Ursachen für milchiges Wasser

  • Massenvermehrung von Infusorien (Pantoffel- und Rädertierchen), die sich wiederum von Bakterien ernähren
  • Algenwasserblüte aus einzelligen Blaualgen
  • Bakterienwasserblüte
  • Schwebeteilchen aus dem Bodengrund bei neu eingerichteten Aquarien

Mit einem Mikroskop lassen sich Pantoffel- und Rädertierchen im Wasser erkennen und ihre verschiedenen Arten unterscheiden. Wenn etwa 100 000 oder mehr Bakterien je Kubikzentimeter Wasser vorhanden sind, werden diese als weißliche Trübung sichtbar. Bei Algenblüten wird das Wasser leicht grünlich.

Auslöser für milchiges Wasser

  • Faulender Bodengrund führt zur Massenvermehrung von Bakterien.
  • Mangelnde mechanische Filterung, weil der Filter verschmutzt ist.
  • Es sind zu viele Nährstoffe für Bakterien im Wasser.
  • Im Wasser frei schwebende Bakterien haben keine Nahrungskonkurrenz durch sesshafte Bakterien im Filter, auf Pflanzenblättern und im Bodengrund.

Bei neuen und noch nicht eingefahrenen Aquarien und Filtern sind die Bakterienkulturen im Aquarium noch nicht stabil. Algen- sowie Bakterienwasserblüten können auftreten, wenn durch Fütterung und Pflanzendünger zu viele Nährstoffe in das Wasser gebracht werden.

Nährstoffe für Bakterien kommen in das Wasser durch z. B.:

  • tote Fische
  • faulende Wurzeln
  • nicht gefressenes Frostfutter
  • zu lange im Wasser gebliebenes gefüttertes Gemüse
  • Zucker. Wasserpflanzen geben überschüssigen Zucker in das Wasser, damit die Pflanzenzellen nicht platzen. Zucker ist ein Nährstoff für Bakterien.

Frei im Wasser schwebende Bakterien haben keine Nahrungskonkurrenz, wenn z. B.:

  • der Filter zu gründlich gereinigt wurde, gleichzeitig zu viel Mulm abgesaugt wurde und zudem zu viel Wasser gewechselt wurde.
  • die Bakterienkulturen durch Einsatz von Heilmitteln geschädigt wurden.
  • die frei schwimmenden Bakterien sich schneller vermehren als die sesshaften Bakterien.

Folgen von milchigem Wasser

  • Bakterienwasserblüten können die Schleimhaut der Fische schädigen.
  • In schweren Fällen kann es durch Bakterienwasserblüten zu Sauerstoffabfall, Abfall des pH-Werts und Todesfällen beim Aquarienbesatz kommen.

Maßnahmen gegen milchiges Wasser

  • Wasserflöhe fressen Infusorien.
  • Flockungsmittel der Aquaristikhersteller, z. B. Dupla Crystal, binden die Bestandteile einer Bakterienwasserblüte zu Flocken, die vom Filter ausgefiltert werden.
  • Filterung über Aktivkohle kann Bakterienwasserblüten beseitigen.
  • UV-Klärer helfen gegen Algenwasserblüten.
  • Eine Dunkelkur hilft gegen Algenwasserblüten.
  • Täglicher Wasserwechsel hilft gegen Algenwasserblüten.
  • Diatomfilter wirken gegen Bakterien- und Algenwasserblüten.
  • Filterreinigung hilft bei verschmutztem Filter.
  • Schwebeteilchen aus neuem Bodengrund werden vom Filter nach einigen Tagen entfernt. Je nach Menge kann dies zwei bis drei Wochen dauern.
  • Schwebeteilchen aus neuem Bodengrund werden durch Wasserwechsel entfernt.
  • Algen- und Bakterienwasserblüten nach einer Neueinrichtung verschwinden nach zwei bis drei Wochen, wenn nach dem Einfahren des Filters die Bakterienkulturen stabil sind.

Während der Bekämpfung von Bakterien- und Algenwasserblüten wird die Fütterung eingestellt, bis das Wasser wieder klar ist. So erhalten die Verursacher nicht immer neue Nährstoffe durch das Futter.

Um weiteren Wasserblüten vorzubeugen, müssen die eigentlichen Ursachen der jeweiligen Wasserblüte gefunden und beseitigt werden.

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*Letzte Aktualisierung erfolgte am: 2018-11-19


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