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"Schaumstoff" bei Wasserplanzen

Hy.

Bis jetzt habe ich den "Schwamm" bei neugekauften Wasserpflanzen immer entfernt u. sie in das Becken eingepflanzt.Nun würde es mich aber interessieren, ob es bedenklich ist, wenn man sie gleich mit diesem "Schwamm" einsetzt? Ich meine, ob es schädlich für Tiere o. Pflanzen im Becken sein könnte.

Mit freundlichen Grüßen
Stefan


Hallo Johannes,

da der Schwamm sich im Aquarium ja nicht zersetzt, bekommst Du mit der Zeit einen richtigen kleinen Müllhaufen im Aquarium zusammen. Ich würde den Schwamm immer entfernen, weils ja auch viel einfacher zum Einpfanzen ist (es sei denn, du gräbst im Bodengrund gerne soooo große Löcher, daß der Schwamm hineinpaßt).

Gruß Rüdiger


Genau.

Schau mall am

www.tropica.dk/advices.shtmll

With many Thanks


Hallo

Entferne den Schwamm besser weiter.Verschimmelt sonst mit der Zeit und das ist mit sicherheit schädlich für die Tiere.

Mfg.Inge


Hallo Stefan,

der "Schwamm" ist in den meisten Fällen Steinwolle. Das Substrat ist für die Pflanzenzucht in der Wassergärtnerei gut geeignet, aber nix gut für die empfindlichen Därme unserer kleinen Lieblinge.Deshalb immer gut entfernen.

Reinhardt


Müssen Schaumstoffreste restlos von AQ-Pflanzen entfernt werden?

Hallo,

habe mir gestern etwas "AQ-Gras"(Art noch unbekannt) geholt. Diese war in einem Schälchen mit Schaumstoff angesetzt. Es ist mir unmöglich, diesen restlos zu entfernen. Kann ich es trotzdem bedenkenlos ins AQ setzen (Sandboden)?

Gruss Jahn!


Hallo Jahn,

Versuchs mal unter dem Wasserhahn (Wasser nicht zu kalt), so bekomme ich das Zeugs eigentlich immer raus.

Gruss Sabine


Jahn,

wenn wir Schaumstoff für Mattenfilter verwenden stpricht wohl wenig gegen kleine Schaumstoffreste in den Wurzeln. Kritischer finde ich da schon die Mineralwolle die viele Firmen verwenden, aber die ist ja auch leichter zu entfernen.

Peter


jepp - unkritisch ist schaumstoff (nach den heutigen kenntnissen)... wer weiß, was in zukunft alles 'böses' im schaumstoff entdeckt wird und unsere nachfahren über unser handeln nur den kopf schütteln werden *g*

schaumstoff hat halt den nachteil, dass es im wasser auftreibt und dann evtl die pflanze mit an die oberfläche nimmt...

Gruß, Gustav


Hey Jahn

Schaumstoff - zum Not drannlassen (allerdings keine eigene Erfahrungen)
Steinwolle - alles abmachen.

Ich hab mir mal 4 große Rasenstücke E. tenellus gekauft, die auf Mineralwolle gezogen waren. (zusammen >> DINA4)

Da ich in meinem Becken zum einen nur sehr wenig Bodengrund haben kann (<2cm) und die Stücke auch so schön dicht waren, hab ich sie so auf eine dünne Sandschicht gelegt und von oben Sand draufgestreut.

Die Pflanzen sind mir zu über 80% verfault - nur an den Rändern der Stücke wuchsen die Pflanzen gut an.

Ich hab dann alles nochmal rausgenommen und die "überlebenden" komplett von der Wolle befreit. Danach hatte ich zwar nicht mehr eine so schon dichte Fläche sondern einzelne lange Pflanzenketten und das Einpflanzen (und das Wiedereinpflanzen nach ein paar Minuten bis Tagen) ist natürlich sehr lästig gewesen. Aber die Pflanzen haben es mir gedankt.

Noch praktische Tipps: Das Entfernen der Wolle geht unter Wasser recht gut durch leichtes Schütteln/Zupfen. Und beim Einpflanzen ist eine Pinzette Gold wert.

Zum Schaumstoff fallen mir eigendlich nur so kleine Streifen ein, die um die Pflanzen spiralförmig aufgewickelt sind. Wenn das so ist, wickel sie vorsichtig ab, auch wenn Du etliche Wurzeln zerreist.

Wenn Du allerdings feste Schaumstoffklötzchen hast, die von den Pflanzen richtig durchwurzelt sind, ist das Entfernen natürlich sehr schwer, ich würd es aber doch versuchen.

Gruß Jens


Steinwolle an Pflanzen

Hallo

muß man beim pflanzen die Steinwolle 100%ig entfernen? Was ist wen noch Reste dran bleiben?

Gruß Markus


Hallo Markus,

Wasserpflanzen werden i.d.R. emers kultiviert, und stehen dabei mit ihrem Steinwolletöpfchen in einer ziemlich konzentrierten Nährstofflösung. Entfernst Du die Steinwolle nicht gründlich genug, holst Du Dir damit womöglich eine etwas ungewollte Konzentration von Spurenelementen oder Makronährstoffen ins Aquarium, die noch in den Steinwolleresten vorhanden sein kann. Also besser gründlich entfernen...

Viele Grüsse, Ulrich


Hallo!

Aber allzuoft sind die Wurzeln darin verwachsen und wenn ich sie entferne, reißen mir viele Wurzeln mit ab.Einmal war eine Pflanze von mir nur noch halb so dicht wie nach dem Einkauf.

Gruß Jörn


Hi Ulrich,

teilweise sind die Wurzeln sehr stark darin verankert. Wie würdest Du das praktisch machen. Ich habe mich bisher nicht so recht getraut, die Reste unter starker mechanischer Einwirkung zu entfernen, weil ich die Wurzeln nicht zu stark schädigen wollte.

Gruss Hans


Hi Ulrich,

das mit den Nährstoffen wird wohl so stimmen, kein Zweifel. Aber unter allen Umständen die Steinwolle vollständig zu entfernen, würde ich nicht empfehlen. Das Wohl der Pflanze steht da doch noch im Vordergrund,denn wie Joern und Hans ja schon erwähnt haben, müßte man bei einigen Töpfen die Pflanze derart verletzen, daß man sie nach dem Entfernen der Steinwolle wegschmeißen könnte. Wenn Reste von Steinwolle nicht entfernt werden können, kann man sie ja noch auswaschen, um sicherzustellen, daß keine Nährstoffe mehr darin enthalten sind. Zumindest kann man sie damit drastisch reduzieren. Daß trotzdem so viel Steinwolle wie möglicht entfernt werden sollte, ergibt sich aber auch aus dem Problem, daß Steinwolle Kiemen schädigen kann. Wenn sie vom Fischen gefressen wird, sollte das auch problematisch sein. Beim Menschen verursacht Steinwolle ebenso wie Glaswolle Schäden an der Lunge, die zu Krebs führen können.

Gruß Markus


Hi Markus,

>Pflanze derart verletzen, daß man sie nach dem Entfernen der Steinwolle
>wegschmeißen könnte.

so sehe ich das und frage mich deshalb, wie man das praktisch machen soll. Die Steinwolle sitzt nun einmal meistens sehr fest. Allerdings sind auch Schaumstoffe, die um die Wurzeln gewickelt sind, mitunter kaum restlos zu entfernen.Auswaschen ist bei beiden Materialien nach meiner Erfahrung kaum möglich.

>Daß trotzdem so viel Steinwolle wie möglicht entfernt werden sollte, ergibt
>sich aber auch aus dem Problem, daß Steinwolle Kiemen schädigen kann. Wenn

Nun frage ich allerdings, warum so etwas überhaupt verwendet wird? Da ich auch Pflanzen ohne Steinwollzugabe bekommen kann, je nach Händler, ist es wohl das beste, bereits beim Kauf darauf zu achten.

Gruss Hans


Hallo Hans,

es reicht vollkommen, die Steinwolle "so weit wie möglich" zu entfernen. Sie reicht ja nicht über den Wurzelansatz hinaus, bzw. ist dort problemlos zu entfernen. Wenn danach noch Reste zwischen den stärkeren Wurzeln verbleiben und vom Kies weitgehend bedeckt sind, besteht keinerlei Gefahr mehr.

Wichtig ist, daß gründlich gespült wird, wie Ulrich ja schon sagte, um Reste der Nährlösung zu entfernen. Besonders wichtig ist dies bei den sogenannten "Mutterpflanzen" und großen Schaupflanzen, die regelmäßig in riesigen Paketen Steinwolle sitzen. Wenn bei der Reinigungsaktion feine Wurzeln abgetrennt werden, schadet das normalerweise keineswegs, man spart sich höchstens den sowieso ratsamen Rückschnitt der Wurzeln.

Die immer wieder beschriebene "Gefährlichkeit" der Steinwolle für Fische ist wohl größtenteils ein Relikt aus der Zeit, als man 24 Stunden am Tag von todbringenden Asbestfasern hörte und las. Ich habe auch bei vergleichsweise riesigen Mengen von Steinwolle noch nie Probleme bei meinen Fischen feststellen können, die darauf zurückzuführen waren.

Wer es dann doch lieber ganz exakt und peinlichst genau machen will, der soll eine gute Pinzette benutzen, die kann auch gleich beim Einpflanzen kleiner Pflänzchen helfen. Und zum Schluß noch ein von Heike Meier-Nieragden aufgeschnappter guter Tip: Mit einer Zahnbürste lassen sich Steinwollereste ebenfalls recht gut und trotzdem schonend entfernen.

Viele Grüße
Bernd


Hallo Bernd,

jetzt ist es mir jetzt klar: Die Steinwolle soweit entfernen wie möglich und dann ausspülen, um die Nährstoffe zu entfernen

>Mit einer Zahnbürste lassen sich Steinwollereste
>ebenfalls recht gut und trotzdem schonend entfernen.

guter Tip.

Gruss Hans


Hi Bernd,

die Lungenkrebsgefahr von Steinwolle (bei Glaswolle noch höher) ist nicht sehr viel geringer als von Asbestfasern. Wozu also Relikt?

Gruß Markus


Hallo Markus,

hast Du dafür irgendwelche weiterführende Informationen? Ich habe z. B. relativ intensiv mit den Begriffen Steinwolle und Grodan die Suchmaschinen gefüttert und bin nicht fündig geworden, was die Krebsgefahr betrifft. Glaswolle und Asbest bescherte eine Fülle von Treffern.

Viele Grüße
Bernd


Hi Bernd,

zu diesem Thema kam einmal ein Beitrag im ARD-Ratgeber. Dort wurde dargestellt, daß die Industrie nun endlich einen Ersatz für Glaswolle entdeckt hätte, eben Steinwolle. Die allgemeine Freude sei groß gewesen, die Ernüchterung im nachhinein aber auch, da Steinwolle auch nur aus in der Lunge schwer abbaubaren Mineralfasern bestehe, und durch die ebenso feine Struktur nicht ausgeschieden werden könne. Der Effekt sei ähnlich wie bei Glaswolle, aber nicht so stark.

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Dann hast Du nicht "relativ intensiv" genug gesucht. Schon beim ersten Versuch hatte ich bei www.av.com, Advanced,gesucht nach "steinwolle AND lunge", z.B. folgende Treffer:

http://www.bau-info.at/kataloge/50093/t8_10.shtml Zitat: "Bei Glas- und Steinwolle sind überhaupt nur rund 0,15 Gewichtsprozent als Feinstaub lungengängig."

http://www.naturkost.de/aktuell/sk970902.shtml Zitat: "Künstliche Mineralfasern wie Glas- und Steinwolle ersetzen heute Asbest. Sie isolieren Dächer und Wände, gelten allerdings als krebserregende Arbeitsstoffe."

http://www.holzapfel.ch/Haus/handbuch.shtml Zitat: "Die Steinwolle wiederum ist extrem feuerbeständig und witterungsfest. Nachteilig bei der Zellulose ist die Setzung, was eine Verschlechterung der Isolation bewirkt, und bei der Steinwolle die Mikropartikelbildung bei Luftkontakt, was beim Einatmen Krebsbildung Verursachen kann. (Dazu sollten Sie wissen, dass Lautsprecherboxen, Backofen und viele andere Haushaltsgeräte Stein- und Glaswolle verwenden.Gegen die Nachteile wurden Vorkehrungen getroffen. Die Zellulose wurde in viele kleine Kammern aufgeteilt und die Steinwolle wurde mit mehreren Schichten mineralischem Verputz verpackt. Achten Sie also darauf, die Aussenhülle nicht zu beschädigen."

http://www.ruhr-uni-bochum.de/rubin/rbin2_95/rubin3.shtml Zitat: "Heute wissen wir: Asbestfasern können Krebs verursachen. Welche Gefahren stecken in anderen künstlichen Mineralfasern? Mediziner der RUB forschten und ziehen ein Fazit: Künstliche Mineralfasern besitzen nicht entfernt das hohe pathogene Potential von Asbest." Hier wird allerdings mehr gezweifelt als bewiesen. Scheint so, als ob die Wissenschaft noch nicht schlüssig geklärt hat, ob Mineralfasern für den Menschen gefährlich sind oder nicht.

http://blauer-engel.de/News/presse-uba/p-2897-d.shtml Zitat: "Um das Umweltzeichen zu erhalten, muß der Anmelder durch ein Gutachten eines akkreditierten Prüfinstituts nachweisen, daß die Dämmstoffe einen Kanzerogenitäts-Index KI > 40 aufweisen. Dieser Index ist ein Maß für die biologische Löslichkeit der Fasern, zum Beispiel in der Lunge. Je größer die Löslichkeit, desto geringer ist die Gefahr der Krebsentstehung."

Ich habe keine großen Bedenken beim Einsatz von Steinwolle in der Aquaristik, solange diese naß ist.Denn dann kann sich ja auch kein Staub bilden und somit nicht eingeatmet werden. Wird sie dagegen getrocknet und zwischen den Fingern verrieben, ... aber wer macht das schon. Würde ich dagagen Steinwolle als Dämmaterial verarbeiten müssen, würde ich das nur mit geeigneten Schutzvorichtungen tun.

Gruß Markus


Hallo Markus,

vielen Dank für diese umfangreiche Recherche und Darstellung. Muß doch einmal andere Suchmaschinen ausprobieren oder "relativ" relativieren ;-).

Angesichts Deiner Nachricht nehme ich also das "Relikt" zurück. Die ganz große Gefahr sehe ich aber bei der aquaristisch "normalen" Verwendung von Steinwolle auch nicht gerade. Das scheint ja bei Dir durchaus ähnlich zu sein.

Nochmals vielen Dank für Deine Mühe.

Viele Grüße
Bernd


Hallo Joern,

etwas spät, aber angeblich soll es ja nie zu spät sein :-). Ich antworte Dir hier auch 'mal zentral,stellvertretend auch für die andere Antworten (hallo Hans, hallo Markus :-).

> Aber allzuoft sind die Wurzeln darin verwachsen und wenn ich sie entferne,
> reißen mir viele Wurzeln mit ab. Einmal war eine Pflanze von mir nur noch
> halb so dicht wie nach dem Einkauf.

Grundsätzlich ist es so, dass nur die gerade im Wachstum befindlichen feinen Wurzelspitzen aktiv sind. Diese werden beim Umpflanzen sowieso und auf jeden Fall zerstört. Beim Wurzelrückschnitt entfernt man daher zum grössten Teil Wurzelgewebe, was danach eh absterben würde. Diesbezüglich braucht man sich also keine allzu grossen Gedanken machen, dass die Wurzeln ernsthaft geschädigt werden. Gräbt man nach einer Weile eine bereits angewachsene Pflanze aus, so wird man feststellen, dass die ursprünglich eingegrabenen Wurzeln abgestorben sind und sich sowieso neue frische gebildet haben.

Rein praktisch entferne ich die Steinwolle mit einer normalen Pinzette, die ich nicht nur zupfend verwende, sondern auch seitlich durch die Wurzeln streichen lassen. Die so gelockerte und zerschlitzte Steinwolle lässt sich z.T. in grossen Stücken entfernen, z.T. aber auch nur durch wiederholtes Spülen. Ich gehe dabei stets äusserst penibel vor.

Viele Grüsse, Ulrich


Hi Ulrich,

>wiederholtes Spülen. Ich gehe dabei stets äusserst penibel vor.

danke, so werde ich es bei meinen nächsten Pflanzen einmal machen.

Wie ist die Sache bei Schaumstoff zu sehen?

Gruss Hans


Hallo Hans,

Schaumstoff ist mit Sicherheit viel unkritischer. Zum Einen hat er nicht so eine hohe Dichte wie die Steinwolle und ist damit nährstoffmässig wohl keine Gefahr, zum anderen entwickelt er ja auch keine Flusen, die dann versehentlich von den Fischen gefressen werden könnten. Und zu guter letzt ist er meistens recht einfach zu entfernen :-).

Viele Grüsse, Ulrich


Hi Ulrich,

so sind denn meine Fragen dazu restlos beantwortet. :-)

Gruss Hans