Hamsterkäfig

Hamsterkäfig
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Eckdaten und Grundsatzinformationen

Klein und süß sind Hamster. Trotz ihrer geringen Größe haben sie aber viele Bedürfnisse.
Die artgerechte Hamsterhaltung ist daher relativ aufwendig.

Goldhamster haben noch viele Eigenschaften, die sie mit ihren wild lebenden Artgenossen teilen. Von Natur aus sind sie Fluchttiere und daher eher scheu und vorsichtig. Ihre Erziehung bedarf viel Liebe und Geduld.

Grundsätzlich sind alle Hamsterrassen nachtaktiv. Dies bedeutet sie schlafen den ganzen Tag, wenn die Kinder wach sind. Aus diesem Grund sind Hamster für Kinder unter 12 Jahren nicht besonders gut geeignet.

Tagsüber bleiben die Hamster in ihrem Bau und schlafen. Die meisten Tiere stehen erst am späten Abend auf und bleiben bis in die frühen Morgenstunden aktiv. In der Zeit suchen sie nach Futter, Graben und Wühlen.

Dies bedeutet, sie machen nachts viel Lärm. Aus diesem Grund sollten sie nicht im Schlafzimmer oder im Kinderzimmer stehen. Sonst ist die Nachtruhe garantiert gestört.

Die meisten Hamsterrassen sind Einzelgänger. Sie sind aggressiv gegenüber Artgenossen und anderen Tieren. Daher können sie nur allein in einem Käfig gehalten werden.

Einige Zwerghamsterrassen sind deutlich friedlicher als Goldhamster. Bei ihnen ist unter Umständen eine Gruppenhaltung möglich. Vor allem die Campbell-Zwerghamster sind recht soziale Tiere.

Trotz ihrer relativ geringen Körpergröße sind Hamster sehr aktiv und bewegungsfreudig. Sie benötigen darum einen großen Käfig. Ein artgerechter Hamsterkäfig hat daher mindestens eine Länge von 100 cm und mehrere Etagen.

Neben dem Käfig ist auch die Ausstattung sehr wichtig. Die kleinen Tiere brauchen mehrere Häuschen, Röhren, Äste, Wurzeln und Näpfe. Es ist auch schön, ihnen einen richtigen Abenteuerspielplatz zu bauen.

Einen artgerechten Hamsterkäfig auswählen

Zwerghamster
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Nach wie vor zählen Hamster zu den beliebtesten Haustieren in deutschen Haushalten. Viele Familien mit Kindern halten Zwerghamster, Teddyhamster oder Goldhamster. Ein artgerechter Käfig leistet einen wichtigen Beitrag zum Glück und Wohlergehen des Tieres.

Daher sollte er mit viel Umsicht ausgewählt werden. Meistens ist die Auswahl an Käfigen in den Zoohandlungen recht groß. Es lohnt sich darum, sich vorher genau zu informieren.

Die Käfige unterscheiden sich in der Größe, in der Qualität, im Material und natürlich auch im Preis.

Nicht jeder Käfig ist unbedingt artgerecht. Hamster stellen einige besondere Ansprüche an ihr Heim. Das Nagerheim sollte ausreichend Platz zum Laufen, Klettern und Graben bieten, aber gleichzeitig gemütlich sein.

Geschütze Verstecke sind Hamstern sehr wichtig. Sie brauchen einen sicheren und ruhigen Rückzugsort. Das Häuschen sollte daher nicht einsichtig sein.

Hamsterkäfig kaufen

Eine Checkliste hilft beim Kauf oft weiter. Sie hilft bei der Auswahl des richtigen Nagerheims. Schließlich gibt es bei dem Kauf einige wichtige Kriterien zu beachten.

Die Größe ist ein sehr wichtiges Kaufkriterium. Je größer die Grundfläche des Nagerheims ist, desto besser. Hamster können nicht zu viel Platz haben. In der freien Natur entfernen sie sich über 200 Meter weit von ihrem Bau.

Das Material ist ebenfalls ein entscheidender Punkt. Die Nagerheime werden aus recht unterschiedlichen Materialien gefertigt. In günstigen Modellen wird meistens viel Kunststoff verbaut.

Die meisten Käfige für Hamster bestehen aus Holz, Glas und Plastik. Alle Materialien haben Vor- und Nachteile, die man abwägen sollte. Zudem sollte man sich den Abstand Gitterstäbe genau ansehen, Zwerghamster sind so klein, dass sie aus einem Käfig mit einem großen Abstand zwischen den Stäben entwischen können.

Die Abdeckung ist ebenfalls ein relevanter Punkt, da Hamster gut klettern können. Es macht wenig Freude, den Hamster regelmäßig zu suchen, wenn es sich verdrückt hat. Zudem ist Freilauf ohne Aufsicht für das Tier gefährlich.

Der Preis fließt meistens auch in die Kaufentscheidung ein. Kaum jemand möchte ein Vermögen für einen Hamsterkäfig ausgeben. Die meisten artgerechten Käfige kosten 70 bis 150 Euro.

Handwerklich begabte Menschen denken bestimmt auch an einen Selbstbau. Mit viel Talent kann man sich natürlich einen eigenen Käfig zimmern. Die Materialien für einen artgerechten Käfig sind aber auch nicht unbedingt günstig.

Viele Käfige kommen mit einer Grundausstattung. Zu der üblichen Grundausstattung gehören die Etagen, Rampen und Häuschen. Oft sind auch Röhren oder Laufräder schon vorhanden.

Die Größe des Käfigs

Die Käfige gibt es in verschiedenen Größen. Bei der Auswahl sollte man stets daran denken, dass Hamster sehr bewegungsfreudig sind und gern klettern. Bei der Futtersuche legen sie in der Wildnis große Strecken zurück.

Zudem ist es ihnen ein Bedürfnis, das Futter durch Gänge in den Bau zu tragen. Sie graben daher eigene Gänge in die Streu. Ein guter Hamsterkäfig sollte daher eine tiefe Schale haben, in die sehr viel Einstreu passt.

Bei der Suche nach einem Leckerbissen klettern sie auch Äste hinauf. Viel Platz und Klettermöglichkeiten sind daher wirklich wichtig. Nur ein großer Käfig über 100 cm ist artgerecht.

Die Tiere brauchen die Schlafhäuser als Rückzugsorte. Oftmals benutzen die Hamster auch mehrere Häuser. In einem Bau legen sie auch unterschiedliche Kammern zum Schlafen und für Futter an.

Eine gute Grundfläche ist 1 bis 2 m². Eine gute Höhe ist 50 cm. Der Hamster darf nicht zu tief fallen.

Das richtige Material für den Hamsterkäfig

Dsungarischer Zwerghamster
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Der Käfig sollte gut verarbeitet sein. Das Material muss sehr stabil sein, da Nager gern knabbern. Es ist auch wichtig, dass es pflegeleicht ist.

Hamster machen zwar nicht viel Dreck, aber Hygiene ist sehr wichtig. Staub und Feuchtigkeit schaden den Tieren. Zudem muss der Käfig gut belüftet sein, aber nicht ziehen.

Die meisten Käfige bestehen aus Holz, Kunststoff, Glas und Metall. Viele haben auch einen Materialmix. Bunte Plastikpaläste sind wenig geeignet. Die Plastikröhrensysteme, Plastikhäuser und Plastiklaufräder stellen kaum einen Hamster zufrieden.

Die engen Röhren sind schlecht zu reinigen und bilden schnell Schimmel und Keime. Plastik kann auch verschluckt werden. Dies ist im schlimmsten Fall lebensgefährlich. Plastikteile gehören daher eigentlich nicht in den Käfig.

In dem Plastik befinden sich darüber hinaus viele Schadstoffe, die auch das Raumklima negativ beeinflussen. Der Käfig darf nie spitze Stellen oder Kanten haben. Die Verletzungsgefahr ist zu groß.

Der Gitterabstand sollte etwa 8 mm betragen. Zwerghamster brauchen einen Abstand von 5 mm. Der Hamster darf sich nicht in den Stäben klemmen dürfen.

Hamsterkäfig aus Holz

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Holz ist ein gutes Material für einen Hamsterkäfig. Käfige aus Holz sind sehr stabil und meistens gut verarbeitet. Die Umweltbelastung ist wesentlich geringer als bei Plastikkäfigen.

In den meisten Holzkäfigen sind Ebenen, Klettermöglichkeiten und Rampen bereits eingebaut. Diese Grundstruktur kann man mit Ästen und Wurzeln noch verbessern. Das Ergänzen von weiteren Ebenen ist ebenfalls sinnvoll.

Die Holzkäfige sind auch oft in Kombination mit Gittern oder Plexiglas erhältlich. Durch die Gitter oder das Glas kann man in den Käfig gut hineinsehen. Diese Kombinationen sehen im Zimmer auch optisch gut aus.

Hamsterkäfig aus Glas

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Immer öfter werden auch Hamsterkäfige aus Glas angeboten. Diese Unterkünfte erinnern an Aquarien oder Terrarien. Das Problem bei einem Aquarium ist die Luft.

Sie kann nicht richtig zirkulieren. Dadurch kann sich Schimmel und Faulgase bilden, weil sich Feuchtigkeit durch Urin ansammelt. Dies ist sehr gesundheitsschädlich für das Tier. Darüber hinaus kann sich Kohlenstoffdioxid in dem Glasbehälter stauen. Wichtig ist es darum, dass der Käfig genug Lüftungsschlitze hat.

Ein Vorteil ist, dass durch das Glas keine Streu auf den Boden fällt. Dies ist bei Gitterstäben oft der Fall, da Hamster die Streu gern umwühlen und verteilen. Glas ist antibakteriell und lässt sich gut reinigen. Trotzdem sollte ein Käfig nicht unbedingt vollständig aus Glas sein.

In einem Käfig mit viel Glas lässt sich der Hamster gut beobachten. Allerdings muss man auch auf ausreichende Rückzugsmöglichkeiten achten. Kein Hamster sitzt gern auf dem Präsentierteller.

Bei einem Käfig aus Glas sollte man stets Äste, Röhren und Wurzeln ergänzen. Diese dienen als Verstecke. Auch das Zubehör ist schwerer unterzubringen, da man es nirgendwo hinhängen kann.

Hamsterkäfig aus Plastik

Nagerheime mit Plastik sieht man besonders häufig. Sie sind besonders günstig und leicht zu reinigen. Kunststoff ist billiger als Holz oder Glas.

Meistens ist die Qualität bei günstigen Modellen nicht gut. Dünnes Plastik stellt für Hamster aber eine Gefahr dar. Der Hamster sollte nicht an dem Kunststoff nagen können.

Das Verschlucken von Plastikteilen kann zum Tod führen. Die scharfen Plastiksplitter verletzen die Organe. Darum ist es wirklich sehr wichtig, darauf zu achten, dass der Kunststoff sehr dick und stabil ist.

Billige Modelle haben auch oft eine hohe Schadstoffbelastung und riechen daher unangenehm. Oft besteht die Wanne aus Plastik und der Aufsatz aus Metall. An den Gitterstäben kann man leicht Zubehör und Ebenen befestigen.

Plastik hat gegenüber Holz den Vorteil, dass es nicht saugfähig ist. Urin dringt nicht ein und es entsteht kein Geruch. Plastik lässt sich mit heißem Wasser auswaschen und ist daher recht pflegeleicht.

Ebenen aus Plastik sind relativ laut, da man den Hamster auf ihnen laufen hören kann. Hamster haben lange Krallen. Holz ist deutlich schalldämmender.

Die Höhe der Wanne ist sehr wichtig. Sie sollte nicht zu flach sein, damit viel Streu hineinpasst. Zudem hat eine hohe Wanne den Vorteil, dass die Streu nicht auf dem Boden landet.

Die Gitter sorgen für eine gute Belüftung und sind eine gute Klettermöglichkeit. Die Gitterstäbe sollten einen engen Anstand haben. Meistens sind sie aus rostfreiem Edelstahl, der lackiert wurde.

Hamsterkäfig Deckel

Hamster im Käfig
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Alle Käfige sollten gut verschlossen sein und einen Deckel haben. Die Hamster sind sehr gute Kletterer und hangeln sich an den Gitterstäben bis ganz oben. Sie sind zudem sehr neugierig und wollen auch gern ausbrechen.

Der Deckel sollte aber nicht geschlossen sein, da viel Luft und Licht in den Käfig dringen sollte. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass sich der Deckel einfach handhaben lässt.

Notfalls sollte man ihn mit einer Hand öffnen können. Es ist oft hilfreich, eine Hand für Futter frei zu haben.

Kosten für einen artgerechten Hamsterkäfig

Bei den Kosten spielt die Qualität eine große Rolle. Natürlich muss man nicht den teuersten Käfig erwerben, aber die Qualität sollte stimmen. Ein artgerechtes Nagerheim kostet zwischen 70 und 300 Euro.

Mehr muss man garantiert nicht investieren. Meistens braucht man dann noch eine Einrichtung. Umbau- oder Erweiterungsmaßnahmen können auch noch etwas kosten.

Wer Geld sparen will, kann Bretter aus dem Baumarkt kaufen und selbst Ebenen einfügen. Lacke und Kleber sollten in dem Holz natürlich nicht vorhanden sein. Der Hamster wird das Holz anknabbern. Um das Holz zu schützen, kann man ihm Knabberstangen anbieten. Hamster müssen ihre Zähne abnutzen.

Röhren aus Pappe, Äste und Wurzeln sind meistens kostenlos. Meistens findet man im Haushalt auch Kartons oder Kokosnussschalen, aus denen man hervorragend Hauser basteln kann. Hamster freuen sich über Abwechslung. Daher kann man auch kreativ werden. Einige Hamsterbesitzer bauen aus Abflussrohren interessante Systeme. Diese dürfen allerdings nicht allzu kompliziert sein. Es reicht oftmals 2 bis 3 Elemente zu verbinden.

Der Gestaltungsfreiheit sind kaum Grenzen gesetzt. Jedes Nagerheim lässt sich nach eigenen Wünschen und Vorstellungen umgestalten. Man kann den Käfig auch der Einrichtung anpassen.

Hamster benötigen auch ein Bad aus Sand. Eine große Schale mit feinem Chinchillasand dient der Fellpflege. Die meisten Hamster genießen das Bad sichtlich und rollen sich ausgiebig im Sand.

Die Streu spielt in dem Käfig eine große Rolle. Sie dient dazu, den Kot und den Urin aufzunehmen. Meistens suchen sich Hamster dazu eine eigene Ecke. Diese Ecke sollte man täglich reinigen.

Als Streu eigenen sich Holzspäne und Stroh recht gut. Heu wird gern als Polstermaterial verwendet. In die Pipiecke kann man am Boden auch etwas Katzenstreu verstreuen.

Neben der Hygiene ist die Streu auch wichtig für die Unterhaltung des Hamsters. Die Tiere graben darin lange Tunnel. Die Schicht sollte daher 15 bis 20 cm hoch sein.

Wichtiges Zubehör in einem Hamsterkäfig

Schlafhäuser
Häuschen sind sehr wichtige Einrichtungsgegenstände für einen Hamster. Sie schlafen und verstecken sich darin. Auch Röhren und Tunnel sind gute Versteckmöglichkeiten.

Verschiedene Ebenen
In der freien Natur haben die Hamsterbauten auch verschiedene Höhen und Höhlen. Ein artgerechter Käfig sollte an einen natürlichen Bau erinnern. Eine gute und sinnvolle Struktur ist daher besonders wichtig.

Wassernapf
Hamster trinken regelmäßig. Sie bevorzugen dafür eine flache Schale mit Wasser. Nippeltränken sind weniger geeignet.

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Futternapf
Der Futternapf schützt das Futter vor Verschmutzung. Da Hamster ihr Futter gern suchen, kann man das Futter in kleine Schalen aufteilen und immer an einer anderen Stelle verstecken. Die Futtersuche ist eine wichtige Beschäftigung.

Schale für Sandbad
Eine tiefe Schale mit Sand gehört zu der Ausstattung dazu. Die meisten Hamster nehmen täglich ein Sandbad. Es ist sehr süß, wenn sich die Hamster in dem Sand wälzen.

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Spielzeug und Klettermöglichkeiten
Der Käfig sollte mit viel Spielzeug und Klettermöglichkeiten ausgestattet werden. Als Spielzeug eignen sich Pappröhren von Küchenrollen sehr gut. Wurzeln und Äste von Obstbäumen sind tolle Klettergeräte.

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