Schmetterlingsbuntbarsche Zucht (Mikrogeophagus ramirezi)

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Allgemeines zur Zucht von Schmetterlingsbuntbarschen


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Mikrogeophagus ramirezi "Gold" Paar. Männchen vorn.

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: Public domain
Urheber: RuthJM

Schmetterlingsbuntbarsche laichen sehr schnell und oft ab. Meistens laicht ein Paar schon kurz nach dem Einsetzen in das Aquarium ab und laicht ab dann etwa alle drei Wochen.

Normalerweise sind Mikrogeophagus ramirezi Grubenlaicher. Sie laichen aber auch auf allen möglichen geraden Flächen. Wenn das Paar anfängt ein kleines Revier zu verteidigen und dort bestimmte Stellen zu putzen, dauert es meistens nicht mehr lange bis zum Ablaichen.
Beim Weibchen erkennt man unter Umständen die Legeröhre, die in der Afterregion hell hervorsteht.

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Allerdings brauchen sie zur erfolgreichen Nachzucht sehr gute Wasserbedingungen. Wasserhärte und pH-Wert müssen sehr niedrig sein. Die Zuchttemperatur sollte relativ hoch sein, d. h. um 28° C.


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Mikrogeophagus ramirezi Weibchen

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 2.0
Urheber: Threefingeredlord

Normalerweise wechseln sich Schmetterlingsbuntbarsche bei der Brutpflege ab. Das Männchen ist in der Regel der aktivere Partner.
Vielen Tieren wurde der Brutpflegetrieb weggezüchtet. Die Brut wurde über Generationen künstlich aufgezogen, so dass die Tiere die Brutpflege nicht lernen konnten. Es ist deshalb schwierig ein gut pflegendes Paar zu finden. Am Besten ist, wenn sich aus einer größeren Zahl Jungtiere ein Paar selbst findet.

Auch die künstliche Aufzucht ist nicht einfach. Beim Absaugen werden die Eier leicht beschädigt. Private Züchter sollten auf eine künstliche Aufzucht verzichten.

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Nachzucht

Ein Zuchtbecken für Schmetterlingsbuntbarsche sollte etwa 100 x 40 x 30 Zentimeter groß sein.

Der Boden sollte aus feinem Sand bestehen. Das Becken sollte nicht zu stark bepflanzt werden, damit die Tiere gut beobachtet werden können. Einige Pflanzen sollten im Becken sein, weil Schmetterlingsbuntbarsche auch gerne in einer dichten Echinodorus auf einem Blatt brüten.

Einige flache Steine oder Schieferplatten solten zusätzlich zum Laichen zur Verfügung stehen.

Das Zuchtbecken muss viel freien Schwimmraum und freie Bodenflächen bieten. Dort können die Larven nach dem Schlupf in Sandmulden abgelegt werden. Das Becken ist so auch besser zu reinigen, wenn man die Kleinen nach dem Freischwimmen mit reichlich Futter versorgen muss.

Geeignete Wasserwerte für die Zucht:

  • Gesamthärte < 3
  • Karbonathärte <1
  • pH-Wert < 6
  • Leitfähigkeit < 50 µS/cm
  • Temperatur 28 - 30° C.
  • Nitrit n. n.
  • Nitrat n. n.

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Das Wasser muss sehr sauber sein. Die Verwendung eines UV-Klärers ist sinnvoll. Die Keimzahl im Zuchtbecken kann damit erheblich verringert werden.

In das Zuchtbecken werden 2 Paare eingesetzt. 2 bis 3 Guppyweibchen oder ähnliche Fische können als Feindfische dazugesetzt werden. Die Beifische müssen von den Schmetterlingsbuntbarschen leicht zu beherrschen und leicht herauszufangen sein.

Wo Schmetterlingsbuntbarsche ablaichen

Schmetterlingsbuntbarsche laichen auf flachen Steinen, Wurzeln, Tonscherben, Pflanzenblättern usw. ab. Wenn kein geeigneter Laichplatz zur Verfügung steht, graben sie runde ca. 3 bis 4 Zentimeter tiefe Laichgruben in den Boden.
Dabei schieben sie Sand oder feinen Kies wie kleine Bulldozer mit der Schnauze von innen nach außen. Männchen und Weibchen beteiligen sich am Bau der Grube.

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*Letzte Aktualisierung erfolgte am: 2018-06-19

Schmetterlingsbuntbarsche laichen:

Schmetterlingsbuntbarsche verteidigen ihre Brut.

Bei der Verteidigung des Reviers und der Brut können Schmetterlingsbuntbarsche aggressiv vorgehen. In einem 60 Liter Aquarium bleibt unter Umständen nicht viel Platz für andere Fische.

Schmetterlingsbuntbarsche bewachen ihr Gelege:

Warum der Laich verschwinden kann

  • Die Eltern können die Eier aus Unerfahrenheit oder mangelndem Brutpflegeinstinkt fressen.
  • Die Eier können z. B. aufgrund ungünstiger Wasserwerte kaputtgehen.
  • Andere Fische, z. B. Panzer- oder Antennenwelse fressen die Eier.
  • Andere Mitbewohner, z. B. Garnelen oder Schnecken fressen die Eier.
  • Wegen zu großem Stress bei der Pflege und Verteidigung fressen die Eltern die Eier selbst.

Manchmal hilft ein Nachtlicht gegen das Fressen des Geleges durch Beifische, Schnecken oder Garnelen. Die Eltern können die Brut dann besser verteidigen.

Einige Elterntiere lernen erst nach mehreren Versuchen, die Brut richtig zu pflegen und zu verteidigen. Oft reichen 2 bis 3 erfolglose Versuche. Es können aber auch 8 oder 9 vergebliche Anläufe notwendig sein.

Schmetterlingsbuntbarsche bei der Brutpflege:

Die folgenden Videos wurden von Rebecca Barth zur Verfügung gestellt und sind auf dem YouTube-Kanal "Rebeccas Fischwelt" zu sehen.

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*Letzte Aktualisierung erfolgte am: 2018-06-19

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