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Allgemeines über Zebrabuntbarsche


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Amatitlania nigrofasciatus

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 2.5
Urheber: S. Olkowicz

Zebrabuntbarsche, Amatitlania nigrofasciatum, werden auch Grünflossenbuntbarsche genannt.

Zebrabuntbarsche vermehren sich leicht und schnell. Die Nachzuchten werden selten abgenommen. Zebrabuntbarsche wurden wahrscheinlich schon von jedem Anfänger, der Buntbarsche pflegen wollte, nachgezüchtet. Viele Nachzuchten zeigen deshalb schon auffällige Degenerationserscheinungen, z. B. Zwergwuchs, fehlende Farben usw. Es sollten nur schöne und große Tiere mit kräftigen Farben gekauft werden.

Andererseits eignen sich Zebrabuntbarsche gut für junge Anfänger. Neulinge bauen schnell eine Beziehung zu den Tieren auf. Sie sind hübsch und sie haben ein interessantes Sozialverhalten. Außerdem ziehen sie ihre Jungen hingebungsvoll auf und sind deshalb interessante Aquarienfische.

Sie sind kaum tot zu kriegen und überleben in den schlimmsten Situationen, z. B. in völlig verschmutztem Aquarienwasser. Sie pflanzen sich dort sogar noch erfolgreich fort. Die Nachkommen sehen dann aber gegenüber gesunden, voll ausgewachsenen Zebrabuntbarschen kümmerlich aus. Diese sind schöne und eindrucksvolle Tiere.

Geeignete Pflanzen für Zebrabuntbarsche.


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Amatitlania nigrofasciatus

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: KoS

Zebrabuntbarsche graben Laichgruben und buddeln dabei auch Pflanzen aus. Je nach Aquariengröße wird nur ein Teil des Aquariums von den Buntbarschen umgestaltet. In solche Bereiche können nur Anubias und frei treibende Javafarne gesetzt werden.

Bereiche, die von den Tieren nicht als Laichplatz verwendet werden, können z. B. dicht mit Amazonasschwertpflanzen, Cryptocorynen und Vallisnerien bepflanzt werden. Die Pflanzen werden dort in der Regel von den Tieren in Ruhe gelassen. Gefressen werden Pflanzen nach einigen Angaben nicht. Nach anderen Angaben benötigen Zebrabuntbarsche zarte Pflanzen als Futter oder zumindest Grünflockenfutter, weil sie sonst kümmern. Feinfiedrige Pflanzen sollten deshalb besser nicht verwendet werden.


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Amatitlania nigrofasciatus

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 2.5
Urheber: Dr. David Midgley

Möglichweise geeignete Pflanzen sind Schwarzwurzelfarn, Wasserpest, Anubia barteri, Alternanthera reineckii 'Rot' sowie die Cryptocorynenarten parva, blassii und balansae.

Anubias wachsen nur sehr langsam. Mehr als zwei neue Blätter in Monat sind nicht zu erwarten. Anubias veralgen deshalb gerne und sehen dann nicht gut aus. Sie sollten nur in einem Aquarium verwendet werden, in dem es keine Algenproblem gibt.

Javafarn kann auf ein Stück Holz oder auf einen großen Kieselstein gebunden werden.

Vallisnerien können zwischen einer Hand voll grober Kieselsteine gepflanzt werden.

Die Buntbarsche benötigen aber mindestens einen Platz von 50 cm Breite zum Ausheben der Laichgrube. Die Tiere brüten gerne etwas versteckt und legen die Grube gerne so an, dass sie von der Frontscheibe aus schlecht einsehbar ist.
Wenn ein Teil der Frontscheibe mit einer Wurzel, einer Schieferplatte oder mit Pflanzen abgetrennt wird, besteht die Chance, dass die andere Hälfte des Beckens nicht so stark zerwühlt wird.

Als Alternative können in den Ecken des Aquariums dicke Bündel von Stängelpflanzen gesetzt werden. Stängelpflanzen müssen sowieso alle 14 Tage gekürzt werden.

Hinweise zur Zucht


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Amatitlania nigrofasciatus Männchen führt Junge

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: T.Voekler

Die Vermehrung von Zebrabuntbarschen kann nur verhindert werden, wenn Männchen und Weibchen getrennt gehalten werden.

Manchmal wird empfohlen, das Laichsubstrat mit den Eiern zu entfernen, damit keine Jungen schlüpfen. Allerdings setzen sie dann innerhalb kürzester Zeit ein neues Gelege ab. Die Tiers sind so ständig im Stress durch Balz und Laichvorbereitungen. Weibchen werden dieser physischen Belastung nicht lange standhalten.
Außerdem kann so nie die Brutpflege beobachtet werden.

Wenn mehrere Paare in einem Becken gehalten werden, fressen die jeweils anderen Zebrabuntbarsche die Jungen mit der Zeit. Es können auch andere Fische eingesetzt werden, die Lebendfutter fressen, z. B. Pseudotropheus acei.

Hinweise zur Aufzucht

Die gezielte Aufzucht lohnt im Grunde nur für F1 Nachzuchten oder Wildfänge. Ansonsten wird der Nachwuchs besser rechtzeitig an andere Fische verfüttert, weil niemand die Nachkommen abnimmt. Evtl. nehmen Halter von Echsen, Schlangen oder ähnlichen Tieren die gerne Fischfleisch fressen, die Jungen als Futter. Angeblich werden Zebrabuntbarsche in Mittelamerika gegessen. Das wäre also auch eine Möglichkeit, die Nachzuchten zu verwenden.

Wenn trotzdem möglichst viele Junge aufgezogen werden sollen, wird das Weibchen 20 Tage nach Brutbeginn in ein kleines Zuchtbecken umgesetzt. Nachdem sie die Jungen ausgespuckt hat, wird das Weibchen wieder entfernt.

Die Jungen fressen von Anfang an Algen von den Pflanzen. Staubfutter wird auch gefressen. Artemia sind ebenfalls geeignet. Gefüttert wird, wenn die Jungen frei geschwommen sind. Wenn das Futter an der Oberfläche schwimmt und nicht zu den Jungen kommt, kann das Futter mit Wasser gemischt werden. Mit einem Schlauch oder einer Spritze wird es dann in die Nähe der Jungen gebracht.

Die Wasserwerte müssen stimmen, darüber hinaus sollten die Fische in Ruhe gelassen werden. Sie sollten nicht erschrocken werden, z. B. durch Reinigung des Aquariums.

Die Eltern kümmern sich um die Jungen. Eltern und Junge müssen nicht sofort getrennt werden. Nach einem Bericht drängte in einem 2 Meter Schauaquarium ein 15 Zentimeter großes Männchen ca. 10 doppelt so große Malawibuntbarsche in eine 30 x 30 Zentimeter Ecke neben dem Filter, während die Eltern mit Jungen den Rest für sich beanspruchten. Auch in Aquarien mit jungen Piranhas bringen die Eltern die Jungen durch.

Spätestens nach 4 Wochen werden Eltern und Junge getrennt. Sonst bringt das Männchen mit hoher Wahrscheinlichkeit das Weibchen um. Es ist sinnvoll, das Paar etwa eine Woche lang zu trennen. Dazu kann das Aquarium mit einer Lochplatte aus Plexiglas getrennt werden. Wenn das Weibchen wieder kräftig ist, kann die Trennung aufgehoben werden.