Kammerfilter
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Was ein Kammerfilter ist

Der Kammerfilter arbeitet nach einem lange bekannten Prinzip. Im einfachsten Fall besteht er aus einem Aquarium, in das eine Einlaufkammer, eine Filterkammer und eine Klarwasserkammer eingeklebt sind.

Es handelt sich also um ein offenes Filterbecken. In die Einlaufkammer wird das Aquarienwasser eingeleitet. In der mittleren Filterkammer findet der biologische Abbau statt. Als Filtermaterial wird blauer Filterschwamm verwendet. In die Klarwasserkammer wird die Pumpe eingesetzt.

Wenn das Volumen des Filters entsprechend groß ist und die Durchsatzleistung entsprechend niedrig eingestellt wird, ist der Kammerfilter tatsächlich fast wartungsfrei.

Bei einem Kammerfilter wird das Filtermaterial in größerer Schichtdicke eingefüllt. Dadurch bleibt das Wasser sehr lange in der Filterkammer und hat eine lange Verweilzeit mit den aktiven Mikroorganismen. Diese können so eine effizientere Abbauleistung vollbringen. Es fällt im Grunde kein Filterschlamm oder Mulm mehr an.

Für die Entstehung von Filterschlamm oder Mulm ist alleine die Verweilzeit des Wassers im Filter verantwortlich. Schlamm oder Mulm bringen keine wirkliche Verbesserung des Milieus. Schlamm oder Mulm zeigen an, dass die Abbauprozesse nicht vollständig abgelaufen sind.

Auf dem Filtermaterial kann sich eine ungestörte Mikrofauna einstellen. Dabei werden nicht die reinen Nitrifikanten gefördert wie bei schnelleren Filtern, auch dem Mattenfilter, sondern die natürliche Abbaukette, die sich vornehmlich aus diversen Einzellern, wie Pantoffeltierchen, Amöben, Rädertierchen, Hydroidpolypen, aber auch Kleinkrebsen, Würmern, Schnecken, evtl. sogar Süßwasserschwämmen und natürlich einer Vielzahl von Bakterien zusammensetzt.

Es findet ein weit umfangreicherer Abbau statt. Es werden weniger essentielle Spurenelemente aufoxidiert und dann im Filterschlamm abgelagert, wie es in fast allen Filtern geschieht. Weil wesentlich mehr effektives Filtervolumen bereitgestellt werden kann, kann dieser Idealfall wesentlich leichter erreicht werden als mit irgendeinem anderen Filter.

Ideal ist ein Volumen des Filtermaterials von 10 - 20 % des Beckenvolumens. Ein Vorfilter ist dabei normalerweise nicht erforderlich.

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