimmt.

Bei jungen Fischen, kleinen Fischarten und bei Fischen mit geschwächter Darmtätigkeit können sich die Schalen von Artemiaeiern im Darm ansammeln und im Extremfall zu einer Verstopfung führen. Artemia sollten vor der Verfütterung deshalb sorgfältig von den Schalen getrennt werden.

Behandlungsvorschläge

Je nach Ursache wird gegen Darmflagellaten, Würmer oder bakterielle Infektionen behandelt.

Wenn keine eindeutige Ursache festgesellt werden kann, kann die Temperatur langsam bis auf 30° erhöht werden, wenn die Fische diese Temperatur vertragen. Durch die Temperaturerhöhung wird der Stoffwechsel angeregt und die Verstopfung kann sich möglicherweise lösen.

Fressen die betroffenen Fische noch, können abführende Mittel mit dem Futter verabreicht werden. Dazu tränkt man einige Flocken Trockenfutter in Rhabarber- oder Rhizinusöl. Alternativ wird Bittersalz (Magnesiumsulfat) in das Futter gemischt oder ca. 12 bis 15 mg je 100 Liter Wasser in das Aquarium gegeben. Auch einige Tropfen Knoblauch im Futter werden als verdauungsanregend empfohlen. Die Fütterung von Wasserflöhen kann auch helfen.
Helfen kann auch eine ganz leichte Massage, bei der man mit ganz leichtem Druck vorsichtig die Verstopfung löst.

Verstopfungen vorbeugen kann man durch das Füttern von Naturjoghurt oder Magerquark. Dazu wird etwa einmal pro Woche etwas Naturjoghurt oder Magerquark in das Aquarium geben. Es sollten nur kleine Mengen auf einmal gegeben werden, da im Wasser leicht viele kleine Flocken entstehen.

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