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Müssen Wasseraufbereiter verwendet werden?

Nein. Wasseraufbereiter müssen nicht verwendet werden. In der Regel enthält Leitungswasser keine schädlichen Inhaltsstoffe in so hohen Konzentrationen, dass Wasseraufbereiter unbedingt notwendig sind.

Argumente für Wasseraufbereiter

  • Wasseraufbereiter binden Kupfer und andere Schwermetalle.
  • Wasseraufbereiter entfernen Chlor.
  • Wasseraufbereiter schützen die Schleimhaut der Fische.
  • Wasseraufbereiter werden seit Jahrzehnten verwendet.
  • Wasseraufbereiter schaden nicht.

Argumente gegen Wasseraufbereiter

  • Trinkwasser ist auch ohne Wasseraufbereiter geeignet für Aquarien.
  • Vielfache Erfahrungen zeigen, dass Wasseraufbereiter nicht notwendig sind.
  • In der ehemaligen DDR gab es keine Wasseraufbereiter und trotzdem viele erfolgreiche Aquarianer.
  • Die vom Wasseraufbereiter mit Kupfer und anderen Schwermetallen gebildeten Komplexe zerfallen wieder und reichern sich im Aquarium im Bodengrund und Filtermaterial an.
  • Kupfer kommt nicht in das Aquarium, wenn man die ersten Liter Wasser ablaufen lässt.
  • Osmoseanlagen oder Ionentauscher entfernen Kupfer und Schwermetalle aus dem Wasser.
  • Trinkwasser enthält in der Regel gar kein Chlor oder nur unschädlichen Mengen. Nur in Ausnahmefällen wie Hochwasser wird stärker gechlort.
  • Chlor entweicht aus dem Wasser, wenn das Wasser über einen Brausekopf oder ein Edelmetallsieb in einen Eimer läuft.
  • Fische benötigen normalerweise keinen besonderen Schleimhautschutz.
  • Jeder Stoff, der in das Aquarium gegeben wird, muss irgendwo im Aquarium bleiben oder durch Wasserwechsel entfernt werden.
  • Für Wasseraufbereiter wird relativ viel Geld ausgegeben, ohne dass ein wirklicher Nutzen erkennbar ist.

Binden Wasseraufbereiter Schwermetalle?

Wasseraufbereiter binden Schwermetalle. Im Leitungswasser sind aber keine oder kaum Schwermetalle enthalten. Im Zweifelsfall gibt der örtliche Wasserversorger kostenlos Auskunft darüber, welche Inhaltsstoffe im Leitungswasser vorhanden sind. Die gebundenen Schwermetalle müssen mit Wasserwechseln und bei der Filterreinigung aus dem Aquarium entfernt werden. Es besteht die Gefahr, dass sich die gebundenen Schwermetalle im Aquarium anreichern. Da einige Bakterienarten die Stoffe in Wasseraufbereitern abbauen, die die Schwermetalle binden, kann unter Umständen unerwartet eine größere und schädliche Menge an Schwermetallen freigesetzt werden.

Nur Kupfer kann im Leitungswasser vorhanden sein, wenn die Leitungen im Haus aus Kupfer bestehen oder Warmwasserboiler vorhanden sind. In solchen Häusern sollte man möglichst nur kaltes oder leicht temperiertes Wasser verwenden. Auf jeden Fall sollte man das Wasser vor Gebrauch für das Aquarium einige Minuten (ca. 5 Liter) ablaufen lassen, damit evtl. vorhandene Kupferablagerungen ausgespült werden. Mit einem Kupfertest kann überwacht werden, dass nicht zuviel Kupfer in das Aquarium kommt.

Geringe Kupfermengen werden von Bakterien und Pflanzen eingelagert. In Pflanzendüngern enthaltene Chalatoren binden ebenfalls kleinere Mengen von Schwermetallen.

Wandeln Wasseraufbereiter Chlor in unschädliches Chlorid um?

Chlor wird von Wasseraufbereitern in Chlorid umgewandelt, das unschädlich ist. Im Leitungswasser ist aber nur sehr selten Chlor in schädlichen Mengen vorhanden. Chlor kann auch aus dem Wasser entfernt werden, indem das Wasser mit einem kräftigen Strahl der Duschbrause in einen Eimer gefüllt wird, durch ein Metallsieb gegossen wird oder indem man das Wasser einige Zeit abstehen lässt. Eingefahrene Aquarien enthalten organische Stoffe, die nicht vollständig oxidiert sind. Diese reagieren mit Chlor und zehren das Chlor so. Durch regelmäßige Wasserwechsel wird das so gebundene Chlor entfernt.

Schützen Wasseraufbereiter die Schleimhaut der Fische?

Gesunde Fische benötigen keinen zusätzlichen Schleimhautschutz. Probleme an der Schleimhaut kommen in der Regel nur in neuen oder in überbesetzten Aquarien vor. In eingefahrenen Aquarien wird die Schleimhaut nicht gereizt und es sind organische Stoffe vorhanden, die die Schleimhaut schützen. Teilweise wird der angebliche Schleimhautschutz der Wasseraufbereiter dadurch erzielt, dass die Schleimhaut der Fische gereizt wird und damit mehr Schleim gebildet wird. So kann hin und wieder beobachtet werden, dass sich einige Fische nach Einsatz eines Wasseraufbereiters an Pflanzen und Gegenständen reiben.

Wann sollten Wasseraufbereiter verwendet werden?

Wasseraufbereiter sollten höchstens dann verwendet werden, wenn soviel Schwermetalle oder Chlor im Wasser enthalten ist, dass es mit anderen Maßnahmen nicht entfernt werden kann.

Wasseraufbereiter und Pflanzendünger

Wasseraufbereiter enthalten Chelatoren, die Schwermetalle binden, z. B. EDTA und verwandte Verbindungen. Die gleichen Verbindungen sind auch in Pflanzendüngern enthalten. Wasseraufbereiter haben deshalb keinen Einfluss auf die Wirksamkeit von Pflanzendüngern. Allerdings bringen sie zusätzliche Chelatoren in das Aquarienwasser.

Schaden Wasseraufbereiter?

Der Einsatz von Wasseraufbereitern ist zwar grundsätzlich nicht notwendig, schadet in der Regel aber auch nicht. Nur wenn sehr viele Stoffe durch den Wasseraufbereiter gebunden wurden und dann plötzlich freigesetzt werden, kann es theoretisch zu schädlichen Konzentrationen kommen.

Woraus Wasseraufbereiter bestehen

Bestandteil

sonstiges Einsatzgebiet

Wirkungen

Nebenwirkungen

Alternativen

Fixiernatron (Fixiersalz, Natriumthiosulfat)

Photolabore

bindet Chlor

hebt den Leitwert an, wenn kein Chlor vorhanden ist
erhöht den Gehalt an Kochsalz im Wasser, wenn Chlor im Wasser war

Wechselwasser über Nacht stehenlassen
Wechselwasser über eine (Dusch-)brause zerstäuben, d. h. mit kräftigem Strahl in einen Eimer füllen

EDTA

Wassertests für Gesamthärte

bindet Schwermetalle

EDTA wird von Bakterien abgebaut und die Schwermetalle können dann wieder freigesetzt werden

Das Wasser aus der Wasserleitung ca. fünf Minuten ablaufen lassen und erst das folgende Wasser als Wechselwasser benutzen.

Eisen(III)-chlorid

Ätzflüssigkeit für Kupferplatinen bindet Phosphat und Eiweißstoffe Bringt Chlorid in das Wasser und hebt so den Leitwert an
Das zusätzliche Eisen verdrängt Mangan, das wie Eisen wichtig für die Pflanzen ist
Sparsamer füttern
Fischbesatz verringern
Phosphat durch schnellwachsende Pflanzen verbrauchen lassen
häufiger Wasser wechseln

Welche Wasseraufbereiter sind empfehlenswert?

Wasseraufbereiter sind nur in speziellen Fällen sinnvoll und müssen in den meisten Aquarien nicht verwendet werden. Da die genauen Inhaltsstoffe der Wasseraufbereiter meistens unbekannt sind, ist ein genauer Vergleich nicht möglich. Die Erfahrung zeigt, dass die Aufbereiter der unterschiedlichen Hersteller gleichwertig sind. Bei einem Vergleich zwischen Preis und Leistung muss vor allem die unterschiedliche Dosierung berücksichtigt werden.

Sinnvoll zur Verbesserung der Wasserqualität ist die Verwendung von Erlenzäpfchen. Diese werden im Herbst gesammelt. Im Abstand von einigen Wochen werden einige Erlenzäpfchen in das Aquarium gegeben. Raspelnde Welse und algenfressende Garnelen fühlen sich dann besonders wohl. Ungedüngter Torf kann ebenfalls verwendet werden. Aus Erlenzäpfchen und Torf lösen sich Gerb- und Huminstoffe. Diese sind gute Chelatoren, die auch die Pflanzennährstoffe in Lösung halten, wenn diese nicht überdosiert werden.

Ein Wasseraufbereiter, der weniger Wert auf die Schwermetallbindung und die Chlorbeseitigung legt, dafür aber andere evtl. hilfreiche Eigenschaften hat, ist Aquadrakon.

B-Vitamine können die Bakterientätigkeit u. a. im Filter anregen, und unterstützen auch die Pflanzen. Gleichzeitig wirken sie als Ausgleichsfaktor bei Stress der Fische durch Umsetzen, neuen Tieren usw.

Eventuelles Chlor im Frischwasser wird durch einen Zusatz mit Vitamin C beseitigt.

Weil die Jod-Versorgung in Deutschland mangelhaft ist, enthält Aquadrakon relativ viel Jodid. Dieses ist auch für Wirbellose sinnvoll, weil Häutungsprobleme nicht nur mit zu mineralarmen Wasser, sondern auch mit Jodmangel zusammenhängen können.

Magnesium-Chelate binden evtl. vorhandene Schwermetalle. Den gleichen Effekt haben aber auch Chelate in Pflanzendüngern.

Als Ersatz für die oft recht hohen Huminstoffgehalte natürlicher Fischgewässer wird eine Mischung aus Polyvinylpyrollidon, Carboxymethylcellulose und Tannin verwendet.

Daneben sind noch einige Mineralstoffe enthalten, die nicht unbedingt essentiell sind, aber durchaus nützlich sein können.

Wasseraufbereiter können ihre Wirkung verlieren.

Einige Inhaltsstoffe von Wasseraufbereitern können mit der Zeit ihre Wirkung verlieren, besonders, wenn sie in geöffneten Packungen aufbewahrt werden. Fixiernatron ist z. B. ein Reduziermittel und wird durch Oxydationsmittel in der Luft verändert. Wie lange ein Wasseraufbereiter haltbar ist, ist unterschiedlich. Eine offene Flasche sollte aufgrund der Zersetzung des Fixiernatrons nach etwa einem Jahr nicht mehr verwendet werden.

Die Wirksamkeit von Wasseraufbereitern testen

Als Test wird die doppelte Menge Kaliumpermanganat, die der Hersteller empfiehlt, in einen Behälter mit Wasser gegeben. Kaliumpermanganat ist z. B. in einigen Heilmitteln gegen Fischkrankheiten enthalten. Dann wird die vom Hersteller empfohlene Menge des Wasseraufbereiters in das Wasser gegeben.

Die purpurrote Färbung durch das Kaliumpermanganat sollte sofort verschwinden. Die Dauer bis die Farbe verschwindet zeigt an, ob der Wasseraufbereiter noch wirksam ist und wie schnell er Chlor entfernen kann.

Chlor ist ein Oxydationsmittel wie Kaliumpermanganat und Wasseraufbereiter sind Reduziermittel, die oft Fixiernatron enthalten.

Anmerkungen zu dieser Seite bis Oktober 2007
GMC 141.22.33.x20.06.2007 09:44 Uhr [X]
Betreff:
"Im Zweifelsfall gibt der örtliche Wasserversorger kostenlos Auskunft darüber"
Dieser Kann wenn über habt nur den Cu gehalt bis Hausanschluss nehnnen.
In mehr Fermielen Häusern mit mehreren stockwercken mit Kupfer Leitungen kann der Cu gehalt deutlich ansteigen und in einen bereich gelangen wo gegenmassnahmen getroffen werden müssen, sollten.
Daher ist ein nachmessen notwendick
mfg GMC
Olaf Dortants 212.23.126.xx07.09.2007 19:21 Uhr [X]
Zu Wasseraufbereitern gibt es eine sinnvolle und auf Dauer günstige Alternative:

Die Kohlepatrone.


Im Baumarkt kosten sie mit Halterung ca 50 Euro. Nach ungefährt 30.000 Liter ist die Patrone verbraucht. Die Erneuerung kostest gerade mal 15 Euro. 1.000 Wasser kosten also gerade mal 50 Cent mehr. Die Investitionskosten der Anlage hat man also sehr schnell wieder gespart.

Der Vorteil: Die Kohlepatrone entfernt die Schwermetalle und das Chlor. Ein späteres wieder abgeben kann also erst gar nicht passieren. Ich würde mir nie Chemie ins Aq geben, wo ich nicht genau wüßte was da drin ist. Leider schweigen sich die Hersteller in diesen Punkten gerade aus, Wechselwirkungen mit anderen Stoffen kann man so also nicht ausschließen.

Ich ziehe eine Entfernung der ungewollten Stoffe, einer Bindung der Stoffe bei der Aquaristik vor.

Gruß Olaf.


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