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Allgemeines über Pterophyllum altum


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Pterophyllum altum

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: BS Thurner Hof

Pterophyllum altum stammen aus dem Orinoco. Sie unterscheiden sich von Pterophyllum scalare durch die steil ansteigende Kopf-Rückenlinie, die über der Schnauze sattelförmig eingebuchtet ist.

Pterophyllum altum sind sowohl als Wildfänge als auch als Nachzuchten im Handel. Normalerweise werden Altum-Wildfänge und Altum-Nachzuchten im Handel eindeutig deklariert, so dass man auswählen kann.

Im Vergleich zu Skalaren sind sie relativ ängstlich. Sie zeigen ein ausgesprochenes Schwarmverhalten und sind recht ruhig. Sie bilden aber auch Reviere.
Es sollte zumindest ein kleiner Schwarm von 5 Tieren gehalten werden. Eine gute Wasserqualität und regelmäßige Kontrollen der üblichen Wasserwerte sind notwendig. Hohe Nitrat- oder gar Nitrit-Werte mögen Altum überhaupt nicht.


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Pterophyllum altum

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: Sitron

In den 1950er und 60er Jahren waren Altum sehr in Mode wie heute der Diskus. Teilweise sind sie deshalb stark überzüchtet. Deshalb sollten nur Tiere gekauft werden, deren Herkunft bekannt ist.
Weil Altum aufgrund der Ansprüche an die Haltung früher als krankheitsanfällig galten, wurden sie mit Skalaren gekreuzt. Diese Tiere werden nicht ganz so groß wie reine Altum.
Unterschieden werden können die Tiere meistens nur an der Naseneinbuchtung beim Altum und der steilen Stirnpartie. Skalare sind viel runder.

Auch Wildfänge können einen stärkeren Blau- bzw. Türkisschimmer zeigen. Relativ häufig sind türkise Flächen auf der Stirn in Richtung Rückenflosse. Seltener sind Tiere mit orangen Tüpfeln auf der Stirn.

Neonsalmler sollten nicht zusammen mit Altum vergesellschaftet werden, weil sie von diesen gerne gefressen werden. Auch andere Salmler der entsprechenden Größe sind gefährdet, z. B. Rotkopfsalmler. 12 Zentimeter hohe Altum fressen problemlos 3 Zentimeter große andere Fische.

Altum fressen wie andere Skalare fast alles, was in ihr Maul passt. Einzeltiere können aber durchaus wählerisch sein.

Die Haltungsbedingungen für Altums


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Pterophyllum altum

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: Sitron

Das Wasser für Altums muss sehr weich und sehr sauer sein. Sowohl Wildfänge als auch F1 Nachzuchten von Altumskalaren sind nicht an die hohen Leitfähigkeiten unserer heimischen Gewässer angepasst. In einem Skalarbuch wird für Altums ein pH-Wert kleiner als 3,8 und ein extrem geringer Leitwert genannt. Es ist zwar auch ohne diese Werte möglich die Fische zum Laichen zu bringen, aber die Eier werden sich sicher nicht entwickeln.
Voraussetzung für die Haltung und für eine erfolgreiche Zucht ist deshalb eine Osmoseanlage.
F1 Nachzuchten von Pterophyllum altum sind als Jungfische evtl. an leicht härteres Wasser gewöhnt worden. Sie verkraften etwas härteres Wasser leichter als Wildfänge. Im Interesse der Fische sollte das Wasser trotzdem möglichst naturnah sein.

Wie die meisten Buntbarsche benötigen Altum und Skalare Unterstellmöglichkeiten, z. B. große Wurzeln, damit sie sich wohlfühlen.

Beispiel für geeignete Wasserwerte:

  • pH 5,3 bis 6,4
  • KH 0,2 bis 2
  • GH ca 0,5 bis 6
  • CO2 20 bis 28 mg/l
  • Nitrat maximal 10 mg/l
  • Nitrit 0
  • Phosphat 0
  • Ammonium 0
  • O2 8,5 mg/l
  • Temperatur 28° C
  • Leitwert 18 µS/cm

Der pH-Wert kann in einem Durchflussaquarium nach Krause auf niedrigen Werten, z. B. 5,3 gehalten werden, indem z. B. fast ständig Osmosewasser mit einer KH von z. B. 0,2 zugeführt wird.
Die Feineinstellung wird durch eine pH-Regelung und CO2-Zufuhr gewährleistet.

Die Temperatur sollte zwischen 28 und 30° C liegen. Hohe Temperaturen verringern das Risiko einer Infektion mit Ichthyosporidium.

Ein Aquarium für Pterophyllum altum muss mindestens 50 Zentimeter hoch sein. Hat man einmal ausgewachsene Altum in einem großen Aquarium gesehen, kommt man nicht mehr auf die Idee, diese Tiere in kleinen und mittelgroßen Aquarien zu pflegen. Schon etwa 1 Jahr alte Altum können fast 30 Zentimeter hoch sein. 40 Zentimeter hohe Altums sind nicht ungewöhnlich. Damit die Tiere ausreichend Schwimmraum haben sind Aquarien mit mindestens 60 bis 70 Zentimeter Höhe, 100 bis 150 Zentimeter Breite und 40 Zentimeter Tiefe notwendig.

Hinweise zur Zucht

Die Zucht gilt als sehr schwierig. Fische aus dem Amazonas-Gebiet leben in riesigen Wassermengen, in denen vereinzelt ein paar Fische auftauchen. Amazonas-Aquarien sind im Vergleich immer völlig überbesetzte Pfützen. Filter sollen das ausgleichen. Die Bakteriendichte in Aquarien ist aber erheblich höher als im Amazonas.

Züchter von Altums versuchen der Bakteriendichte im Amazonas so nahe wie möglich zu kommen. Oft wird deshalb von sterilem Wasser gesprochen.

Geschlechtsunterschiede

Außerhalb der Laichzeit gibt es keine äußerlich erkennbaren Geschlechtsunterschiede. Während der Laichzeit sind die Weibchen durch den Laichansatz meistens dicker.

Wie Wildfänge eingewöhnt werden können.

  • In den ersten Wochen benötigen die Tiere Ruhe.
  • Das Aquarium sollte dicht bepflanzt sein.
  • Im hinteren Teil des Aquariums sind einige Rückzugsmöglichkeiten erforderlich.
  • Frostfutter sollte von Anfang an gefressen werden.
  • Beim Fressen sollten die Tiere genau beobachtet werden.
  • Hin und wieder sollte Gemüse angeboten werden. Wasserlinsen und kleinere Gurkenstücke werden manchmal gefressen.
  • Die Temperatur sollte ca. drei Monate lang auf 28 bis 29° gestellt werden. Später kann versucht werden, die Temperatur etwas zu senken.
  • Ggf. sollten die Tiere zunächst in Wasser mit den Werten des Händlerwassers gesetzt werden und dann langsam an das gewünschte Weichwasser umgewöhnt werden.

Pterophyllum altum: