Technik fürs Aquarium





Externe Mattenfilter

Ein externer Mattenfilter wird nicht direkt im Aquarium angebracht. Er befindet sich in einem gesonderten Becken, das unter oder neben das Aquarium gestellt wird und das durch Schläuche mit dem Aquarium verbunden ist.

Vorteile externer Mattenfilter

  • Externe Mattenfilter sind flexibler als interne Mattenfilter, weil sie keinen Platz im Aquarium benötigen.
  • Die Reinigung ist einfacher.
  • Die Durchflussmenge kann bei externen Pumpen durch Drosselung leichter reguliert werden als bei internen Pumpen.
  • Ein externer Filter kann leichter angeimpft werden.
  • Der Filter kann leichter abgeklemmt werden, z. B. bei Medikamenteneinsatz.

Beispiel für einen externen Mattenfilter

In einem Aquarium der Größe 60 x 30 x 30 cm werden vier Filtermatten mit PVC-Winkeln befestigt. Die Matten sind 5 cm dick und bestehen aus grobem Schaumstoff. Das Filterbecken steht unter dem Aquarium. Als Pumpe zum Rückfördern des Wassers in das Aquarium wird eine AquaBee 2001 verwendet.
Mit einer Elektronik und Pegelschaltern werden die Wasserstände im Aquarium und im Filter ständig überwacht. Das Wasser fließt durch einen drucklosem Überlauf zum Filter. Damit das Aquarium bei Stromausfall nicht leerläuft, wird ins Zuflussrohr zum Aquarium ein kleines Loch gebohrt.

Filterbecken unter dem Aquarium

Ein unter dem Aquarium stehendes Filterbecken bildet mit dem Aquarium ein so genanntes hydraulisch offenes System. Es muss genauso viel Wasser aus dem Filterbecken in das Aquarium hochgepumpt werden, wie aus dem Aquarium in das Filterbecken läuft. Wenn mehr Wasser nachläuft, läuft das Filterbecken über. Wenn mehr Wasser hochgepumpt wird, ist irgendwann das Filterbecken leer und die Pumpe läuft trocken.

Die Pumpe muss so stark sein, dass sie das Wasser vom Filterbecken hoch in das Aquarium fördern kann.

Der Überlauf muss deshalb so konstruiert werden, dass er je nach Wasserstand im Filterbecken unterschiedlich viel Wasser in das Filterbecken leitet. Wenn die Pumpe ausfällt, muss der Auslauf Luft ziehen, damit das Filterecken nicht überläuft. Wenn der Zulauf zum Filterbecken verstopft, pumpt die Pumpe das Filterbecken leer. Deshalb muss im Aquarium so viel Platz sein, dass der Inhalt des Filterbeckens noch in das Aquarium passt. Sonst läuft das Aquarium über.

Aufgrund der aufwändigen Konstruktion ist ein solches externes Filterbecken erst für Aquarien von ca. 400 Liter Wasserinhalt sinnvoll.

Filterbecken neben dem Aquarium

Die Oberkante des Filterbeckens muss über dem Wasserspiegel im Aquarium stehen. 2 Filtermatten werden der Länge nach in ein kleines Aquarium gestellt. 2 Schläuche werden wie beim Wasserwechsel mit Wasser gefüllt. Jeweils ein Ende wird in das Aquarium gehängt. Das jeweils andere Schlauchende wird im Filterbecken außen vor die Filtermatten gelegt. Durch einen dritten Schlauch wird das Wasser zwischen den beiden Filtermatten mit Hilfe einer Pumpe zurück in das Aquarium gepumpt.

Für ein Aquarium mit 112 Liter Wasserinhalt eignet sich schon ein Filterbecken von 30 x 20 x 20 cm.

Nachteile externer Mattenfilter und Lösungen dafür

Nachteile externer Mattenfilter

  • Der Wasserkreislauf führt aus dem Aquarium heraus. Schläuche können abplatzen, das Filterbecken überlaufen usw.
  • An einer Stelle wird mit relativ großer Saugkraft Wasser aus dem Aquarium gesaugt. Dadurch können Futter und Jungfische angesaugt werden.
  • Im Aquarium ist keine Matte als Futterweide für Jungfische.
  • Die Geräuschentwicklung ist größer als bei internen Mattenfiltern.

Eventuell entstehende Abflussgeräusche werden verringert, wenn der Zulaufschlauch z. B. senkrecht und tief in das Filterbecken eingebaut wird. Weil Mattenfilter geringe Durchflussmengen und -geschwindigkeiten haben, sind Wassergeräusche reduziert.

Wenn das Filterbecken immer soviel Wasser aufnehmen kann, wie aus dem Aquarium bei einem Ausfall der Pumpe zurücklaufen würde, kann das Filterbecken nicht überlaufen. Dazu wird in den Zulauf in das Aquarium und in den Ablauf aus dem Aquarium kurz unter der Wasseroberfläche des Aquariums jeweils ein kleines Loch gebohrt. Bei einer Störung wird Luft eingesaugt sobald der Wasserspiegel im Aquarium unter dieses Loch fällt. Das Zurücklaufen in das Filterbecken wird so unterbrochen. Wenn ein Überlauf mit Oberflächen- und Bodenabsaugung benutzt wird, verringert sich das Risiko, dass sich der Zulauf vom Aquarium in das Filterbecken zusetzt.

Eine Pegelschaltung verhindert, dass die Pumpe trockenlaufen kann. Wenn der Wasserstand im Filterbecken zu stark sinkt, schaltet die Pegelschaltung die Pumpe aus. Steigt der Wasserspiegel wieder, wird die Pumpe angeschaltet. Auch das Trockenlaufen durch Verdunstung im Filterbecken wird verhindert. Die Schaltung verhindert zusätzlich, dass das Aquarium überläuft.