Antennenwels

Ancistrus

Datenblatt Antennenwels

Deutscher Name:Antennenwels
Wissenschaftlicher Name:Ancistrus
Herkunft:
Südamerika: Amazonaszuflüsse
Größe:8 – 13 cm
Aquarium
Länge:80 cm
Inhalt:Ab 112 Liter
Beleuchtung: 
Schattig
Einrichtung:
Wurzeln, Pflanzen, Verstecke
Wasserwerte
Temperatur:
18 – 27 °C
ph-Wert:
5,8 – 9
Karbonathärte:
1 – 10°dKH
Gesamthärte:
2 – 30 °dGH
Verhalten
Bereich:Überall
Vermehrung:
Legt in Höhlen Eier
Futter:
Allesfresser, Gemüse, Grünfutter, benötigt Holz
Verhalten:
Friedlich
Schwierigkeitsgrad:Anfänger – einfach zu vermehren, Männchen betreibt Brutpflege

Quellen

Für folgende Themen finden Sie im DRTA eigene Artikel

Zucht Aufzucht Futter Bruthöhlen
maxmann / Pixabay

Antennenwelse (Ancistrus) stammen aus schnell fließenden, klaren Bächen, die in den Amazonas fließen. Sie werden in der Regel 12 bis 15 Zentimeter groß. Es wurde auch schon von über 20 Zentimeter großen Antennenwelsen berichtet. Sie werden über 11 Jahre alt. Das Aquarium sollte mindestens 80 Zentimeter groß sein. Antennenwelse können als Einzeltier gehalten werden. Bei den am meisten verkauften Antennenwelsen handelt es sich um Braune Antennenwelse, Ancistrus spec.

Männchen suchen sich passende Partnerinnen gern selbst und harmonieren nicht mit allen Weibchen. Zu je einem Männchen können zwei bis drei Weibchen gesetzt werden. Männchen führen miteinander Revierkämpfe durch, bei denen sie sich auch verletzen können. Gegenüber anderen Fischarten sind sie in der Regel friedlich. Bei der Fütterung oder wenn z. B. ein anderer Wels an unpassender Stelle liegt, scheuchen sie aber auch andere Fische teilweise heftig weg. Auch Jungfischen stellen sie normalerweise nicht nach. Eiergelege lutschen sie aber sehr gerne weg.

Antennenwelse sind sehr anpassungsfähig. Sie können in sehr weichem Wasser bei z. B. KH 1 und GH 4 gehalten werden. Sie können aber auch in hartem Wasser gehalten werden. Sie vermehren sich sogar in Becken für ostafrikanische Buntbarsche mit Korallensandgrund und vielen Kalksteinen.

Sogar in stark belastetem Wasser sind sie oft die letzten Überlebenden. Das Wasser sollte klar und sauerstoffreich sein. Eine starke Strömung sollte vorhanden sein.

Geeignete Wasserwerte:

  • Gesamthärte: 2 bis über 30°
  • pH-Wert: 5,8 bis 8,9
  • Temperatur: 18 bis 27°

Extrem hartes und alkalisches Wasser bietet jedoch nicht gerade ideale Bedingungen. Gute Bedingungen sind Werte um ph 6,5, GH 10, KH 4.

Wichtig ist, dass genügend Versteckplätze vorhanden sind, z. B große Wurzeln. Dort ruhen sie sich vor Licht geschützt, oft bewegungslos, aus.

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Futter für Antennenwelse

Geeignetes Futter:

  • Algen
  • Trockenfutter
  • eingeweichte Salatblätter
  • gekochte Möhren
  • gefrorene Erbsen

Antennenwelse brauchen Wurzeln

Antennenwels raspelt Holz
Antennenwels raspelt Holz Foto: Moritz Hertel

Holzwurzeln sind für Antennenwelse lebensnotwendig wie für die meisten Harnischwelse.

In ihren Herkunftsgebieten fressen Antennenwelse Baumstämme, die ins Wasser fallen.

Die Tiere brauchen die Zellulose, um ihre Darmfunktion aufrechtzuerhalten.

Dazu kann im Prinzip jedes Holz genommen werden, bevor es schimmelt.

Im Aquarium können auch Bambusrohre verwendet werden.

Diese werden von Antennenwelsen ebenfalls abgeraspelt. Bambusrohre sollten gut ausgekocht und eine Woche lang gewässert werden.

Antennenwelse fangen

Antennenwelse können relativ einfach mit der Hand gefangen werden. Ein Wels wird vorsichtig in eine Ecke getrieben. Dann wird die Hand vorsichtig so unter den Wels geschoben, dass Sand oder Kies mit aufgenommen wird. Der Wels merkt erst wenn es zu spät ist, dass er gefangen wird.

Ancistrus-Arten vergesellschaften

Antennenwels
Antennenwelse Foto: Moritz Hertel

Verschiedene Ancistrus-Arten wie temmincki, hoplogenys und dolichopterus können in einem Aquarium vergesellschaftet werden.

Es werden die gleichen Probleme auftreten, die auch auftreten, wenn mehrere Ancistren einer Art gleichzeitig die gleiche Höhle besetzen wollen.

Allerdings können sich einige Arten miteinander vermehren.

Solche Kreuzungen sind unerwünscht, damit die natürlichen Arten nicht verlorengehen.

Deshalb sollten unterschiedliche Arten getrennt gehalten werden.

Wahrscheinlich sind die meistens gehaltenen „normalen“ Antennenwelse das Ergebnis solcher Kreuzungen, von denen die beteiligten Vorfahren unbekannt sind.

Adaptive Augen bei Antennenwelsen

Am Tag haben Antennenwelse einen kleinen Fleck im Auge. Nachts fehlt dieser Fleck und die Augen wirken wesentlich größer. Durch die Nachtaktivität haben sie anpassungsfähige Augen entwickelt und legen tagsüber einen Lichtschutzfleck über die Iris. Die Augen werden so abgedunkelt.

Antennenwelse liegen schon mal auf dem Rücken

Antennenwels
Antennenwels (Männchen) Foto: Moritz Hertel

Einige Antennenwelse legen sich offenbar gerne auf den Rücken, z. B. unter Wurzeln, ohne sich dabei festzusaugen.

Einige verbringen in solchen Haltungen Stunden und scheinen dabei zu schlafen.

Ancistrus im Filterauslauf

Antennenwelse zwängen sich gerne so weit wie möglich in den Filterauslauf von Innenfiltern. Berichtet wird das auf jeden Fall von Weibchen.
Ob sie die Strömung mögen oder den Filterauslauf mit einer Höhle verwechseln, ist unklar.

Weil Saugmaulwelse ursprünglich aus schnellfließenden Gewässern kommen, ist das Verhalten jedenfalls normal. Von jungen Antennenwelsen wurde sogar berichtet, dass diese den Kopf regelrecht aus dem Wasser gereckt und ihn in den Filtereinlass eines Außenfilters gehalten haben.

Paarbildung

Antennenwelse laichen mit wechselnden Partnern ab. Sie bilden keine festen Paare.

Film über die Haltung von Antennenwelsen:

Antennenwelse:

Antennenwels Nahaufnahme:

Antennenwels
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Letzte Aktualisierung am 7.12.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API