Schwarzweißer Teju

Datenblatt Schwarzweißer Teju

Handelsname: Schwarzweißer Teju
Lateinischer Name: Salvator merinae (vormals Tupinambis merianae)
Herkunft: Südamerika (südliches Brasilien, Paraguay, Uruguay, nördliches Argentinien)
Größe: zwischen 1,5 und 1,7 Meter Länge
Lebenserwartung: 15 bis 20 Jahre
Gruppen vs. Einzelhaltung: paarweise
Futter: Fisch und Fleisch; wirbellose Tiere (Grillen, Käfer, Spinnen, Schnecken) bei jungen Tieren
Schwierigkeitsgrad Die Adoption und das Sauberhalten des Terrariums können sich etwas schwieriger gestalten.
Schwarzweißer Teju
Susie Sun, Tupinambis merianae – Teiú, CC BY-SA 4.0

Vom Aussehen her sieht jedes Exemplar etwas anders aus. Charakteristisch sind schwarze Flecken auf weißem Grund.

In der Natur bauen die Echsen Höhlen, in denen sie überwintern. Zu diesem Zweck besitzen sie Krallen, die auch zum Klettern zu gebrauchen sind.

Ihre Zunge ist gespalten und ihre Schnauze lang. Der Schwanz dient als Waffe zur Verteidigung und zum Angriff. Die mit Zahnfleisch bedeckten Zähne sind verhältnismäßig groß und scharf. Wer vom Schwarzweißen Teju gebissen wird, kann sich eine Vergiftung zuziehen – vor allem, wenn sich das Exemplar von Aas ernährt.

Die Winterruhe dauert zwischen vier und sechs Monaten an. Dies ist vom Verbreitungsgebiet abhängig – im südlichen Brasilien dauert der Winterschlaf kürzer an als in Argentinien.

Die Echsen zählen zu den seltenen endothermen Reptilien – sie sind also gleichwarm. Im Herbst und Winter ist ihre Körpertemperatur bis zu 10 Grad Celsius höher als die Umgebungstemperatur.

In Argentinien, Brasilien und Uruguay wird aus dem Schwarzweißen Teju Leder und Fleisch hergestellt. Die Lederwaren werden als exotisch empfunden und sind teuer.

Anschaffung und Haltung

Im Rahmen der Agrarwirtschaft findet die Haltung in Zuchtbetrieben und auf Farmen statt. Für die Anschaffung der Echsen muss man unter Umständen tief in die Tasche greifen, was vor allem auf die Kosten für das Terrariumdes Geheges (sehr viel Platzbard) zurückzuführen ist. Es sollte ein vertrauenswürdiges Zuchthaus ausgewählt werden.

Schwarzweiße Tejus benötigen eine ausreichende Zufuhr an UV-Strahlung und wollen es hell haben. Während die UVB-Strahlung im optimalen Fall 11% betragen sollte, muss die UVA-Strahlung circa 30% betragen.

Anforderungen an das Terrarium

Die Reptilien müssen in einer spezifischen Umgebung leben, die auf ihre Art zugeschnitten ist. Man kann einen rechteckigen, kleinen Raum benutzen (Maße: 2 x 3 Meter oder größer).

Das Substrat sollte 35 Zentimeter oder höher sein und aus Zypressenrinde oder Kokosfasern bestehen. In ihm wird Feuchtigkeit gespeichert.

Idealerweise ist ein Temperaturgradient im Terrarium vorhanden. Während der warme Bereich dort eine Temperatur von 37 Grad Celsius besitzt, erreicht der kühle Bereich nur eine Temperatur von 27 °C. Für die Erzeugung der Wärme dienen UV-Lampen und Wärmedecken.

Eine hohe Luftfeuchte ist ebenfalls charakteristisch für Teju-Terrarien. Der Boden ist mehrmals am Tag mit Wasser zu besprühen. So kommt man auf eine Luftfeuchtigkeit von bis zu 90 %.

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Geschlechtsunterschiede

Männchen werden in der Regel größer als Weibchen; weibliche Exemplare erreichen im ausgewachsenen Zustand eine Länge von einem Meter, Männchen eine Größe von 1,4 Metern.

Letztere leben als Nomaden, wobei bei den Weibchen häufiger Schwierigkeiten mit anderen Artgenossen beobachtet werden können. Im ersten Lebensjahr benötigen die Männchen besonders viel Vitamin B1 und Calcium, da sie innerhalb dieser kurzen Zeit vollständig auswachsen.

Es ist sehr wichtig, dass Weibchen im Terrarium einen Eiablageplatz zur Verfügung haben, der für sie leicht zu erreichen ist.

Die Eierablage erfolgt unter Laubblättern. Das Weibchen legt dort 65 Eier am Stück ab. Vier Monate nach der Ablage schlüpfen die Echsen.

Salvator merianae
Bernard DUPONT from FRANCE, Argentine Black and White Tegu (Salvator merianae) male – Flickr – berniedup, CC BY-SA 2.0

Futter und Ernährung

In der freien Natur sucht die Schuppenechse sehr lange, um an Nahrung zu kommen. Für die Futtersuche bewegt sie sich mehrere Kilometer weit weg.

Dies hat einen hohen Energieverbrauch zur Folge. In jedem Fall besitzt der Schwarzweiße Teju keinen festen Lebensraum, den er in Anspruch nimmt.

Besitzer und Halter des Schwarzweißen Tejus sollten im Hinblick auf die Nahrungsgabe auf die Uhrzeiten achten, da die innere Uhr des Tieres über die Ernährung eingestellt wird.

Sie können dem Schwarzweißen Teju nicht nur Schnecken, Spinnen und andere tierische Produkte zum Fressen geben, sondern auch Eier und Früchte.

Ihre Beute erliegt die große Echse in der freien Wildbahn durch den Schütteltod. Größere Lebewesen werden durch die Krallen auseinandergerissen. In der Regel startet die Nahrungssuche frühmorgends.

Eingewöhnung und Umgang

Für die Pfleger und Besitzer der Tiere läuft die Eingewöhnungszeit im Allgemeinen relativ schnell und einfach ab. Dies liegt daran, dass Schwarzweiße Tejus neugierig und folgsam sind.

Sie orientieren sich sogar an dem Verhalten der Menschen und beobachten Personen. Hundetrainer haben es geschafft, die Tiere zu dressieren, damit sie ihren Pflegern immer hinterherlaufen. Dies besagt eine Publikation von Sisco und Varnyard.

Menschen, die das Reptil als Haustier halten, müssen sich dem Tier aktiv annähern. Die Interaktionwn ihrerseits finden nicht so aktiv statt wie bei Katzen und Hunden. Allerdings kann man das Haustier anfassen, teilweise auch umarmen.

Wer die Verhältnisse im Terrarium einhält und dem Lebewesen ein wenig Platz zur Bewegung gibt, hat sich bereits um die wichtigsten Dinge gekümmert.

Sonstige Fragen

Für wen eignet sich die Echsenart besonders?

Abenteurer und Menschen, die gerne exotische Tiere und Pflanzen halten, werden damit besonders zufrieden sein.

Zur welcher Familie gehört der Schwarzweiße Teju?

Er gehört zur Familie der Schienenechsen. Diese bezeichnet man in der Fachsprache als Squamata. Es handelt sich um einen Echten Tejus in der Reihe der Landwirbeltiere.

Warum kann der Biss eines Tejus giftig sein?

Dies liegt daran, dass die giftigen Reststücke des Aases noch im Mund sind.

Worauf muss ich bei der Fütterung aufpassen?

Als Pfleger sollten Sie dem Tier nich zu viel auf einmal zu fressen geben, da es ansonsten verfettet.

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