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Allgemeines über Corydoras pygmaeus


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Corydoras pygmaeus

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: Birger A

Corydoras pygmaeus, Zwergwelse, sind zusammen mit den ähnlich kleinen Corydoras hastatus, die kleinsten Panzerwelse. Sie leben in der Natur in Schwärmen mit Tausenden Tieren.

Im Aquarium sollten mindestens 10 Corydoras pygmaeus zusammen gehalten werden. Sie sollten etwa im Verhältnis 3 Männchen zu 1 Weibchen gehalten werden. Die Weibchen der Panzerwelse fordern ihre Männchen ordentlich. 1 Männchen wäre mit 3 Weibchen stark überfordert, weil sie oft in der Gruppe laichen.

Ein kleines Aquarium reicht zur Haltung aus. In großen Aquarien verlieren sich die Tiere.

Corydoras pygmaeus sollten nur mit anderen klein bleibenden Arten vergesellschaftet werden. Geeignet sind z.B. 54 Liter Aquarien mit Neocaridina-Garnelen. Möglich ist auch die Haltung zusammen mit Heterandria formosa und anderen Zwergfischen.

Als Boden geeignet ist Sand oder Kies mit einer Körnung bis maximal 2 Millimeter.

Im Gegensatz zu den meisten Panzerwelsen sind Corydoras pygmaeus keine ausgesprochenen Bodenbewohner. Sie halten sich zwar zum größten Teil am Boden auf, Sie schwimmen aber auch frei im Wasser im ganzen Aquarium.
Man kann sie als Fische für die mittleren und unteren Wasserschichten einordnen. Sie liegen gern zusammen in Aquarienecken oder auf Blättern. Nahrung wird auch vom Boden aufgenommen. Feiner Sand wird dabei auch durchwühlt. Gröberer Sand oder Kies wird nicht durchwühlt. An der Wasseroberfläche wird selten gefressen.
C. pygmeaus sind aber von allen Panzerwelsarten die aktivsten Freischwimmer. In bepflanzten Becken schwimmen sie hin und wieder wie Salmler in Schwärmen durch das Aquarium, wenn sie sich wohl fühlen und keine zu großen Fische im Aquarium sind. Aktiv werden sie oft erst gegen Abend.

Corydoras pygmaeus sind teilweise sehr empfindlich. Es kommt immer wieder zu rätselhaften Todesfällen. Betroffen sind scheinbar vor allem Tiere aus dem Zoohandel. Möglicherweise werden dort oft Wildfänge angeboten. Nachzuchten direkt vom Züchter sind weniger empfindlich.

Futter für Corydoras pygmaeus

Corydoras pygmaeus bleiben auf Dauer nur agil, wenn sie zumindest ab und an Lebendfutter bekommen. Lebendfutter sollte aber klein sein. Größere Futtertiere werden besser gefroren verfüttert.

Geeignetes Futter:

  • lebende frischgeschlüpfte Artemien
  • lebende Mikrowürmchen
  • lebende Grindal
  • lebende Enchyträen
  • gefrorene Moina
  • gefrorene Cyclops
  • gefrorene Bosmiden
  • Gefrorene Schwarze Mückenlarven
  • Futtertabletten
  • Granulatfutter

In einem eingefahrenen Aquarium können sie zusätzlich Bakterien fressende, kernhaltige Einzeller aus der Bodenmulmzone fressen. Glockentierchen, Sonnentierchen, Rädertierchen, Pantoffeltierchen usw. Evtl. auch Grün- und Kieselalgen.

Haltungsbedingungen für Corydoras pygmaeus

Geeignete Wasserwerte:

  • Temperatur: 24 - 25°C
  • Gesamthärte: 5 - 10° dKH
  • Karbonathärte: 1 - 6° dKH
  • pH-Wert: 7 – 7,5

Lt. Literatur passen sich Corydoras pygmaeus an unterschiedlichste Lebensbedingungen an und vertragen auch hohe Wasserhärte.

Geschlechtsunterschiede

Die Weibchen werden etwas größer als die Männchen.

Hinweise zur Zucht

Bei guter Haltung vermehren sich Corydoras pygmaeus in den Herbst- und Wintermonaten. Beim Balzen und bei der Eiablage schwimmen sie frei. Über Stunden hinweg suchen sie dabei fast nie den Bodengrund auf.

Zur Zucht geeignete Wasserwerte:

  • Temperatur: 24° C
  • Gesamthärte: 5 – 7° dGH
  • Karbonathärte: 1 bis 4° dKH
  • pH-Wert: 6,8 – 7,5

Nach einem Bericht war die Zucht nur in sehr weichem und saurem Wasser erfolgreich. Gesamthärte < 2, Karbonathärte < 1, pH-Wert um 6.

Gelegentliche Filterung über Torf regt Corydoras pygmaeus zum Laichen an.

Sie laichen gerne an den Unterseiten von Blättern ab, aber auch an den Scheiben. Geeignete Wasserpflanzen sind Wassernabel, Wasserfreund o.ä. Gerne wird in der Ausströmrichtung des Filters gelaicht.


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Zwergpanzerwels (Corydoras pygmaeus)

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: Sesarma

Die Eier sind mit 1 bis 2 Millimeter winzig und anfangs durchsichtig. Selbst in einem gut überschaubaren winzigen Ablaichbecken kann man die Eier nur mit Mühe entdecken. Auch wenn man gesehen hat, wo das Weibchen das Ei versteckt hat.
Die Jungen sind noch winziger. Sie sind schwarz-weiß gekringelt und haben so eine ausgesprochene Tarnfarbe. Die geschlüpften Jungfischchen zu entdecken ist fast hoffnungslos und nur möglich, wenn sie sich gerade bewegen.

Findet man Eier, werden dies am Besten mit der Hand abgesammelt und in ein Aufzuchtbecken gelegt, das mit einem Schwammfilter betrieben wird. Dort sind Einzeller als Futter für die ersten Tage drin. Auch Javamoos ist ein guter Lieferant für Mikrofutter, Infusorien usw.

Damit die Eier nicht verpilzen kann Methylenblau verwendet werden.

Zur Anfütterung eignet sich Brustmann Ektozon. Später kann Staubfutter, z.B. Tetra MicroMin gegeben werden. Nach einigen Tagen können frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien gegeben werden. Dann können auch Essig-Älchen als leichte Beute für die Jungen gefüttert werden. Grindalwürmchen sind auch recht klein, und sind als Futter geeignet.


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*Letzte Aktualisierung erfolgte am: 2018-04-26


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