Steppenlemming

Datenblatt Steppenlemming

Lateinischer Name: Lagurus lagurus
Herkunft: West- und Zentralasien
Größe:
zwischen 8 und 12 cm
Alterserwartung: bis zu 2,5 Jahren
Verhalten / Besatz: tag- und nachtaktiv
Gruppen vs. Einzelhaltung: mindestens 2 Tiere
Futter: Gemüse, Salat, Insekten
Schwierigkeitsgrad: mittel

Ratgeber zur Haltung von Steppenlemmingen*
  • Müller, Monique (Autor)
  • Zielgruppen-Bewertung:...
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steppenlemming
User:Dawson at the English Wikipedia, Lagurus lagurusCC BY-SA 2.5

Allgemeine Informationen

Lemminge, insbesondere Steppenlemminge stammen aus West- und Zentralasien, vor allem aus Kasachstan. Die hamsterähnlichen Tiere bevorzugen das Gruppenleben und bewegen sich täglich einige Kilometer.

Steppenlemminge besitzen ein graues Fell mit einem Aalstrich, der den ganzen Rücken ziert. Der Bauch des Lemmings ist weiß. Ihre Größe beträgt zwischen 8 und 12 Zentimetern, wobei die Weibchen kleiner als die Männchen sind.

Wie viele Wühltiere leben Steppenlemminge unterirdisch. Die Bauten befinden sich etwa 1 Meter tief im Boden und bestehen aus verschiedenen Kammern. Die Nester der Jungtiere werden mit unterschiedlichen Nistmaterialien ausgestattet, sodass sie sich wohlfühlen.

Die Lemminge sind in ihren Bauten vor dem Gefressenwerden geschützt. Wildlebende Steppenlemminge werden rund 2 Jahre alt, wenn sie nicht das Opfer eines Fressfeindes werden. In der Regel erreichen sie aufgrund der Fressfeinde höchstens ein Alter von einem Jahr.

Sie sind für die Haustierhaltung geeignet und sind recht pflegeleicht. Manche Tiere können zahm werden, doch die Haltung von Steppenlemmingen sollte immer artgerecht, das heißt in großen Käfigen, erfolgen. Die Tiere leben nicht gern allein, daher sollten es mindestens 2 Tiere sein.

Steppenlemminge sind tag- und nachtaktive Tiere, was sie von den nachtaktiven Hamstern unterscheidet. Sie sind zwar am Tag etwas träger, doch sie bewegen sich auch tagsüber im Käfig oder im Laufrad.

Anschaffung und Haltung

Vor der Anschaffung eines Käfigs, sollten sich die zukünftigen Besitzer damit auseinandersetzen, dass die kleinen Nager gern in Gesellschaft leben. Eine Einzelhaltung ist problematisch für sie, da ihre Psyche sehr darunter leiden könnte.

Sollte sich herausstellen, dass sich manche Lemminge in der Gruppe nicht miteinander vertragen, dann sind sie voneinander zu trennen, damit es nicht zu Auseinandersetzungen kommt, bei denen schwere Verletzungen entstehen können.

Weil Lemminge immer in Gruppen zusammenleben sollten, sollte ihr Gehege eine entsprechende Größe aufweisen. Der Käfig sollte an einem Platz stehen, an dem er nicht stört und der auch für die Tiere geeignet ist.

Anforderung an die Haltung (Ausstattung)

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Steppenlemminge dürfen und sollten zusammen in ihrem Gehege leben, da sie ein ausgeprägtes Sozialverhalten haben.

In einem Käfig sollten diverse Bauten verfügbar sein, damit jedem Tier ein zeitweiser Rückzug möglich ist, wenn es ihn möchte.

Ein artgerechter Lemmingkäfig sollte in der Grundfläche mindestens 50 × 100 Zentimeter und in der Höhe 40 Zentimeter betragen. Diese Mindestmaße dürfen gern höher ausfallen.

Lemminge wirken zwar wegen ihrer kleinen Körpergröße so, als benötigten sie kaum Platz, doch wildlebende Tiere laufen jeden Tag viele Kilometer. Daraus wird klar, dass ein zu kleines Gehege auf Dauer problematisch werden könnte.

Größere Käfige können außerdem zweckmäßiger gestaltet werden. So können sich die Steppenlemminge auch mal zurückziehen. Lemminge lieben einen zusätzlichen Auslauf, in welchem sie sich täglich austoben können.

Der Lemmingkäfig sollte in diverse Bereiche eingeteilt werden. Sie brauchen ihre Einstreu, die ihnen das Graben ermöglicht, da sie dies lieben.

Der Käfigboden wird idealerweise mit Einstreu in einer Dicke von etwa 30 Zentimetern ausgekleidet. Auch andere Einstreumaterialien wie Moos oder Sand eignen sich für flache Einstreubereiche zum Spielen.

Lemminge mögen natürlich auf Spielmöglichkeiten, zum Beispiel ein Laufrad. Dieses sollte sich am Käfigboden befinden, damit das Gerät nicht von einer ausgehöhlten Schicht hinabrutscht und den Lemming zerquetscht.

In einem flachen Käfigbereich befindet sich die Futterecke mit den Futternäpfen und dem Trinkwasserbehälter. Die Wassernäpfe sollten nur knapp einen Zentimeter Höhe besitzen, um ein Ertrinken der Tiere zu vermeiden.

Ein paar Versteckhäuschen aus Holz sind ganz praktisch für den Rückzug, auch wenn Lemminge lieber in ihrer Einstreu eingegraben schlafen. Lemminge mögen gern auch einige frische Futterpflanzen im Käfig. Geeignet sind Küchenkräuter oder Gras.

Geschlechtsunterschiede

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Steppenlemminge weisen Unterschiede im Geschlecht auf. Männchen haben eindeutig sichtbare Hoden, während die Weibchen Zitzen besitzen.

Bei Jungtieren ist es nicht so einfach, das Geschlecht zu bestimmen. Weibchen haben einen kleineren Abstand zwischen ihrem Geschlechtsorgan und ihrem After als die Männchen. Die Weibchen besitzen außerdem ein spitz zulaufendes Hinterteil, welcher bei den Männchen flacher ist.

Jungtiere können in eine durchsichtige Box gesetzt werden, um ihr Geschlecht von unten bestimmen zu können, was ganz gut funktioniert.

Futter und Ernährung

Lemminge sind allgemein pflegeleichte Tiere. Dennoch gibt es einige Dinge zu beachten, um das Wohlbefinden der Nager lange zu gewährleisten. Dazu gehört eine gute Ernährung mit reichlich Nährstoffen.

Wilde Lemminge fressen vorwiegend Pflanzen. Moos, Wurzeln und Gras zählen zur täglichen Ernährung, da sie den Nagern schmecken und sie gesund halten. Wenn ein Insekt vorbeikommt, verschmähen sie aber auch dieses nicht.

Zum Hauptfutter der Lemminge zählen aber grüne Pflanzen und Gras, zum Beispiel Löwenzahn, Vogelmiere, Gänseblümchen, Möhren, Salat, Gurken, Samen, Zweige und Blätter, die sie jeden Tag frisch erhalten sollten. Zwischendurch sind auch Kräuter oder Trockengräser in Ordnung.

Lemminge sollten immer an ihr Futter gelangen können, da sie mehrmals am Tag fressen. So erhalten sie all ihre Körperfunktionen. Für Abwechslung sorgt etwas Trockenfutter. Dies sollte aber nur als Zusatzfutter gegeben werden und ersetzt nicht das frische Hauptfutter. Die Lemminge könnten das Trockenfutter ablehnen.

Bei im Handel gekauftem Lemmingfutter ist Vorsicht angebracht, denn manche Sorten eignen sich nicht zur ausgewogenen Ernährung der Nager. Futter mit Zucker oder Zusatzstoffen sind keine gute Idee, denn diese Inhaltsstoffe können den Tieren schaden.

Eingewöhnung und Umgang

Um den Lemmingen die Eingewöhnung zu erleichtern, sollte schon vor ihrer Ankunft alles bereitstehen. Die Nager benötigen Zeit zum Einleben und sollen sich mit ihrem neuen Umfeld vertraut machen.

Dazu gehört ein geeigneter Käfig mit allen wichtigen Einrichtungsgegenständen. Einstreu, Futter sowie Wasser gehören ebenfalls dazu.

Der Lemmingkäfig steht bestenfalls an einer windgeschützten und ruhigen Stelle, um den Tieren Stress zu ersparen. Wer Kinder hat, sollte ihnen erklären, dass die Lemminge erst einmal einige Tage Ruhe brauchen.

Die kleinen Lemminge verfallen körperlich zügig, wenn sie krank sind. Ihre Besitzer sollten schnell zum Tierarzt, sobald sie merken, dass mit dem Tier etwas nicht stimmt.

Eine tägliche Routinekontrolle zur Analyse des Verhaltens ist ratsam. Ein Gesundheitstagebuch lohnt sich für Aufzeichnungen über Auffälligkeiten. Der Tierarzt weiß so gleich, auf welche Dinge er besonders achten sollte und findet so die Diagnose schneller. Durch die tägliche Kontrolle des Fells und der Augen ergeben sich häufig erste Krankheitsanzeichen.

Wilde Lemminge bekommen ihr Futter nicht im Futternapf, sondern müssen es sich selbst suchen. Dieses Verhalten darf gern auch im Käfig gefördert werden. Hierzu lohnt sich das Aufhängen von Grünpflanzen und Zweigen im Käfig. So haben die Tiere Spaß und können jederzeit fressen. Außerdem sind die Nager dadurch aktiv.

Futter kann schnell verderben, wodurch die Lemminge krank werden können. Jeden Tag sollten die Nager ihr Futter frisch bekommen. Restfutter wird entsorgt und die Futternäpfe erhalten eine gründliche Reinigung, bevor sie erneut befüllt werden. Die Futternäpfe für frisches Futter und Trockenfutter sollten getrennt sein.

Der Wassernapf ist täglich zu leeren, zu reinigen und neu auszufüllen. Die Lemminge benötigen immer ausreichend Wasser zur Regulierung ihres Wasserhaushaltes, selbst wenn sie durch ihr Frischfutter viel Wasser aufnehmen.

Sonstige Fragen

Wo kann ich Lemminge kaufen?

Züchter sind eine gute Option für den Kauf von Lemmingen. Sie kennen sich mit ihnen aus und geben auf deren Gesundheit acht. Züchter geben gute Tipps zur Haltung und die Nager sind munter sowie gesund.

Auch Zoohandlungen verkaufen Lemminge, wenn auch nur einige wenige Geschäfte. Die dort erhältlichen Tiere sollten einen aktiven und gesunden Eindruck hinterlassen. Leider sind die Haltungsbedingungen in Zoohandlungen oft schlecht und nicht artgerecht. Bei Zweifeln ist von einem Kauf abzuraten.

Auch Tierheime nehmen manchmal Lemminge auf. Hier werden sie untersucht, sodass der Gesundheitsstatus der Tiere feststeht.

Eignen sich Steppenlemminge für Kinder?

Für kleine Kinder eignen sich Steppenlemminge nicht, da sie sich nicht gern hochnehmen und knuddeln lassen. Für neugierige Beobachter eignen sich Lemminge aber sehr gut.

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