Zeolith

Vor- und Nachteile von Zeolith

Zeolith ist ein natürliches Silikatgestein. Es hat eine große reaktionsfreudige Oberfläche, die wie ein Ionenaustauscher wirkt. Damit lagern sich im Wasser gelöste Schadstoffe an das Zeolith an.

In erster Linie nimmt Zeolith Ammonium auf. So wird der Anstieg der Nitratmenge verhindert. Weil einige Zeolithe recht porös sind, eignen sich diese auch als biologisches Filtermaterial.

Weil Zeolith ein natürliches Material ist, gibt es Zeolith in unterschiedlicher Qualität. Die Fähigkeit zum Ionentausch ist also nicht bei jedem Zeolith gleich und es werden nicht immer die gleichen Ionen ausgetauscht.

Sehr gute Zeolithsorten kommen aus Australien. Weniger gute Sorten kommen aus Russland. Die russischen Sorten sind sehr massiv und deshalb nicht als biologisches Filtermaterial geeignet.

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*Letzte Aktualisierung erfolgte am: 2018-12-10

Allerdings sind die genauen Wirkungen der im Handel befindlichen Zeolithe auf den Packungen nicht genau beschrieben. Wenn man ein Produkt untersucht und für brauchbar befunden hat, bekommt man es möglicherweise nicht wieder.

Ein Wundermittel ist Zeolith mit Sicherheit nicht. Algenprobleme werden z. B. auf Dauer nur beseitigt, wenn gute Wachstumsbedingungen für die Wasserpflanzen vorhanden sind.

Mit Zeolithen kann man Wasser enthärten, Ammonium abpuffern und dadurch die Nitrifikation gleichmäßiger gestalten.
Zeolith absorbiert aber nicht nur die ungewünschten Stoffe aus dem Aquarienwasser, sondern auch nützliche Stoffe wie Eisen und Spurenelemente, die für ein gutes Pflanzenwachstum erforderlich sind.

Sorptionsmittel wie Aktivkohle, Tonerde und Zeolithe können in speziellen Situationen helfen die Menge unerwünschter Stoffe zu begrenzen, sollten aber nicht dauerhaft verwendet werden. Eine große Menge Mulm (Wasserhumus) wirkt auch als Sorptionsmittel, hat aber zusätzlich andere positive Eigenschaften.

Es gibt Berichte, nach denen zwar zunächst die Algen verschwanden, danach aber auch die Pflanzen abstarben. Andererseits gibt es Berichte von prächtigem Pflanzenwuchs bei der Verwendung von Zeolith. Weil Zeolith ein natürlicher Ionenaustauscher ist, nimmt es eine Zeit lang Ammonium auf. In stark belasteten Aquarien wird dadurch der Algenwuchs reduziert. In einem unbelasteten Aquarium brauchen die Pflanzen aber etwas Ammonium. Zeolith führt dann zu Kümmerwuchs. Wenn das Zeolith nach einigen Wochen weitestgehend mit Ammonium beladen ist, filtert es wie jedes gute Filtermaterial biologisch. Um Zeolith wieder zu regenerieren, wird es für etwa 24 h in 1 %ige, jodfreie Salzlösung gelegt.

Wie gut die biologische Filterleistung ist, hängt wieder von der Zeolith-Art ab. Wenn die Poren zu klein sind, siedeln sich zu wenige Bakterien an. Genau so, wenn das Zeolith kaum Poren enthält.

Als Filtermedium verwendet, wächst Zeolith schnell biologisch zu und ist dann nur noch besiedelte Oberfläche, mehr nicht.

Manche Zeolithe lösen sich im Wasser scheinbar zu einer matschigen Substanz auf. Dadurch kann der ganze Filter verschmutzt werden, wenn das Zeolith nicht oben und unten sauber abgedeckt wird, z. B. mit Filterwatte.

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