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grosse Kognacpflanze macht Probleme

Hallo liebe NG'ler,

Ich denke, hier in der NG gibts auch einige Pflanzenspezialisten und an die moechte ich eine Frage stellen.

In meinem AQ habe ich seit ca. einem Jahr eine grosse Kognacpflanze (Ammannia gracilis). Diese habe ich von einer edlen Spenderin hier aus dem GB erhalten. Bisher konnte ich regelmaessig Kopfstecklinge verwenden, da die zu gross gewordene Pflanze oefter aus dem Wasser ragte. Allerdings beobachte ich, dass der Pflanzenstamm zusehends verkahlt.Anfangs hielt sich das noch in Grenzen, mittlerweile sind vier Stiele mit jeweils einer Krone von einigen Blaettern vorhanden. Die unteren Blaetter gehen irgendwann ab und treiben dann auf der Wasseroberflaeche. Die vier Pflanzen stehen in einer lockeren Gruppe, ich denke, dass auch in den unteren Regionen genuegend Licht ankommt. Das Verkahlen der unteren Stellen wird immer schlimmer. Andere Pflanzen wie Rotala Macrandra, Alternanthera reineckii (Rotes Papageienblatt), Barclaya longifolia (welche jetzt sogar blueht) oder die rote Tiegerlotus haben keinerlei Wachstums-schwierigkeiten.

Nun zum AQ:

200 Liter brutto, (100x50x40) Bodengrund mit schwachem Heizkabel, Kies 1-3 mm, 3x 30 Watt Leuchtstoffroehren,Lichtfarbe 840; 830; 860 Wasserwechsel woechentlich 90 Liter mit VE-Wasser welches mit Trinkwasser verschnitten wird (LF 400µS/cm-3) Geduengt wird nach dem Wasserwechsel mit 7 ml Doc Kremsers Pflanzendope und nach drei Tagen nochmals mit 2 ml. CO2 Anlage ist vorhanden (KH 4 °dH; PH6,8) + PH-Controller

NO2 n.n. NO3 10 mg/l PO4 < 0,1 mg/l Fe laut Tetra und JBL Test 0,05- 0,1 mg/l

Irgendwo habe ich gelesen, dass die Kognacpflanze viel Kalium braucht, bin mir aber nicht sicher. Vielleicht hat jemand von Euch einen Tipp fuer mich, ich moechte diese schoene Pflanze nicht verlieren. Üebrigens, eine hoehere Duengermenge kann ich nicht verwenden, denn dann entstehen sofort wieder Bartalgen.

CU Frank


Hallo Frank,

> Bisher konnte ich regelmaessig Kopfstecklinge verwenden, da die zu
> gross gewordene Pflanze oefter aus dem Wasser ragte.

Du steckst die Stecklinge also neu und ziehst zumindest manchmal die alten Stengel heraus?

> Allerdings beobachte ich, dass der Pflanzenstamm zusehends verkahlt.
> Anfangs hielt sich das noch in Grenzen, mittlerweile sind vier Stiele
> mit jeweils einer Krone von einigen Blaettern vorhanden.
> Die unteren Blaetter gehen irgendwann ab und treiben dann auf der
> Wasseroberflaeche.
> Die vier Pflanzen stehen in einer lockeren Gruppe, ich denke, dass
> auch in den unteren Regionen genuegend Licht ankommt.

Das klingt nicht danach, als ob Du die Kopfstenglinge wiederverwendest und die alten Stengel herausziehst.Klär' mich mal auf. :-)

Gruß Markus


Hallo Markus,

Ich schneide wenn die Pflanzen die Wasseroberflaeche erreicht haben die oberen Pflanzenteile als Stecklinge ab, die Pflanzenstiele sind ja kahl. Diese entferne ich immer aus dem AQ. An den Stielen entwickeln sich manchmal schwache Seitentriebe, welche ich auch als Stecklinge verwende, aber die werden meistens nichts.

Die alten Stengel entferne ich aus dem AQ, die Stecklinge verwende ich.

CU Frank


Hallo Frank,

> Die alten Stengel entferne ich aus dem AQ, die Stecklinge verwende
> ich.

hab' ich mir schon gedacht, aber sicher ist sicher.

Kasselmann schreibt, daß A. gracilis viel Licht, einen nährstoffreichen Boden, weiches Wasser und Temp.ab 24°C braucht. Bei zu wenig Licht würde die Pflanze an den unteren Knoten schwarze Blätter bekommen.Bei gut 50% WW jede Woche mit einem Wasser mit 400µS/cm halte ich einen Kaliummangel für ausgeschlossen.Oder gehört dieser Leitwert zum Trinkwasser? Wenn nicht, ist er für 4°dKH etwas hoch. Mein Wasser kommt -auf 4°dKH hochgerechnet - gerade mal auf ca. 210µS/cm. Wie hoch ist die GH? Wie lange steht ein Stengel seit dem Einpflanzen, bis das Abwerfen der unteren Blätter losgeht?

Ansonsten fällt mir nichts auf.

Gruß Markus


Hallo Markus,

Die Blaetter verfaerben sich tatsaechlich dunkel, bevor die abfallen. Sollte da wirklich Lichtmangel eine Ursache sein? Rotala Macrandra waechst doch aber auch recht gut und die ist doch sehr Lichthungrig.

Das Wechselwasser ist eine Mischung aus Trinkwasser (GH 33°dH; KH18°dH; 1200µS/cm) und VE-Wasser. Ich betreibe eine kleine VE-Anlage um dieses unmoegliche Trinkwasser weicher zu machen. Ausserdem verwende ich teilweise Wasser aus Erfurt Sued-Ost, welches wesentlich weicher ist. Ich denke wir hatten schonmal einen Thread zu diesem Thema.Die Trinkwasserwerte findest Du ja auch auf der Dennerle Datenbank.

> Ansonsten fällt mir nichts auf.

Mir auch nicht!? Aehm, vielleicht sollte ich solche Duengerkugeln in den Kies druecken, moeglicherweise ist der Bodengrundduenger verbraucht.

CU Frank


Hallo Frank,

> Sollte da wirklich Lichtmangel eine Ursache sein?

läßt sich aus der Ferne schlecht beurteilen. :-)

> Im Trinkwasser siehe oben, im Wechselwassergemisch 10°dH

Vielleicht zu hart für A. gracilis? Oder: nicht jede Pflanze wächst in jedem Aquarium unter den auf den ersten Blick selben Bedingungen gleich gut.

> Schwierige Frage, das geht eigentlich richtig los, wenn die Haelfte
> der AQ-Hoehe erreicht ist.

Ich vermute Eigenbeschattung. Meine Ludwigia (vermutlich) palustris entledigt sich auch der unteren Blätter,wächst aber ansonsten recht zufriedenstellend.

> Aehm, vielleicht sollte ich solche Duengerkugeln in den Kies
> druecken, moeglicherweise ist der Bodengrundduenger verbraucht.

Versuch macht kluch. :-)
Hast Du die Möglichkeit, mal einen Stengel freistehend zu pflanzen? Also an eine Stelle, an der im Radius von vielleicht 10-15cm keine höheren Pflanzen stehen?

Gruß Markus


Hallo Markus,

Als ich die Stecklinge bekam, hatten die wesentlich dickere Stengel, als die jetzt haben.

> Versuch macht kluch. :-)

Ich hoffe, dass sich dadurch kein neues Algenproblem ergibt.

> Hast Du die Möglichkeit, mal einen Stengel freistehend zu pflanzen? Also
> an eine Stelle, an der im Radius von vielleicht 10-15cm keine höheren
> Pflanzen stehen?

Das AQ ist sehr dicht bepflanzt, werde mal sehen, ob ich einen Steckling irgendwo an einer Stelle mit viel Licht einsetzen kann.

CU Frank



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*Letzte Aktualisierung erfolgte am: 2019-01-23


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