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Neu eingerichtetes 54 Liter Aquarium

Foto: Viola (Forum)

Neueinrichtung ! Wieviele Pflanzen und welche?

Hallo!

Ich bin gerade dabei mein 240l Becken einzurichten (1,20m). Was für welche Pflanzen sollte man da nehmen und wieviel? Was muss man beim einsetzen beachten und sollte man gleich Düngen? Ich habe als Besatz so an Standartfische gedacht wie Welse, Guppy Neon und so.

Gruss Werner


Hallo Werner

Bei der Bepflanzung ist deiner Phantasie Tür und Tor geöffnet. Welche Pflanzen du auswählen solltest,hängt natürlich auch von den Wasserwerten ab. Dein Aquariumhändler kann dir dabei sicher nützliche Tips geben. Vor dem Einsetzen solltest du lediglich die Wurzeln auf ca 2 cm zurückschneiden. Vom Düngen halte ich persönlich nicht viel, vielleich auch weil ich mich dabei nicht so gut auskenne. Aber ich bin mir sicher,daß dir andere NG'ler dabei guten Rat geben können.

Grüße Günther


Hallo Werner,

im Prinzip ist das Geschmacksache. Ich würde mich aber an folgende Regeln halten.

1. Am anfang sollten die meisten Pflanzen schnell wachsend sein. Hilft zum Abbau fast aller Schadstoffe. Wenn diese Pflanzen veralgen kannst du sie ohne groß nachzudenken rausschmeißen. Verbrauche im Verhältnis wenig CO2.

2. Ich würde noch Oberflächenpflanzen dazu nehmen. Aufpassen die haben innerhalb ein paar Tage das Becken zugedeckt. Regelmäßig abfischen. Wenn die nicht mehr wachsen stimmt was nicht. Eisen testen.

3. Unbedingt die benötigte Lichtstärke beachten. Niemals lichthungrige Pflanzen in den Schatten stellen.

4. In der Regel gilt. Um so weicher das Wasser um so besser der Pflanzenwuchs. Hast du hartes Wasser bitte bei Kauf darauf achten. Manche Pflanzen wachsen sogar nur bei weichem Wasser.

5. Noch nicht an schwierige Pflanzen denken.

6. Soviel wie möglich. Man sollte hier nicht sparen. Das Becken kommt viel schneller in Schuß.

7. Vor dem einpflanzen die Topf und die Mineralwolle vollständig entfernen. Die Pflanzen nicht in Bündeln einsetzen. Den Bund in möglichst viele Einzelpflanzen zerlegen. (Und dann mit einer Pinzette pflanzen.)

8. Auf keinen Fall sofort düngen. Dies fordert nur den Algen wuchs.

9. Literatur. - Mergus Band 1 - Pflanzenbuch von Dennerle - Vielleicht schaust du das eine oder andere Buch von Amano an.

So auf die schnelle war das alles. Viel Spaß mit deinem Becken.

Grüße Tom

PS Wenn deine Pflanzen in einem halben Jahr nicht mehr wachsen. Mach mal nenn Eisentest.


Hallo Werner,

ich habe ein 390l-Becken (Grundfläche 130x60cm) und folgende Pflanzen eingepflanzt:

Rosettenpflanzen: 5 Echinodorus bleheri (=paniculatus) 50 Echinodorus tenellus (4-5 Töpfe) 30 Vallisneria spiralis

Rhizompflanze: 5 Microsorium pteropus

Knollenpflanze: 2 Nymphae lotus

Meist schnellwachsende Stengelpflanzen: 20 Didiplis diandra 10 Heteranthera zosteraefolia 10 Hygrophila corymbosa 10 Hygrophila difformis 10 Limnophila sessiliflora 5 Lobelia cardinalis 10 Ludwigia repens 10 Rotala indica (=rotundifolia)

Die Zahlen geben Stück und nicht Töpfe und Bünde an. Da Dein Aquarium etwas kleiner ist,müßtest Du die Zahlen entsprechend anpassen. Didiplis diandra ist etwas schwierig, wächst rel. langsam und ist nur für weiches Wasser empfehlenswert, für den Anfang nicht unbedingt. Lobelia cardinalis wächst auch langsam, ist aber ansonsten unkompliziert. Alle anderen Pflanzen wachsen normalerweise recht schnell und sind absolut problemlos bzgl. Wasserwerte, wenn sie konstant bleiben. Ich hatte die ersten 4 Wochen KH 14 und GH 18,CO2-Düngung. Die Pflanzen wuchsen trotz der rel. hohen Härte ziemlich gut.

Bei der Wasserpest (Egeria densa) muß man manchmal Glück haben, eine warmwassertaugliche "Version" zu erwischen. Deshalb verwende ich sie gar nicht. Vorsicht bei allen Cryptocorynen: für eine Neueinrichtung sind fast alle Arten dieser Pflanzengattung nicht geeignet, da sie häufig nach dem Einpflanzen die meisten Blätter verlieren und eine rel. lange Eingewöhnungszeit haben. Limnophila aquatica ist auch etwas problematisch und für den Anfang nicht in größeren Mengen zu empfehlen. Wenn Du Skalare hast, ist Heteranthera zosteraefolia nicht die beste Wahl, da die Skalare gern etwas an den frischen Blätter zupfen. Hygrophila corymbosa und difformis müssen ab und zu ausgelichtet werden, besonders letztere, da die unteren Blätter sonst zu wenig Licht abbekommen und abfallen. Und nicht zu dicht pflanzen. Nymphae lotus möchte ich auch als etwas problematisch bezeichnen. Obwohl sie sicherlich bei vielen prächtig wächst, hat sie bei mir völlig versagt.

Wenn Du die Stengelpflanzen im Topf mit Steinwolle bekommst, würde ich mir nicht die Mühe machen, die Steinwolle zu entfernen, sondern die Stengel knapp darüber abzuschneiden (scharfe Schere, bei dicken Stengeln vielleicht auch mal ein scharfes Messer). Beim Entfernen der Steinwolle werden die Stengel nur unnötig verletzt.Die Stengelpflanzen kann man durchaus zu viert in den Boden stecken. Mir hat das bisher nur Ludwigia repens ab und zu übelgenommen. Beim Stecken aber nicht die Stengel quetschen. Zur Pflege der Stengelpflanzen: wenn sie die Wasseroberfläche erreicht haben oder schon etwas flutend wachsen, die Stengel nicht einfach abschneiden und den noch im Boden steckenden Rest wieder nach oben wachsen lassen, sondern die abgeschnitteten Teile (>10-15 cm bzw.>= 5 Blattpaare) neu in den Boden stecken und den alten Teil entfernen. So verhinderst Du, daß die Pflanzen immer älter werden, von unten her abfaulen und nach oben hin immer dünner werden. Ab und zu kann man schon mal nur abschneiden und nicht erneuern, aber zu häufig sollte man es nicht machen. Das kommt auch auf die jeweilige Pflanze an. Hygrophila polysperma, Heteranthera zosteraefolia, Rotala rotundifolia, Didiplis diandra nehmen es kaum übel (Pflanzengruppe wird buschiger, aber übertreiben braucht man es auch nicht), Rotala und Limnophila dagegen nehmen es nach meiner Erfahrung schon übel.

So, sonst fällt mir im Moment nichts mehr ein.

Gruß Markus


Hallo,

nach meinen Erfahrungen, kann alles eingesetzt werden was schnell wächst. Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn erst einmal eine Art wächst, wachsen (fast) alle. Also nicht gerade am Anfang teure und anspruchsvolle Pflanzen einsetzen. Im allgemeinen sollte der Kies mit einem entsprechenden Dünger versehen werden. Da bietet der Handel reichlich Auswahl. Wobei ich immer die Hälfte nehme von dem was der Hersteller vorschreibt, auch bei Flüssigdünger. Am Anfang gibt aber der Bodendünger genügend Nahrung an das Wasser ab, also keinen Flüssigdünger verwenden.

Gruß Uwe



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*Letzte Aktualisierung erfolgte am: 2019-01-23


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