Zwerghamster

 

Datenblatt Zwerghamster

Deutscher Name: Zwerghamster
Wissenschaftlicher Name: Cricetulus und Phodopus
Herkunft: Nordasien, Nordosteuropa
Größe: zwischen 6 und 12 cm
Haltung und Verhalten
Verhalten / Besatz: dämmerungsaktiv
Gruppen- vs. Einzelhaltung: Einzelhaltung
Futter: Gemüse, Obst, Trockenfutter, Nüsse, Insekten, Quark, Ei
Schwierigkeitsgrad: Anfänger
Zwerghamster
© Aliaksei Hintau ID: 24667290 stock.adobe.com
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Eckdaten / Grundinformationen

Es sind 20 Arten des Zwerghamsters bekannt. Die bekanntesten heißen Dsungarischer Zwerghamster, Roborowski-Zwerghamster sowie Campbell-Zwerghamster.

Alle Arte stammen aus Nordasien und Nordosteuropa, wo sie in Steppen, Halbwüsten und Wäldern leben.

Manche Arten lassen sich nicht so leicht unterscheiden, doch manche Zwerghamster sind kleiner als andere. Jede Art gibt es in diversen Farben wie weiß, braun, schwarz, grau oder gefleckt.

Zwerghamster tendieren zum Einzelgängertum. Tierhalter sollten davon absehen mehrere gleichgeschlechtliche Hamster gemeinsam zu halten, da es sonst zu brutalen Rangkämpfen kommen kann. In der Dämmerung sowie in der Nacht werden die Zwerghamster aktiv und am Tag benötigen sie genügend Ruhe. Jedoch sind sie in der Lage, sich ihrem Halter und einem veränderten Tagesrhythmus anzupassen.

Anschaffung und Haltung

Viele Eltern kaufen ihren Kindern einen Zwerghamster zum Einstieg. Dies ist nicht empfehlenswert, da diese keine geeigneten Spielkameraden für kleinere Kinder sind. Die Hamster werden nervös und können wegen ihrer zarten Knochen auch von Kinderhänden verletzt werden.

Die kleinen Nagetiere sind außerdem scheu und sind vorwiegend für Beobachter geeignet. Nur, wer sich jeden Tag mit ihm beschäftigt, wird ein zahmes Tier erhalten. Geduld und reichlich Zeit sind also erforderlich.

Zwerghamster in der Hand
© kulthiwat ID:168317992 stock.adobe.com

Vor einem Zwerghamsterkauf sollten sich Interessenten diese Fragen stellen:

  • Habe ich Allergien oder könnten Allergien auftreten?
  • Ist jeder in der Familie mit dem Kauf einverstanden?
  • Passt er ins finanzielle Budget (Anschaffungskosten und laufende Kosten)?
  • Habe ich in den nächsten Jahren ausreichend Zeit für ein Tier?
  • Wer kümmert sich um den Zwerghamster, wenn ich im Urlaub oder im Krankenhaus bin?
  • Sind meine Kinder reif genug, um sich an den Tagesrhythmus des Hamsters zu gewöhnen?
  • Welches Haustier ist die bessere Alternative?
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Zwerghamster verhalten sich neugierig und quirlig, weshalb es viel Spaß macht, sie zu beobachten. Bei Dämmerung und Nacht sind sie aktiv, wobei sie sich besonders gern in Aufbauten unter der Erde aufhalten. Sie sind zwar recht pflegeleicht und durch ihre Kulleraugen sehr niedlich, doch sie sind keine geeigneten Haustiere für jüngere Kinder. Ältere sowie verantwortungsbewusste Kinder können sich aber liebevoll um einen Zwerghamster kümmern.

Gitterstäbe in Käfigen sind kein Hindernis für Zwerghamster, das heißt, sie können schnell entwischen. Daher sind solche Käfige für Zwerghamster ungeeignet. Es ist falsch, dass sie aufgrund ihrer geringen Größe wenig Platz benötigen. Es ist schwer, die kleinen Nager sicher freilaufen zu lassen, daher sollte ihr Käfig möglichst groß sein, damit sie ausreichend Bewegung bekommen, die sie auch brauchen.

Der Zwerghamsterkäfig sollte ein Mindestmaß von 100 × 50 × 50 Zentimetern besitzen und auch über eine dicke Schicht Einstreu (20 Zentimeter) verfügen, in die er sich eingraben kann. Der Käfig darf natürlich noch größer sein.

Besonders wichtig ist, dass der Zwerghamster in seinem Käfig einige Versteckmöglichkeiten vorfindet. Das können Pappröhren, Korktunnel sowie Holzhäuschen zum Schlafen sein. Der Hamster freut sich auch über Beschäftigungsmöglichkeiten, zum Beispiel Äste zum Zernagen.

Zur Fellpflege badet ein Zwerghamster gern in Sand. Das macht er von Natur aus, um Parasiten loszuwerden. Dazu eignet sich ein Behälter, der idealerweise mit Sand für Chinchillas gefüllt wird. Dieser Sandbehälter, die Fressnäpfe und Trinkbehälter stehen am besten erhöht und standsicher.

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Ein Freilauf im Raum ist für nicht empfehlenswert, weil er hierbei schnell verschwinden kann und unter Umständen unauffindbar ist. Ein zahmer Hamster kann aber gern innerhalb einer eingegrenzten Fläche laufen, wo er immer im Blick ist.

Anforderung an die Haltung

Das Zuhause eines Zwerghamsters sollte selbstverständlich artgerecht gestaltet werden. Wenn der Platz nicht für einen großen Käfig ausreicht, kann ein kleinerer Käfig mit mehreren Ebenen eingerichtet werden, die dieses Manko ausgleichen. Weniger als einen halben Quadratmeter Grundfläche sollte ein Hamsterkäfig aber niemals haben. Ein Quadratmeter Grundfläche ist eine Empfehlung.

In einem Zwerghamsterkäfig sollten sich diese Utensilien befinden:

  • Schlafhäuschen zum Ausruhen und Zurückziehen
  • Futternapf aus Steingut oder Porzellan
  • Tränke
  • Hamstertoilette
  • Etwas Kleintierstreu und Heu bieten ein gutes Versteck.
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Die Reinigung des Hamsterkäfigs gelingt gut, wenn der Boden aus Kunststoff besteht und herausnehmbar ist. Wenn der Käfig Gitterstäbe hat, sollten sie horizontal angeordnet sein, da der Hamster sich in vertikalen Gitterstäben einklemmen kann.

Käfige aus Holz sind ebenfalls geeignet, denn ihre Belüftung ist besser als die von Aquarien, die schnell sehr stickige Luft entwickeln können.

Ein Zwerghamsterkäfig lässt sich auch selber herstellen. Beim Auswählen der Materialien ist auf einige Dinge zu achten. Wenn das Holz unbehandelt ist, ist es aufgrund seiner Ungiftigkeit durchaus gut geeignet, doch der Hamsterurin zieht schnell ins Holz ein, wenn das Tier das Holz statt sein Einstreu oder den Sand als Urinal benutzt. Bei einer ausreichend dicken Einstreuschicht (mindestens 20 Zentimeter) und einem festen Platz für das Hamster-WC sollte dies in der Regel nicht vorkommen.

Manche Holzarten eignen sich nicht für einen Hamsterkäfig. Das sind zum Beispiel Nadelbaumhölzer wie Fichte, Kiefer oder Tanne, da sie Öle und Harze enthalten sowie Eichenholz aufgrund seiner Gerbsäure. Ideale Hölzer sind Buchen, Birken oder Pappeln.

Gegenstände, die dem Hamster zum Klettern dienen, sollten in einer Höhe von höchstens 20 Zentimetern angebracht werden. Zwerghamster sind ungeschickte Kletterer und schätzen Höhen falsch ein, sodass bei einem Absturz Verletzungsgefahr besteht. Optimal ist ein Käfig mit einigen Räumen oder dass das Schlafhäuschen aus mehreren Kammern besteht, denn das ähnelt seinem wirklichen Lebensraum.

Geschlechtsunterschiede

Bei Männchen besteht ein größerer Abstand zwischen den Geschlechtsorganen und dem After.

Futter und Ernährung

Das optimale Futter besteht zur Hälfte aus pflanzlichem Trockenfutter und zur anderen Hälfte aus frischem Futter und tierischen Proteinen.
Das Trockenfutter ist in Form von Futtermischungen erhältlich. Es sollte wenig Zucker und Fett enthalten, doch der Proteingehalt darf gern 15 Prozent betragen.

Eingewöhnung und Umgang

Wenn er sich erst einmal versteckt, sollte er zu nichts gezwungen werden. Eine gedämpfte Beleuchtung wird ihm das Hervorkommen erleichtern. Mithilfe einiger Leckerlis wird er sich leichter an seine Besitzer gewöhnen.

Wenn der Nager freiläuft und sich dennoch gut versteckt, helfen Leckerlis ebenfalls, ihn in den Käfig zurückzulocken.

Die Annäherung sollte stets vorsichtig ablaufen. Das Tier erschrickt sich vor ruckartigen Bewegungen. Das Wecken aus dem Schlaf erfolgt am besten mit einem sanften Antippen des Nestes oder Hauses. Dann läuft er zuerst aus seinem Nest. Ein schlafender Zwerghamster sollte nie aus seinem Käfig gehoben werden, denn er könnte erschrecken und zubeißen.

Der Hamster wird am besten in eine Hand oder beide Hände genommen. Er sollte bei Bedarf entwischen können. Das Tier soll sich in der Hand wohlfühlen und merken, dass ihm keine Gefahr droht. Das Hochheben wird erst dann durchgeführt, wenn sich der Hamster an die Hand gewöhnt hat und sich ruhig verhält.

Sanftes Sprechen und Streicheln mögen die Nager, doch Berührungen am Kopf sind zu unterlassen. Wenn das Tier weiß, dass es sicher ist, wird es seinem Besitzer vertrauen und auf ihn warten, bis er wieder herausgehoben wird.

Kinder finden es möglicherweise leichter, beim Hochheben des Zwerghamsters ihre Finger zu spreizen. So schlüpfen seine Beine in die Zwischenräume, sodass er ein wenig abgebremst wird.

Für einen angenehmen Umgang gibt es einige Tipps. Vor dem Öffnen des Käfigs ist ein leichtes Antippen sinnvoll. Der Hamster freut sich, wenn seine Besitzer seinen Namen rufen und kommt dann gern heraus. Er wird besser nicht aus seinem Haus gejagt, sonst könnte er beißen. Die Zeit mit einem Zwerghamster ist jedenfalls eine angenehme Zeit.

Zwerghamster schlafen gern am Tag. Sie können etwas aktiver reagieren, wenn sie ihr Futter am Nachmittag bekommen, wenn ihr Besitzer vom Arbeiten heimkommt.

Sonstige Fragen

Welche Kosten fallen für einen Zwerghamster an?

Ein Zwerghamster kostet etwa 10 Euro. Für den Käfig und weiteres Ausstattungsmaterial fallen aber schnell mehr als 100 Euro an. Dazu kommen laufende Kosten von rund 15 Euro, die für Einstreu und Futter anfallen. Es könnte auch einmal ein Tierarztbesuch notwendig werden, sodass die Rücklage eines gewissen Geldbetrages sinnvoll ist.

Haben Zwerghamster besondere Verhaltensweisen?

In freier Wildbahn suchen sich Zwerghamster ihr Futter nachts in Halbwüsten und Steppen. Körner, Samen und weitere essbare Pflanzenteile fressen sie jedoch nicht sofort, sondern sie benutzen die Backentaschen als temporäre Vorratskammern, bis sie in ihrem Bau zurückkommen. Das Gleiche machen auch Zwerghamster in Heimtierhaltung. Sie verstecken Futter im Schlafhäuschen oder graben sich Vorratskammern.

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