Afrikanische Blütenmantis

Datenblatt Afrikanische Blütenmantis

Deutscher Name: Afrikanische Blütenmantis
Wissenschaftlicher Name: Pseudocreobotra wahlbergii
Herkunft: Ost- und Südafrika. Kommt in den Ländern Kenia, Angola, Kongo, Ägypten, Tansania, Sambia, Mosambik, Simbabwe, Malawi und Sansibar vor.
Körperlänge: Männchen: 3 bis 4 cm | Weibchen: 4 bis 5 cm
Alterserwartung: Männchen: Bis zu 1 Jahr Weibchen: Bis zu 1,5 Jahre
Verhalten
Futter: Kleine Heimchen und ähnliches. Favorisiert werden fliegende Insekten, wie z.B. Fruchtfliegen.
Verhalten: Aggressiv, keine Vergesellschaftung mit anderen Insektenarten zu empfehlen.
Guppen/Einzelhaltung: Ausschließlich Einzelhaltung, da sich das Tier selbst gegenüber Artgenossen aggressiv verhält.
Schwierigkeitsgrad: Mittel
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Afrikanische Blütenmantis - Pseudocreobotra wahlbergii

Afrikanische Blütenmantis - Pseudocreobotra wahlbergii
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Afrikanische Blütenmantis
Ngirilover, Amazing bug1-Spiny flower mantis (Pseudocreobotra wahlbergi), CC BY-SA 4.0

Sehr viele Tiere auf unserem Planeten beweisen jeden Tag einen großen Einfallsreichtum, wenn es um die Beschaffung von lebensnotwendiger Nahrung geht.

Einige davon – insbesondere viele Insekten – tarnen sich für ihre Jagd nach Beute sogar, und passen ihre Körpereigenschaften so gut wie möglich der aktuellen Umgebung an, um dann ahnungslose Beutetiere, die sich zufällig in der Nähe aufhalten, aus günstiger Distanz überwältigen zu können.

Vor allem Fangschrecken (auch “Gottesanbeterinnen” oder “Mantiden” genannt), wenden dieses Jagdprinzip gerne an, wie eben auch die Afrikanische Blütenmantis (Pseudocreobotra wahlbergii).

Anschaffung und Haltung der afrikanischen Blütenmantis

Bedauerlicherweise gehört die Pseudocreobotra wahlbergii zu den Insektenarten, die nicht gut mit ihresgleichen auskommen, sondern ihren Artgenossen gegenüber eine hohe Aggressivität an den Tag legen. Aus diesem Grund sollte man diese Tiere stets einzeln halten, und auch nicht mit anderen Gattungen vergesellschaften. Aufgrund ihres aggressiven Verhaltens ist es auch ratsam, die Mantiden (sofern man in so eine Situation gerät) unmittelbar nach dem Schlupf voneinander zu trennen.

Auf diese Weise wachsen die Tiere um einiges schneller, und können auch nicht von ihren Artgenossen gefressen werden, was im Falle einer üblichen Gruppenhaltung gut und gerne passieren könnte.

Anforderung an das Terrarium

Damit sich die Afrikanische Blütenmantis in einem Terrarium auch wirklich wohlfühlen kann, müssen in einem solchen Insektengehege die Lebensbedingungen so gestaltet sein, dass möglichst waldähnliche Zustände herrschen. Dazu gehört unter anderem ein feuchterer Bodengrund aus Erde oder Humus, der mindestens sechs bis acht Zentimeter hoch ist.

Einmal pro Woche sollte eine Hälfte dieses Bodens ausgiebig gewässert werden. Ansonsten reicht es, das Innere des Terrariums alle ein bis zwei Tage gründlich zu besprühen. Damit sich ein Ektoskelett aufbauen lässt, sollte immer etwas geriebene Eierschale oder ein wenig Sepiaschale im Gehege zur Verfügung stehen. Terrarien für diese Art von Gottesanbeterin sollten mindestens 20 cm lang, 20 cm breit und 30 cm hoch sein. Gerade bei der Höhe kann man ein klein wenig großzügiger sein, da die Pseudocreobotra wahlbergii sehr gerne klettert, wozu sie vor allem Hölzer, Lianen und Wurzeln benutzt.

Geschlechtsunterschiede

Glücklicherweise gestaltet sich die Geschlechtsbestimmung bei allen Mantidenarten als relativ einfach. Sämtliche Arten von Gottesanbeterinnen verfügen über sogenannte “Sternite“. Dabei handelt es sich um sichtbare Segmente auf ihren Bäuchen.

Während männliche Mantide stets mit acht Sterniten gesegnet sind, verfügen Weibchen immer nur über sechs dieser Bauchsegmente, die für das menschliche Auge unter einem Vergrößerungsglas sichtbar gemacht werden können. Im ausgewachsenen Zustand besitzen Männchen noch ein weiteres, verlängertes Segment.

Geschlechtsreife

Männliche Tiere dieser Art erreichen ihre Geschlechtsreife nach der sechsten Häutung, während Weibchen ungefähr nach der siebten Häutung geschlechtsreif werden. Um jedoch das Stadium der Paarungsbereitschaft zu erreichen, benötigen weibliche Exemplare nach ihrer Reifehäutung noch vier Wochen Zeit, wohingegen Männchen nach nur einer Woche bereit zur Paarung sind.

Futter & Ernährung

Die Nahrung der Afrikanischen Blütenmantis besteht in erster Linie aus kleineren Insekten, die sie aufgrund ihrer körperlichen Vorteile überwältigen kann.

Mit am meisten mag das Tier jedoch kleinere Fluginsekten, wie beispielsweise Fruchtfliegen. Ansonsten zählen unter anderem Heimchen, Heuschrecken, Schaben und Grillen zu ihren bevorzugten Beutetieren.

Eingewöhnung und Umgang

Um die Pseudocreobotra wahlbergi an ihr neues Zuhause zu gewöhnen, sollten schon im Vorfeld die darin herrschenden Bedingungen so gut wie möglich an ihren natürlichen Lebensraum angepasst sein. Diese Gottesanbeterin mag es relativ warm, und fühlt sich bei einer Tagestemperatur von 28 bis 35 °C am wohlsten. Nachts sollte man die Temperatur im Terrarium zwar spürbar absenken, allerdings sollte man bei der Afrikanischen Blütenmantis nicht unter 20 °C gehen, da diese Insekten sehr empfindlich gegenüber Kälte sind. In ihrem natürlichen Lebensraum herrscht tagsüber eine Luftfeuchtigkeit von 30 bis 50 %, die dann nachts auf 60 bis 80 % ansteigt.

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