Technik fürs Aquarium





Wie funktioniert eine Paffrath-Schale?

Die Paffrath-Schale ist eine umgestülpte Schale, in die von unten CO2 eingeleitet wird. Das CO2 sammelt sich in der Schale und diffundiert langsam in das Wasser. Auch für kleine Aquarien ist die Schale gut geeignet.

Wenn zu viel CO2 erzeugt wird, füllt sich die Schale und das überschüssige CO2 kommt schnell und direkt an die Wasseroberfläche, ohne dass der pH-Wert zu stark verändert wird oder eine CO2-Vergiftung auftritt. Die Größe der Schale muss deshalb der Aquariengröße angepasst werden.

Für jeweils 100 Liter Wasser werden folgende Oberflächengrößen empfohlen:

  • KH bis 10 = 30 cm2
  • KH 11 = 50 cm2
  • KH 12 = 70 cm2
  • KH 13 = 90 cm2
  • KH 14 =110 cm2
  • KH 15 = 130 cm2

Das CO2 kann sich besonders effektiv im Wasser lösen, wenn die Schale in der Nähe des Filterauslasses angebracht wird und ständig eine leichte Strömung an der Schale vorbeiströmt. Eine solche Strömung kann auch mit einer kleinen Pumpe, einem alten Innenfilter usw. erzeugt werden.

Zum Selbstbau wird z. B. der Boden einer 1,5 l Colaflasche abgeschnitten oder gesägt. In der Länge des Umfangs der Schnittkante wird ein Luftschlauch mit 6 mm Durchmesser zugeschnitten. Der Luftschlauch wird der Länge nach aufgeschnitten und auf die Kante der Schale gesteckt. Damit kann sich kein Tier an der scharfen Kante verletzen.

Das CO2 wird von unten in die Schale geleitet. Dazu wird z. B. ein kleines Kunststoffrohr mit einem passenden Sauger senkrecht an einer Aquarienscheibe befestigt. Der CO2-Schlauch wird von unten auf das Kunststoffrohr geschoben. Die Schale wird von oben über das Kunststoffrohr gestülpt.

Die Paffrath-Schale kann gleichzeitig als Blasenzähler dienen, wenn in die Schale ein Loch gebohrt wird. In das Loch wird ein Schlauchverbinder gesteckt. Oben auf den Schlauchverbinder wird der CO2-Schlauch gesteckt. Von unten wird ein kleines Stück Schlauch und ein Winkelstück auf den Verbinder gesteckt. Der Schlauch sollte ein gutes Stück in die Schale ragen, damit die Blasen gut sichtbar sind.

Von Zeit zu Zeit muss die Schale unter Wasser gedreht werden, damit Falschgase entweichen. Bei Hefegärung kann das z. B. regelmäßig gemacht werden, wenn eine neue Mischung angesetzt wird. Eine komfortable Entlüftung erhält man, wenn oben in die Schale ein kleines Loch gebohrt wird, in das ein Schlauchverbinder gesteckt wird. Von oben wird ein kleines Stück Schlauch mit einem Ventil gesetzt. Durch Öffnen des Ventils werden die Falschgase abgelassen.