Federlinge – eine Vogelkrankheit

Es gibt einige Krankheiten, die bei Vögeln auftreten können. Viele von ihnen sind unbedenklich, wenn sie schnell behandelt werden, doch unentdeckte Krankheiten können gefährlich werden. Deshalb ist es wichtig, die Tiere zu beobachten und regelmäßig zu kontrollieren, ob sich in ihrem Verhalten oder Aussehen etwas verändert.

Eine der häufigsten Vogelkrankheiten sind die Federlinge. Dabei handelt es sich um Parasiten, die im Gefieder des Vogels leben und sich dort vermehren. Deshalb werden sie Ekto- oder auch Außen-Parasiten genannt. Je nach Vogelart unterscheiden sich auch die Arten der Federlinge. So entstehen zum Beispiel Nymphensittich-Federlinge und Kanarien-Federlinge.

Die Symptome

Da die Parasiten im Gefieder des Vogels leben, verändert sich dessen Aussehen. In den meisten Fällen wirkt es rau, filzig und matt. Dies ist besonders gut an den Flügeln zu erkennen, da sich die Federlinge dort am häufigsten einnisten. Die Veränderungen sind natürlich auch dem Vogel bewusst. Er putzt sich häufiger, um die Parasiten loszuwerden. Wenn dies auffällt, sollte es also ein Alarmsignal für den Halter sein.

Deutlichere Symptome treten erst auf, wenn sich die Federlinge bereits stark vermehrt haben. Dann sind Fraßspuren am Flügelgefieder deutlich und es kann seine wasserabweisende Wirkung verlieren. Weitere Symptome, die der Federlingbefall auslösen kann sind Störungen der Körpertemperaturregulierung, Blutarmut, gerötete Haut und das Ausfallen der Federn.

Mögliche Ursachen

Wie die meisten Parasiten wird der Federling bei direktem Kontakt zwischen zwei Vögeln übertragen werden. Bei freilebenden Tieren kann die Paarungszeit ein solcher Kontakt sein. Beim Berühren des infizierten Gefieders können Eier des Federlings am Gefieder des anderen Vogels hängen bleiben. Innerhalb kürzester Zeit schlüpfen die Parasiten und sind nach drei bis fünf Wochen ausgewachsen. Dann können sie neue Eier legen und sich in kurzer Zeit schnell vermehren.

Doch nicht nur beim Kontakt mit einem infizierten Vogel können die Federlinge übertragen werden. Auch verschiedene Insektenarten tragen den Parasiten mit sich und können ihn an Vögel weitergeben. Zu den Insekten zählen beispielsweise Mücken. Für Vögel, die im Käfig in einem Haushalt leben, ist dies besonders gefährlich, weil sie nur wenig Möglichkeiten haben, dem Insekt auf engem Raum auszuweichen.

Ischnocera als eine Art der Federlinge
Lajos.Rozsa, Strigiphilus sp., als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Behandlungsmethoden

Wenn man die Federlinge frühzeitig erkennt und konsequente Maßnahmen einrichtet, hat der betroffene Vogel eine sehr hohe Überlebenschance. Wichtig ist, dass man schnellstmöglich den Tierarzt aufsucht, wenn man einen Federling-Befall vermutet. Dieser überprüft das Gefieder und untersucht den Vogel auf Vorerkrankungen. Denn ist das Immunsystem des Vogels geschwächt oder die Körperfunktionen beeinträchtigt, kann er sich bedeutend schneller mit Parasiten oder Pilzen infizieren.

Um die Federlinge loszuwerden, muss in regelmäßigen Abständen ein Insektizid auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Dieses puderförmige Mittel wird von dem Vogel gut vertragen. Neben der Behandlung sollte man sich zudem um den Käfig des Vogels kümmern. Alle Geräte zu Putzen und Desinfizieren, ist ein Muss. Außerdem sollte für neuen Sand oder Streu gesorgt werden, um alle Parasiten und Ansteckungsmöglichkeiten zu beseitigen.

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