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Allgemeines über Schmetterlingsbuntbarsche

Schmetterlingsbuntbarsche, Mikrogeophagus ramirezi, sind relativ empfindliche Fische, die nicht so einfach zu pflegen sind wie viele andere Fischarten. Für Anfänger sind sie nicht geeignet, auch wenn sie oft als Anfängerfische verkauft werden.

Wenn sie in sehr weichem Wasser gehalten werden, das kein Nitrit und sehr wenig Nitrat enthält, und wenn häufig Wasser gewechselt wird, können sie recht lange leben.

Schmetterlingsbuntbarsche in ihrer natürlichen Umgebung:

Wasserwerte für Schmetterlingsbuntbarsche

Geeignete Wasserwerte

  • Gesamthärte < 5
  • Karbonathärte < 2
  • pH-Wert 5 bis 6
  • Temperatur 24 - 31° C

Die geeigneten Temperaturen

Schmetterlingsbuntbarsch
Schmetterlingsbuntbarsch
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Foto: Philippe Coulon

Zur Haltungstemperatur gibt es unterschiedliche Ansichten.
Einige Halter sehen Temperaturen von 24 bis 25° C als kurzfristige Untergrenze an. Demnach sollte die Durchschnittstemperatur bei 27° C liegen, mit jahreszeitlichen Schwankungen von 3° C nach unten und nach oben. Für die Zucht sollte die Temperatur um 30° C betragen.
Andere Halter sehen eine Ursache für frühe Todesfälle darin, dass Schmetterlingsbuntbarsche bei zu hohen Temperaturen gehalten werden. Sie empfehlen 24 bis 25° als Haltungstemperatur.

Argumente für niedrigere Temperaturen

Viele tropische Fischarten werden bei zu hohen Temperaturen gehalten. Ein bekanntes Beispiel sind Diskusfische.

Ein Grund, warum Schmetterlingsbuntbarsche oft früh sterben sind zu hohe Temperaturen im Aquarium. Die Tiere vermehren sich auch bei 25° erfolgreich.

Argumente für höhere Temperaturen

Schmetterlingsbuntbarsche leben in Gewässern, die sich deutlich von den Gewässern anderer Fische unterscheiden, die oft bei zu hohen Temperaturen gehalten werden. Diskus z. B. leben hauptsächlich in Fließgewässern. Dort halten sie sich an schattigen Stellen auf, die z. B. im Schutz von Baumwurzeln vorkommen. Schmetterlingsbuntbarsche leben in relativ flachen, stehenden Gewässern. Die Gewässer befinden sich in einer savannenähnlichen Umgebung, die kaum Schutz vor Sonneneinstrahlung bietet.
Die Gewässer, in denen Schmetterlingsbuntbarsche leben, erreichen deshalb wesentlich höhere Temperaturen. Aufgrund der geringen Tiefe können die Tiere auch nicht in kühlere Zonen ausweichen. Schmetterlingsbuntbarsche gehören deshalb zu den Fischen, bei denen höhere Temperaturen wirklich angebracht sind.

Ein Beispiel für erfolgreiche Haltung von Schmetterlingsbuntbarschen

2 Schmetterlingsbuntbarsche werden zusammen mit 2 anderen Zwergbuntbarschen in einem 100 Liter Aquarium gehalten.

Die Wasserwerte:

  • pH-Wert 4,5
  • Leitwert 30 us
  • Nitrit n. n.
  • Nitrat n. n.
  • Temperatur ist bei mir 24 bis 25°
  • Temperatur zur Zucht 27 bis 28°

Wasser wird 2 Mal in der Woche gewechselt. Das Wechselwasser ist reines Osmosewasser, das vorher über Torf und Erlenzapfen gefiltert wird.

Das Aquarium ist sehr dicht bepflanzt.

Futter:

  • Artemia
  • Enchyträen
  • Wasserflöhe
  • Weiße Mückenlarven
  • Schwarze Mückenlarven
  • Junge Guppies

Hinweise für den Kauf


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Mikrogeophagus ramirezi

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: Elmar.laistler

Schmetterlingsbuntbarsche sind sehr anfällig und vermutlich sterben die meisten der gekauften Tiere nach wenigen Wochen. Ob z. B. die Bauchwölbung bei dem Tier im Bild noch normal ist, oder schon auf eine Erkrankung hindeutet ist ungewiss. Solche Tiere sollten nicht gekauft werden.

Es sollten keine Nachzuchten aus dem ostasiatischen Raum gekauft werden, sondern nur deutsche Nachzuchten, möglichst direkt beim Züchter. Asiatische Nachzuchten sind auf jeden Fall durch die langen Transportwege geschwächt und deshalb besonders anfällig für Krankheiten.

Es wird immer wieder vermutet, dass asiatische Nachzuchten an Wasserwerte gewöhnt sind, die völlig anders sind als die Wasserwerte in Mitteleuropa. Zudem sollen die Tiere mit Antibiotika und anderen vorbeugenden Mitteln vollgestopft sein, damit sie die Zucht und den Transport überstehen. Bisher wurde allerdings nicht nachgewiesen, ob diese Behauptungen stimmen.

Aufgrund der künstlichen Massenaufzucht soll zudem bei vielen Tieren der Brutpflegetrieb nicht oder nur gering ausgeprägt sein.

Ob der Handel auf Nachfragen nach deutschen Nachzuchten immer ehrlich antwortet, darf bezweifelt werden. Wer Schmetterlingsbuntbarsche halten möchte, sollte versuchen einen privaten Züchter zu finden, z. B. über Aquarienvereine.

Schmetterlingsbuntbarsche bei Rangordnungskämpfen:

Schmetterlingsbuntbarsche bei der Balz:




Informationen aus der Wikipedia (Mit externen Links)

Südamerikanischer Schmetterlingsbuntbarsch

Südamerikanischer Schmetterlingsbuntbarsch
(Mikrogeophagus ramirezi)

Systematik
Ordnung: Cichliformes
Familie: Buntbarsche (Cichlidae)
Unterfamilie: Cichlinae
Tribus: Geophagini
Gattung: Mikrogeophagus
Art: Südamerikanischer Schmetterlingsbuntbarsch
Wissenschaftlicher Name
Mikrogeophagus ramirezi
(Myers & Harry, 1948)

Der Südamerikanische Schmetterlingsbuntbarsch, auch Schmetterlings-Zwergbuntbarsch oder auch einfach nur Ramirezi genannt (wissenschaftlich Mikrogeophagus ramirezi, Synonyme Microgeophagus ramirezi, Papiliochromis ramirezi, Apistogramma ramirezi, Pseudogeophagus ramirezi, Pseudoapistogramma ramirezi), ist ein Süßwasserfisch aus der Familie der Buntbarsche (Cichlidae). Neben den aus Südamerika stammenden Arten der Gattung Mikrogeophagus trägt auch der Afrikanische Schmetterlingsbuntbarsch (Anomalochromis thomasi) den Trivialnamen ?Schmetterlingsbuntbarsch?.

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die mehr als verwirrende und immer noch nicht restlos befriedigend geklärte wissenschaftliche Namensgebung gründet auch auf Irrtümern über die Verbreitung dieser Zwergbuntbarschart. Die Erstbeschreiber fingen die Typusexemplare in Savannen Venezuelas zwischen der Stadt Palenque und dem Río Meta. Nachdem Lüling 1966 aus dem Mamorè-System in Bolivien Fische mitbrachte, die Meinken (damals der Leiter der Fischbestimmungsstelle des Verbandes Deutscher Vereine für Aquarien- und Terrarienkunde, VDA) als Mikrogeophagus ramirezi bestimmte, entstand ein Streit über das tatsächliche Verbreitungsgebiet. Zwei Jahre später fand Fischer die Art wiederum in Venezuela, im Einzug des Rio Guárico. Erst Kullander konnte, weitere 13 Jahre später, Klarheit schaffen: Lülings Fische gehörten zu der Schwesterart Mikrogeophagus altispinosus, die bereits 1911 von Hasemann beschrieben wurde. Heute steht vielfach belegt fest: Mikrogeophagus ramirezi lebt im Gebiet des unteren und mittleren Orinoco und den anderen Gewässern der Llanos in Venezuela und Kolumbien. Seine nächsten Verwandten sind der Bolivianische Schmetterlingsbuntbarsch, Mikrogeophagus altispinosus (Hasemann, 1912), und eine noch unbeschriebene Art.

Ökologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mikrogeophagus ramirezi lebt sowohl in kristallklaren, langsam fließenden Bächen mit starker Vegetation und schlammigem Boden als auch in den bewachsenen Uferbereichen trüber warmer Seen. Staeck erwähnt die Untersuchung von sechs Habitaten in Venezuela, wiederum mit dichtem Pflanzenwuchs und klarem Wasser. Koslowski zitiert vor Ort vorgenommene Wasseranalysen: pH 5,1; 3 µS/cm; 28,5 °C beziehungsweise pH 4,6 bis 7,3; <10 bis 40 µS/cm; 27,5 bis 31 °C.

Aquaristik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südamerikanische Schmetterlingsbuntbarsche werden selten bis zu fünf Zentimeter lang. Da die Art paarbildend und territorial ist, sollten immer ein Männchen und ein Weibchen im Aquarium gepflegt werden. Die Geschlechter sind gut zu unterscheiden:

  • Bei den Männchen ist der zweite Flossenstrahl der Rückenflosse länger.
  • Bei den Weibchen ist der zweite Flossenstrahl der Dorsale kürzer als bei den Männchen, sie sind insgesamt kleiner und haben einen rötlichen bis violetten Bauch.
  • Kurz vor dem Ablaichen ist das Weibchen außerdem an einer kurzen Legeröhre deutlich zu erkennen. Offenbrüter, die Eier werden auf Steinen oder in Gruben in Stückzahlen zwischen 150 und 200 abgelegt.

Die Zucht des Südamerikanischen Schmetterlingsbuntbarsches ist schwierig. Ihr Erfolg ist von der Ernährung und den Wasserwerten (weiches, leicht saures Wasser) abhängig. Im Zoofachhandel sind oft Tiere aus den Großzüchtereien Südostasiens erhältlich, denen wichtige Elemente des Fortpflanzungsverhaltens verloren gingen. Auch die häufig erhältlichen ?Jumbo-Ramirezi? sind nicht mehr zur Fortpflanzung fähig.

Der Südamerikanische Schmetterlingsbuntbarsch entwickelt sich bei qualitativ guter und abwechslungsreicher Nahrung richtig. Neben Frostfutter (Artemia, schwarze, rote und weiße Mückenlarven) ist Lebendfutter (Wasserflöhe, Cyclops, Salinenkrebsnauplien, Mückenlarven) eine Voraussetzung für die erfolgreiche Pflege und Vermehrung.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Koslowski, I. (2002): Die Buntbarsche Amerikas Band 2: Apistogramma & Co. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart.
  • Linke, H., W. Staeck (2001): Amerikanische Cichliden I: Kleine Buntbarsche. Siebte Auflage, Tetra Verlag, Melle.
  • Kullander, S. O. (1981): The Bolivian ram: a zoogeographical problem and its taxonomic solution. DCG-Informn. 12 (4): 61?79.
  • Kullander, S. O., in Reis et al. (2003:639 [ref. 27061]). = Mikrogeophagus ramirezi (Myers & Harry 1948). Cichlidae. Distribution: Orinoco R. basin: Colombia and Venezuela. Habitat: freshwater.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Südamerikanischer Schmetterlingsbuntbarsch ? Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


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