Technik fürs Aquarium





Was ein Kationenaustauscher ist

Ein Kationenaustauscher tauscht nur die Kationen im Wasser aus. Die Anionen bleiben unverändert. Das so genannte Ionenspektrum des Wassers wird verändert. Ob die Änderung des Ionenspektrums für die Aquaristik bedeutsam ist, wird immer wieder kontrovers diskutiert. Die Kationen sollten aber nicht aus H-Ionen bestehen, weil die Fische dies nicht mögen.
Wichtig ist die Karbonathärte vor allem bei der Zucht. Die Zucht einiger Salmler gelingt z. B. nur bei geringster Karbonathärte und höherer Sulfathärte.

Ein stark saurer Kationenaustauscher wandelt alle Salze in die entsprechenden Säuren um. Wenn die Wasserhärte des Leitungswassers nur aus Karbonaten und Bikarbonaten besteht, also nur aus Karbonathärte, erzeugt ein stark saurer Kationenaustauscher destilliertes Wasser mit Kohlensäure. Nach einer Belüftung erhält man nur destilliertes Wasser.
Wenn im Leitungswasser geringe Anteile anderer Salze enthalten sind, Sulfate und Chloride, werden diese in geringe Mengen Schwefelsäure und Salzsäure umgewandelt. Diese Säuren werden durch Mischen mit Originalwasser neutralisiert.
In solchen Fällen reicht ein Kationenaustauscher aus.

Ein schwach saurer Kationenaustauscher wandelt Chloride und Sulfate nicht um, sondern nur Karbonate und Bikarbonate. Die Neutralisation mit Ausgangswasser ist dann nicht notwendig. Für die Haltung von Fischen ist der Unterschied zwischen stark und schwach sauren Kationenaustauschern unwichtig. Bei der Zucht sind nur einige wenige Fischarten anspruchsvoll.

Schwach saure Kationenaustauscher brauchen nur eine geringe Wasserdurchlaufgeschwindigkeit. Stark saure Kationenaustauscher werden direkt an die Wasserleitung angeschlossen.

Kationenaustauscher werden auch als Teilentsalzer bezeichnet.