Kardinalfische (Tanichthys albonubes)

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Datenblatt: Tanichthys albonubes
Deutscher Name:
Kardinalfisch
Herkunft:
Asien: Südchina
Größe:
5 cm
Aquarium
Länge:
60 cm
Inhalt:
54 Liter
Beleuchtung:
Hell bis schattig
Einrichtung:
Pflanzen
Wasserwerte
Temperatur:
18 – 22 °C
ph-Wert:
6 – 7,5
KH:
 °dKH
GH:
4 – 30 °dGH
Verhalten
Anzahl:
7
Bereich:
Überall
Vermehrung:
Eierleger
Futter:
Allesfresser
Verhalten:
Schwarmfisch
Schwierigkeitsgrad
Anfänger

Allgemeines über Kardinalfische


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Kardinalfisch

Foto: Norbert Heidbüchel

Kardinalfische stellen keine hohen Ansprüche. Sie kommen problemlos in ungeheizten Becken mit Temperaturen um 18° zurecht. Eine noch etwas kühlere Überwinterung kann zu schöneren Farben, größerer Vitalität und besseren Ergebnissen bei der Nachzucht führen. Teilweise werden Kardinalfische im Sommer im Gartenteich oder großen Kübeln vermehrt. Diese Kardinalfische sehen angeblich wesentlich prächtiger aus als Tiere, die nur im Aquarium gehalten werden. Sie werden größer, kräftiger und haben sattere Farben.
Aber auch bei normalen Aquarientemperaturen um 25° lassen sich Kardinalfische erfolgreich halten und vermehren.
Schleierformen sind möglicherweise wärmebedürftiger.

In der Natur sind Kardinalfische Bachbewohner. Beim Wasserwechsel schwimmen sie gerne im kühleren und strömungsreichen Wechselwasser. Wasserwechsel stimulieren ebenfalls die Laichbereitschaft. Abgelaicht wird oft früh am Morgen. Laichtragende Weibchen können sehr dick werden. Bei extrem dicken Kardinalfischen, die sich aber sonst normal verhalten, ist deshalb meistens keine Sorge notwendig.


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Tanichthys albonubes

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: sannse

Weibchen sind in der Regel etwas größer und fülliger als die Männchen. Kardinalfische werden mehrere Jahre alt.

In einem Artenbecken von 80 oder 100 Zentimeter Länge kann z. B ein Trupp von 15 Tieren gehalten werden. Dominante Männchen besetzen dann Laichreviere, färben sich rot und vertreiben andere Tiere energisch aus der Laichzone.
Wenn sie mit störenden anderen Arten vergesellschaftet werden, z. B. Prachtbarben, zeigen Kardinalfische dieses natürliche Verhalten nicht.

Kardinalfische können z. B. mit Papageienplaties in einem ungeheizten Wohnraumaquarium vergesellschaftet werden. Auch zur Vergesellschaftung geeignet sind kleinbleibende Zwergkrebse aus den Südstaaten der USA, die 3,5 bis 5 Zentimeter groß werden. Die Krebse hindern die Kardinalfische nicht daran, ihr natürliches Verhalten zu zeigen. Allerdings ist dann kein Nachwuchs zu erwarten, weil die Krebse die Eier der Kardinalfische fressen.

Futter für Kardinalfische

Kardinalfische fressen praktisch jedes Futter, das in ihr Maul passt. Gefressen werden z. B. getrocknete Rote Mückenlarven, getrocknete Wasserflöhe, lebende Weiße Mückenlarven, Enchyträen und ausgewachsene Artemia.

Hinweise zur Aufzucht

In einem Gesellschaftsbecken mit einem dichten Bestand aus feinfiedrigen Pflanzen oder Javamoos kommen hin und wieder einige Jungtiere durch. Um möglichst viele Junge großzuziehen sollten diese anfangs in einem gesonderten Aufzuchtbecken gehalten werden.


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Tanichthys albonubes

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: sannse

Dazu reicht schon ein kleiner Behälter ohne Heizung, z. B. kleine Becken mit 12 bis 20 Liter Wasserinhalt. Kardinalfische bevorzugen niedrigere Temperaturen als viele andere Aquarienfische. In kleinen Behältern muss entsprechend häufig Wasser gewechselt werden. Jungfischen muss ständig Nahrung zur Verfügung stehen. Deshalb wird 2 bis 4 Mal täglich gefüttert. Weil das Wasser bei der Futtermenge schnell verdirbt, sind je nach Futtermenge 1 bis 3 Wasserwechsel von 50 - 80 % täglich notwendig.

Als Futter ist Staubfutter oder klein geriebenes Flockenfutter geeignet. Nahrhafter ist Lebendfutter, z. B. Artemianauplien. Diese schlüpfen aber erst nach 1 bis 2 Tagen. Schlamm aus eingefahrenen Filtern enthält zahlreiche Mikroorganismen, die als Nahrung geeignet sind. Dazu wird ein gut eingefahrener Filterschwamm im Aufzuchtbecken leicht ausgedrückt. Mit einer Lupe kann geprüft werden, ob die Jungen fressen. Bei Artemianauplien sind die Bäuche rot, ansonsten weiß. Jungfische brauchen vor allem in den ersten 1 bis 2 Tagen reichlich gutes Futter. Bekommen sie in dieser Zeit nicht genügend Futter, lässt sich das nicht mehr wiedergutmachen.


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Kardinalfisch

Foto: Norbert Heidbüchel

Wann können die Jungen mit anderen Fischen vergesellschaftet werden?

Die Jungen können in das Gesellschaftsbecken gesetzt werden, wenn sie so groß sind, dass sie von den anderen Fischen nicht gefressen werden können. Dazu kann man versuchsweise die Fische im Gesellschaftsbecken mit Pellets füttern. Pellets sind kleine Futtersticks. Die Jungfische müssen größer sein als das größte Pellet, das die anderen Fische fressen.


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Tanichthys albonubes

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: Ark

Kardinalfische:

Kardinalfische bei der Balz oder bei Rangordnungskämpfen:

Junge Kardinalfische:

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*Letzte Aktualisierung erfolgte am: 2018-10-19

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