Wabenschilderwelse

Datenblatt: Glyptoperichthys gibbiceps
Deutscher Name:
Wabenschilderwels
Herkunft:
Südamerika: Peru
Größe:
50 cm
Aquarium
Länge:
200 cm
Inhalt:
320 Liter
Beleuchtung:
Schattig
Einrichtung:
Pflanzen, Höhlen
Wasserwerte
Temperatur:
23 – 27 °C
ph-Wert:
6,5 – 7,8
KH:
 °dKH
GH:
4 – 15 °dGH
Verhalten
Anzahl:
 
Bereich:
Boden
Vermehrung:
Eierleger
Futter:
Algen, FD-Futter
Verhalten:
Schwarmfisch, nachtaktiv
Schwierigkeitsgrad
Fortgeschrittene

Allgemeines über Wabenschilderwelse


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Wabenschilderwels

Foto: Philippe Coulon

Wabenschilderwelse, Glyptoperichthys gibbiceps, werden über 45 bis 50 Zentimeter groß. Sie wachsen sehr schnell. Sie können innerhalb von 6 bis 12 Monaten von 5 bis 7 Zentimeter auf ca. 30 Zentimeter wachsen. Große Tiere wachsen nur noch sehr langsam. Nach drei Jahren können sie auch in relativ kleinen 1,20 Meter langen Becken 45 Zentimeter groß sein. Tiere, die von zu kleinen Becken in große Becken umgesetzt werden, können aber in 2 Monaten z.B. 7 Zentimeter wachsen.

Weil sie sehr stark koten, sind die Nitratwerte in zu kleinen Becken extrem hoch. Die Kotfäden werden teilweise bis 50cm lang. Auch für ein „nur“ 20 Zentimeter großes Tier ist ein 240 Liter Aquarium deshalb schon zu klein. Ein guter Filter mit hohem Durchsatz ist wichtig.

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Die Tiere sind in der Regel nachtaktiv. Bei Beleuchtung sind sie kaum zu sehen. Im Halbdunkeln sieht man sie durch das Aquarium segeln. Einige Tiere sind auch am Tag aktiv, wenn gefüttert wird. Dann vertreiben sie auch größere Tiere, z.B. Diskus, von der Futterstelle.

In ausreichend großen Becken, d.h. in Becken ab 600 Liter Inhalt, sind Wabenschilderwelse sehr friedlich. Sie können sehr zutraulich werden und aus der Hand fressen indem sie sich z.B. auf den Rücken drehen und Trockenfutter aus den Fingern saugen.
Allerdings kann es vorkommen, dass sie sich nicht mit anderen großen Fischen vertragen. Besonders wenn sie meinen, dass jemand das Futter weg nimmt, können unleidlich werden.

Ab einer bestimmten Größe kann es sein, dass Pflanzen aufgrund der Welsgröße abgeknickt werden. Wenn die Tiere irgendwo durch wollen, dann kommen sie auch durch.

Wabenschilderwelse graben stark im Boden. Dabei werden auch Pflanzen ausgegraben. In einer Nacht kann ein Loch von 15 Zentimeter Durchmesser und 8 Zentimeter Tiefe in Sand gegraben werden. Daran sollte man die Tiere auch nicht hindern. Es macht auch keinen Sinn, die Löcher zuzuschütten. Am nächsten Morgen sind die Löcher wieder da. Allerdings scheinen nicht alle Tiere zu graben.
Trotzdem solle das Aquarium dicht bepflanzt und mit Wurzeln und Steinen dekoriert werden.

Der Wabenschilderwels ist ein typisches Beispiel für die Fische, die in Massen bei den Händlern schwimmen und als Babys auch gut verkauft werden. Allerdings vermisst man all die Riesenaquarien mit den erwachsenen Welsen.

Es wird manchmal behauptet, dass Wabenschilderwelse in kleineren Aquarien kleiner bleiben und nicht besonders stark koten. Der Erfahrungsbericht auf dieser Seite widerlegt diese Ansicht. Wabenschilderwelse, die in 240 Liter Aquarien nur maximal 25 bis 35 Zentimeter groß werden, mag es geben. Verlassen darf man sich darauf nicht. Zudem sollten Wabenschilderwelse mit 6 Jahren deutlich über 30 Zentimeter groß sein.

Geeignete Wasserwerte:

  • Ph-Wert: 6.9
  • Gesamthärte: 9
  • Karbonathärte: 7 bis 8
  • Temperatur: 24 bis 25°

Zur Vermehrung brauchen Wabenschilderwelse Lehmhöhlen, die sie sich teilweise selber graben. In der Natur graben sie dazu Höhlen in lehmige Uferböschungen, um darin zu laichen und zu brüten. Wenn sie überhaupt gezüchtet werden, dann wohl in größeren Teichen mit Strömung.

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Das Geschlecht kann man vermutlich erst feststellen, wenn sie ausgewachsen sind.

Dem Wabenschilderwels zum Verwechseln ähnlich sieht der L001.

Futter für Wabenschilderwelse

Wabenschilderwelse fressen praktisch alles, was auf den Boden fällt. Sie benötigen aber hauptsächlich pflanzliche Kost. Wenn genug pflanzliche Kost gefüttert wird, fressen manche Wabenschilderwelse keine oder selten Pflanzen. Andere Tiere fressen trotz Fütterung mit Salat und Gemüse auch Pflanzen. Algen werden von Blättern und den Aquarienscheiben abgesaugt.

Futter für Wabenschilderwelse:

  • Algae Wafers von Hikari Tropica
  • Futtertabletten mit pflanzlichem Anteil
  • Granulatfutter
  • getrocknete Algenblätter
  • ca. 1 cm dicke Gurkenscheiben
  • ca. 1 cm dicke Zucchinischeiben
  • Aufgetauter Tiefkühlspinat
  • Kurz überbrühter Feldsalat
  • Rosenkohl
  • Karotten
  • Apfelstückchen
  • Frostfutter
  • Lebendfutter

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Erfahrungsbericht


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Pterygoplichthys gibbiceps (Wabenschilderwels)

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: Ark

Hallo, ich möchte auch mal eben etwas beisteuern. Bin gerade hierüber gestolpert und ein großer Wabi Fan.

Ich habe einen knapp 40cm großen Wabi übernommen. Eine Notabgabe. Und wenn jetzt noch Jemand sagt, der Wels wird in kleineren Becken nicht so groß, wird er sich wundern. Ich war selbst geschockt. Ein alter Herr mußte ins Heim und ein Bekannter sollte das Aquarium leeren und die Fische behalten. 3 knapp 40 cm große Wabis in einem 1 m langen Becken!!!!! Sie waren gut im Futter, keine eingefallenen Bäuche, aber das Wasser eine trübe Brühe. Kein Wunder. Sie werden also auch in kleinen Becken so groß. Ich habe keine Ahnung wie lange der Herr sie hatte. Einer schwimmt nun seit einiger Zeit bei mir. Und er wußte am Anfang gar nicht, daß man sich richtig bewegen kann. Nach ein paar Tagen erkundete er aber das ganze Becken statt nur ein paar cm vorwärts und rückwärts zu robben. Er nuckelte an den Scheiben, schwamm, wuselte durch die Pflanzen, machte Rast auf der Wurzel usw. Ich sehe ihn fast den ganzen Tag. Es sei denn, er hat sich hinten zwischen die Pflanzen verzogen. Ein Traumfisch! Mein Becken ist 160x60x60 und wegen ihm werde ich mir ein größeres anschaffen. Er kann zwar jetzt schon wieder richtig Fisch sein, aber ich möchte ihm noch mehr Platz gönnen. Ich denke er hat es verdient.

Ja die Fische koten sehr stark. Als Pflanzen habe ich nur hinten alles voll Vallisnerien. Wenn er da mal welche rauszieht, dann hängen sie aneinander und ich stopf sie wieder in den Sand. Wer diese Fische liebt, der nimmt sowas in Kauf.

Ansonsten ist er einfach lieb und schön anzuschauen. Als Beifische habe ich noch Skalare und ein paar Trauermäntel und eine Antenne. Aber auch ohne Beifische würd er mir voll und ganz genügen. Nur sollte man sich, wenn man mit ihm liebäugelt vorher im klaren sein, daß der Fisch ein großes Becken braucht. Und nicht sagen, wenn er zu groß ist, dann gebe ich ihn ab. Das ist ein Fisch für Lebzeiten, da er sehr alt werden kann.

Ich wäre dafür, daß jeder Händler ein großes Schaubecken hätte mit einem mindestens 40 cm großen Wabi, damit die Leute sehen können was aus so einem paar Zentimeter großen Fisch mal werden wird. Bilder geben das nämlich gar nicht wieder. Man muß sie live gesehen haben in der Größe! Und Händler die sich eben keine so Schaubecken leisten können, oder haben wollen, sollten Abstand davon nehmen diese Welse zu verkaufen. Aber das ist wohl Wunschdenken.


Weitere Infos zu Welsen:
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