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Krankheiten -> Behandlungen -> Tötung

Die Angaben auf diesen Seiten dienen ausschließlich als erste Anhaltspunkte, um bei Beratungsstellen und Tierärzten gesicherte Diagnosen und Behandlungsmethoden zu erfragen. Trotz größter Sorgfalt kann keine Verantwortung für die Richtigkeit von Diagnosen, Behandlungsvorschlägen und Tipps übernommen werden.

Auch bei bester Pflege kommt es vor, dass ein Fisch unheilbar krank wird. Wenn sich ein Fisch erkennbar quält und keine Aussicht auf Heilung besteht, stellt sich die Frage, wie der Fisch von seinem Leiden erlöst werden kann.

Die hier vorgestellten Methoden töten den Fisch schnell und sicher, ohne ihm zusätzliche Qualen zu bereiten.

Herzstich/Kiemenschnitt

Mit einem scharfen Messer, einer Strick- oder Nähnadel von unten zwischen den Brustflossen in Richtung Kopf stechen. Der Tod tritt unmittelbar ein.

Mit einem Skalpell oder scharfen Messer in die Kiemen in Richtung Schwanzflossen schneiden. Der Fisch erstickt innerhalb von einigen Sekunden.

Vorteil beider Methoden ist, dass der Fisch waidmännisch geschlachtet und sofort tot ist.

Diese Methoden lernt man in jedem Angelkurs und stellen, korrekt ausgeführt, die schnellsten und humansten Methoden dar.

Bei kleinen Fischen sind die Methoden schwer anwendbar. Bei unsachgemäßer Anwendung besteht die Gefahr, dass der Fisch nicht sofort getötet wird und zusätzliche Qualen erleidet.

Genickschnitt

Mit einem scharfen Messer oder einer scharfen Schere wird durch einen schnellen, kräftigen Schnitt das Genick des Fisches durchgeschnitten. Der Schnitt sollte direkt hinter den Kiemendeckeln verlaufen. Bei kleinen Fischen kann der Kopf ganz abgeschnitten werden.

Richtig angewendet ist diese Methode sicher, schnell und schmerzfrei. Allerdings ist es ohne Übung nicht einfach, den Fisch zu halten und an der richtige Stelle schnell und kräftig zu schneiden. Bei größeren Fischen besteht dann die Gefahr, dass ein Schnitt den Fisch nicht sofort tötet und der Fisch zusätzliche Qualen erleidet. Zudem können Fische auch nach dem Durchtrennen des Rückenmarks scheinbare Lebenszeichen zeigen, z.B. zappeln.

Foto: Clas

Durch Nackenschnitt mit Schere mit der rechten Hand getötetes und unmittelbar danach mit kochendem Wasser mit der linken Hand überschüttetes Zwergfadenfisch Weibchen.

Kräftiger Schlag

Der Fisch wird in ein Tuch eingewickelt. Mit einem schweren Hammer wird kräftig auf den Kopf des Fisches geschlagen. Alternativ wird das Tuch kräftig gegen eine feste Oberfläche geschlagen. Weil das Gehirn von Fischen nur relativ locker am Schädel befestigt ist, tritt der Tod sofort ein.

Diese Methode hört sich brutal an, ist richtig ausgeführt aber sicher und schnell. Der Tod tritt so schnell ein, dass der Fisch keine Schmerzen empfindet. Bei zu schwachen oder ungezielten Schlägen besteht aber die Gefahr, den Fisch zu quälen.

Eiswasser

Es wird so viel Salz in warmem Wasser aufgelöst, bis das Wasser mit Salz gesättigt ist, d.h. bis sich kein Salz mehr löst. Dieses Wasser wird mehrere Stunden in ein Gefrierfach oder in eine Tiefkühltruhe gestellt. Durch das Salz wird das Wasser eiskalt, ohne zu gefrieren. Die Temperatur sollte unter -16° sinken. Ein kleinerer Fisch, der in dieses Wasser gesetzt wird, stirbt sofort, ohne Schmerzen zu empfinden.

Kleinere Fische sind praktisch sofort tot. Bei größeren Fischen ist unklar, wie schnell sie wirklich sterben und ob sie nicht doch Schmerz dabei empfinden. Durch den Kälteschock wird die Empfindung des Kältereizes aber blitzschnell unterbunden. Wahrscheinlich versagt durch den Kältschock der Kreislauf sofort, das Herz bleibt stehen und alle Lebensfunktionen kommen zum Erliegen.

Statt Wasser kann 50-70prozentiger Alkohol verwendet werden, z.B. Isopropanol. Dabei bilden sich auch am Gefäßrand keine Eiskristalle.

Die Temperatur wird am Besten mit einem Thermometer gemessen. Anhaltspunkte gibt die Sternkennzeichnung von Gefrierfach oder Gefrierschrank bzw. Tiefkühltruhe. Bei der Kennzeichnung mit drei Sternen herrscht eine Temperatur von -18° Celsius. Bei Viersternekennzeichnung liegt die Temperatur bei mindestens -18° Celsius und kälter. Dazu muss das Gefrierfach regelmäßig abgetaut werden, weil eine dicke vereiste Schicht an den Wänden die Kältewirkung verschlechtert.

Nelkenöl

Das grundsätzliche Verfahren.

In einem Behälter mit Aquarienwasser werden je Liter Wasser mindestens vier Tropfen Nelkenöl aus der Apotheke aufgelöst. Es ist sinnvoll, die benötigte Menge Nelkenöl zuerst in einer kleinen Menge warmen Wassers aufzulösen. Das Wasser wird kräftig geschüttelt. Die entstandene Mischung wird dann in ein Gefäß mit dem Fisch geschüttet. Alternativ kann der Fisch erst in das Wasser gesetzt werden, wenn das Nelkenöl und das gesamte benötigte Wasser gut vermischt sind.
Wenn das Nelkenöl einfach in das Wasser gegeben wird, bilden sich Öltropfen an der Oberfläche und es vermischt sich sehr schlecht mit dem Wasser. Es dauert dann länger, bis der Fisch betäubt ist und es wird eine größere Menge benötigt. Wenn ein Fisch unvermischtes Öl schluckt, kann es möglicherweise zu Krämpfen kommen. Sichere Erkenntnisse liegen dazu nicht vor. Im Todeskampf verkrampfen Fische häufig auch bevor die Betäubung wirkt, trotz des Nelkenöls.

Methode mit Spritze.

Gut verteilt wird das Öl, wenn die benötigte Menge in eine Spritze aufgezogen wird. Einige Milliliter Wasser und etwas Luft werden dazu gefüllt. Die Spritze wird stark geschüttelt, bis eine milchig weiße oder trübe Emulsion aus Öl, Wasser und Luft entsteht. Diese Emulsion wird mit hohem Druck aus der Spitze in das Wasser gespritzt. Damit sich das Öl gut verteilt, wird das Wasser dabei zusätzlich umgerührt.

Methode mit Liquizellflasche und Haribodose.

Statt einer Spritze kann gut aus dem Aquarienhandel eine kleine, leere Flasche Liquizell der Firma Hobby benutzt werden. Als Behälter für kranke Fische bis etwas zur Größe von Zwergbuntbarschen eignen sich gut runde 1 Kilogramm Dosen der Firma Haribo.
In eine gut gereinigte Haribo-Dose wird ein Liter Aquarienwasser gefüllt und das kranke Tiere eingesetzt.
Der Deckel der Flasche Liquizell wird abgeschraubt und die Flasche mit Aquarienwasser gefüllt. Dazu werden ca. 20 Tropfen Nelkenöl getropft. Der Deckel wird aufgeschraubt und mit der Kappe verschlossen. Die Flasche wird dann ca. 5 Minuten kräftig geschüttelt, bis die Emulsion entsteht. Die Kappe wird abgezogen und die Emulsion in den Behälter mit dem kranken Fisch gespritzt.
Ca. 5 Zentimeter große Zwergbuntbarsche sind nach 1 bis 2 Minuten tot.

Die Wirkungsweise.

Durch das Nelkenöl wird der Fisch betäubt. Bei der empfohlenen Menge wird die Atmung des Fisches gelähmt, so dass er während der Betäubung erstickt, ohne zu leiden.
Der Fisch wird immer ruhiger und die Muskeln entspannen. Schließlich legt sich der Fisch auf die Seite. Er schläft ein und verliert das Bewusstsein. Zum Schluss stirbt er an einem Atemstillstand.

Diese Methode ist eine sichere und schonende Vorgehensweise, die von jedem Aquarianer angewendet werden kann.

Die Dosierung.

Zur Dosierung gibt es unterschiedliche Erfahrungen. Teilweise wird empfohlen den Fisch zunächst mit 4 Tropfen je Liter zu betäuben und dann noch einmal 20 Tropfen je Liter nachzufüllen. Auch die Variante, direkt 20 Tropfen je Liter zu verwenden, sollte den Fisch sicher töten. Nach anderen Angaben sollten 0,5 Milliliter Nelkenöl je Liter Wasser verwendet werden, aber auf keinen Fall mehr. Die Begründung ist nicht bekannt.

Die Wodkamethode.

Die folgende Methode ist vermutlich am Besten geeignet, Aquarienfisch zu töten:

  1. Aquarienwasser in einen Messbecher oder je nach Fischgröße ein anderes Gefäß schütten.
  2. Die Wassermenge im Messbecher aufschreiben.
  3. Den Fisch in den Messbecher setzen.
  4. Wenn der Messbecher durchsichtig ist, den Messbecher mit einem dunklen Tuch umwickeln, um den Fisch zu beruhigen.
  5. Einen kleinen, sauberen Becher, ein Glas oder eine kleine Flasche mit Aquarienwasser füllen, wobei oben etwas Platz bleiben muss.
  6. Je nach Fischgröße 1 bis 4 Tropfen Nelkenöl je Liter Wasser im Messbecher in den kleinen Becher tropfen.
  7. Den kleinen Becher kräftig schütteln, bis eine milchig-weiße Emulsion entsteht.
  8. Ungefähr ein viertel der Emulsion in den Messbecher schütten.
  9. Nach ca. 10 Minuten liegt der Fisch wie tot auf dem Boden und atmet nur noch ganz leicht. Ist das nach 10 Minuten noch nicht der Fall, wird der kleine Becher mit der Emulsion wieder geschüttelt und die gleiche Dosis Emulsion in den Messbecher gegeben.
  10. Wenn der Fisch auf dem Boden schläft, 20 bis 25% der aufgeschriebenen Menge eines Alkohols aus Getreide, z.B. Wodka, in den Messbecher füllen. Z.B. auf 240 Milliliter Wasser, 60 Milliliter Wodka geben. Den Fisch mindestens 20 Minuten in der Mischung lassen.
  11. Nach ca. 20 Minuten prüfen, ob sich die Kiemen noch bewegen. Wenn sich die Kiemen 60 Sekunden lang nicht bewegen, ist der Fisch gestorben.

Es ist falsch, den Wodka mit dem Nelkenöl zusammen zu verwenden. Der Wodka wird erst in einem zweiten Schtitt verwendet, wenn der Fisch schon durch das Nelkenöl betäubt ist. Für einen unbetäubten Fisch ist Wodka zu stressig.

Nelkenöl und Labyrinthfische

Es werden teilweise Bedenken geäußert, Nelkenöl bei Labyrinthfischen anzuwenden. Demnach besteht die Befürchtung, dass Labyrinthfische in Panik geraten und qualvoll ersticken, wenn sie aufgrund der Betäubung vergeblich an der Wasseroberfläche nach Luft schnappen wollen. Das analoge Argument müsste dann aber auch für Fische gelten, die nur über Kiemen atmen, wenn aufgrund der Bewegungsunfähigkeit kein Wasser an den Kiemen vorbei strömt. Die meisten Labyrinthfische atmen zudem auch über Kiemen und atmen nur in besonderen Fällen über das Labyrinthorgan. Es ist davon auszugehen, dass alle Fischarten vollständig betäubt sind, bevor eine qualvoller Erstickungstod droht.
Zur Sicherheit können Labyrinthfische in 3 bis 4 Zentimeter hohes Wasser gesetzt werden. So kommen sie bequem an die Oberfläche, bis die Betäubung wirkt.

Eine andere Befürchtung ist, dass sich Nelkenöl auf dem Labyrinthorgan ablagern könnte und Labyrinthfische qualvoll ersticken könnten. Warum Nelkenöl zum Ersticken von Labyrinthern führen sollte, aber nicht zum Ersticken von Fischen, die nur Kiemen haben, ist unklar. Sowohl für aufgelöstes Öl, als auch für nicht aufgelöstes Öl, ist eine unterschiedliche Wirkung auf Kiemen und Labyrinthorgane nicht bekannt.

Bestätigungen aus der Praxis für Probleme bei richtiger Anwendung von Nelkenöl speziell bei Labyrinthern gibt es scheinbar nicht. Erfahrungen mit der Anwendung von Nelkenöl bei Labyrinthfischen gibt es.

Probleme der Anwendung bei Labyrinthfischen und anderen Fischen werden vermutlich durch zu schlechte Durchmischung von Nelkenöl und Wasser verursacht, bei der sich keine Emulsion bildet.

Lidocain - Terpentin - Nikotin

Eine weitere schnelle und schmerzfreie Tötungsmethode ist die Betäubung des Fisches mit Lidocain. Lidocan ist rezeptfrei in der Apotheke als Hydrochlorid erhältlich.
Eine genaue Dosierungsempfehlung ist nicht bekannt. 0,5 Gramm auf 100ml Wasser sollten den Fisch ausreichend betäuben. Evtl. wird auch die Atmung gelähmt, da es über die Schleimhäute der Kiemen aufgenommen wird.
Nach ca. drei Minuten wird ein Gemisch aus 50ml Terpentinersatz und einer in heißem Wasser aufgelösten Zigarette in das Behältnis mit dem Fisch gegeben. Eine Zigarette wird in 50-100ml heißem Wasser aufgelöst. Schwebstoffe und Tabak können mit einem Sieb zurückgehalten werden. Mittelgroße Fische, in einem konkreten Fall ein Platy,Xiphophorus maculatus, sterben innerhalb einer Sekunde. Durch die vorherige Gabe von Lidocain dürfte das Giftgemisch aus Lösungsmittel und Nikotin kaum noch Schmerzen verursachen.

Andere Empfehlungen lauten den Fisch in einem kleinen Wasserbehälter in einer Lidocain Lösung 2% einzuschläftern. Das Lösung gibt es bei Tierärzten.

MS-222

MS-222 ist ein Betäubungsmittel für Fische. Bei einer Überdosis von 350 Milligramm je Liter Wasser stirbt der zu tötende Fisch nach etwa 10 Minuten.

Anmerkungen zu dieser Seite bis Oktober 2007
unwichtig 217.173.147.xx23.04.2007 22:13 Uhr [X]
Ich nehme an, die Ueberschrift sollte "Genickschnitt" und nicht "Genickschnick" heissen ;-) ...
NH 84.176.46.xxx24.04.2007 17:26 Uhr [X]
Natürlich. Danke
cut.kenberg 89.51.154.xx03.05.2007 21:30 Uhr [X]
"ausgefürht" > in "ausgeführt" (im Kap. Kräftiger Schlag) verbessern
NH 84.176.12.xx04.05.2007 16:20 Uhr [X]
Erledigt ;-). Danke.
Anna 80.171.82.xxx27.09.2007 16:37 Uhr [X]
Hi, ich würde Nelkenöl nicht bei Labyrintern anwenden. Habe gehört, das sie qualvoll ersticken, weil sie das Öl einatmen.
LG
Isabella 91.112.141.xx03.10.2007 18:18 Uhr [X]
Ist das mit nelkenöl kein grausamer tot langsam..!!.. Lg BeLLa
NH 84.176.10.xx04.10.2007 17:43 Uhr [X]
Nein, das ist wie Einschläfern von anderen Tieren.
Anna 80.171.83.xx07.10.2007 15:15 Uhr [X]
Aber Labyrinter holen Luft von der Oberfläche, daher ersticken sie wenn sie Öl einatmen. Bei Kiemanfischen kommt das Öl ja nicht in die Kiemen. Die schlafen langsam ein weil sie keine Luft von der Oberfläche Atmen.
NH 84.176.0.xx07.10.2007 17:04 Uhr [X]
Hallo,

Welche Labyrinther an der Oberfläche atmen, auch wenn genug Sauerstoff im Wasser ist, ist eine Geschichte für sich. Auch Labyrinther haben Kiemen.

Aber das Öl soll ja eben nicht an der Oberfläche schwimmen, sondern untergemischt werden. Bei nicht gut gemischtem Nelkenöl wäre ich nicht sicher, ob nicht auch Öl in die Kiemen kommen kann. Da schwimmt ja nicht nur fein oben.
Johanna 82.83.95.xx01.11.2007 18:17 Uhr [X]
Hallo
ich werde gleich in die Apotheke gehen
und mir Nelkenöl kaufen
denn die anderen sachen traue ich mich nicht
aber es hat mir wirklich sehr geholfen
hoffe nur noch das ich alles richtig mache
wenn es geklapt hat sage ich bescheit


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