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Die Haltungsbedingungen für Pfauenaugenbuntbarsche


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Pfauenaugenbuntbarsch

Foto: Jakob Stellwag

Ein anderer Name für Pfauenaugenbuntbarsche, Astronotus ocellatus, ist Roter Oskar. Astronotus bevorzugen stehende oder nur langsam fließende Gewässer, in denen zeitweise sehr hohe Temperaturen herrschen. Sie sind auch an niedrige Sauerstoffgehalte angepasst, bei denen andere Fische schon nach Luft schnappend an der Oberfläche stehen. Deutsches Sommerwetter überstehen sie problemlos.

Als halbwüchsige Tiere bis etwa 15cm Länge leben Pfauenaugenbuntbarsche gesellig. Solche Trupps halbwüchsiger Tiere sind ziemlich verfressene Stänkerer.
Wenn die Tiere älter werden, leben sie monogam in Paaren und sind für 30 bis 5 Zentimeter große Fische relativ friedlich.

Wer Pfauenaugenbuntbarsche pflegen möchte, muss also viel Platz haben.


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Astronotus ocellatus

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: Mistvan

Für sechs Jungtiere wird ein Aquarium mit mindestens 300 Litern Inhalt benötigt. Wenn sich Paare finden, muss jedes Paar mindestens 500 Liter bzw. ein 1,5 bis 2,5 Meter langes Aquarium für sich alleine haben. Ideal ist ein Becken von mindestens 3 Meter Kantenlänge. Dann können Tiere ohne Partner unter Umständen im Becken bleiben.

Weil die Geschlechter fast nicht unterschieden werden können, ist es schwierig, eine passende Gruppe zusammenzustellen. Nur wirkliche Liebhaber von Großcichliden mit viel Platz können die Tiere halten. Dazu kommt, dass die Tiere auch ein schönes Alter erreichen und mehr als 10 Jahre alt werden.

Junge Oskar im Handel recht niedlich aus. Sie wachsen aber sehr schnell. Das Aquarium wird nach den Vorstellungen der Fische gestaltet. Pflanzen werden kaum geduldet wenn sie bei Laichversuchen im Weg sind. Pfauenaugenbuntbarsche gehen ruppig miteinander und mit anderen Fischen um. Fische, die kleiner als 10 Zentimeter sind, werden als Futter verspeist. Nur Panzerwelse und ancistrine Harnischwelse werden meist in Ruhe gelassen, weil die Fressversuche nicht gelingen. Es wurde beobachtet, wie ein Oskar eine Apfelschnecke ins Maul nahm und an einer Scheibe zertrümmert hat, um an das Innere zu kommen.


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Pfauenaugenbuntbarsch, Astronotus occelatus, thailändische Zuchtvariante

Foto: Ralf Peters

Wenn keine Fütterung ansteht, sind sie sehr ruhige Fische. Sie beobachten aber jede kleinste Bewegung im Becken. Bei der Fütterung darf kein anderer Fisch im Weg sein. Sie können sehr schnell beschleunigen.

Größere Tiere beißen den Pfleger bei der Fütterung oder bei Arbeiten im Aquarium in Finger oder Arme. Dabei kann es zu blutenden Wunden kommen.

Wenn genug Platz vorhanden ist, ist die Haltung einfach. Wenn sich ein Paar aus einer Gruppe Jungfische gefunden hat, besetzt es ein 2 Meter Becken als ihr Revier. Die anderen Tiere aus der Gruppe werden dann unterdrückt.

Richtig gehaltene Oskars sind auch ausgewachsen noch aktiv. Sie sind den ganzen Tag in Bewegung und suchen das ganze Aquarium nach möglichen Futtertieren ab. Wenn die Tiere nicht aktiv sind und nur ruhig im Aquarium stehen, müssen die Haltungsbedingungen überprüft werden. Vermutlich ist dann die Grundfläche zu klein, so dass sie nicht richtig beschleunigen können, um Futter zu jagen. Sie stehen dann frustriert und resigniert im Aquarium, weil sie sonst ständig gegen die Scheiben stoßen.


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Pfauenaugenbuntbarsch, Astronotus occelatus, thailändische Zuchtvariante

Foto: Ralf Peters

Wenn sich ein Paar gefunden hat, kann es bis zu einem Jahr dauern, bis sie zum ersten Mal laichen.

An die Wasserwerte werden keine besonderen Ansprüche gestellt.

Was Pfauenaugenbuntbarsche fressen

Es wird alles gefressen, was in das Maul passt.

Lebendfutter:

  • Fische, z. B. ausgewachsene Guppies
  • Regenwürmer
  • Asseln
  • Mehlwürmer
  • Heuschrecken
  • Grillen
  • Heimchen
  • Wachsmotten
  • Schnecken, außer Turmdeckelschnecken

Frostfutter:

  • Artemia
  • Shrimps
  • Rote Mückenlarven
  • Weiße Mückenlarven
  • Schwarze Mückenlarven
  • Tintenfisch
  • Aquadelle, winzige Sardinen mit Innereien
  • Stinte
  • Garnelen
  • Muscheln, d. h. gefrorene Miesmuscheln
  • Krabben

Pflanzliches Futter:

  • Spinat
  • Erbsen
  • Mais
  • Gurke

Sonstiges:

  • Flockenfutter
  • Granulat
  • Koi-Sticks
  • Brot
  • Geschabtes Rotbarschfilet

Es wird praktisch das gleiche Lebendfutter gefressen, das auch Terrarientiere fressen, nur Riesenheuschrecken sind zu groß. Lebende Insekten sollten vor der Fütterung im Kühlschrank gekühlt werden bis sie starr sind, damit sie nicht flüchten können. In Angelgeschäften können lebende Köderfische zum Verfüttern gekauft werden.

Astronotus sind Molluskenfresser mit sehr kräftigen Schlundzähnen, mit denen sie die großen Brocken zerkleinern. Pflanzliches Futter wird ungern gefressen. Kleines Futter nehmen sie nur in allergrößten Notfällen. Flockenfutter wird nicht gefressen.

Zuchtformen von Astronotus


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Pfauenaugenbuntbarsch, Astronotus occelatus, thailändische Zuchtvariante

Foto: Ralf Peters

In den USA gibt es bereits wirkliche Monsterzuchten. In Deutschland sind in der Regel nur Farbzuchten oder Wildformen erhältlich. Einfarbige Astronotus sind normalerweise Zuchtformen, auch die Albinos. Weil die Wildformen auch über sehr schnelle und deutliche Farbänderungen kommunizieren, wurde den Zuchtformen bereits ein Teil ihres Verhaltensspektrums genommen.

Dabei gibt es sehr verschiedenfarbige Wildformen. Darunter sehr auffällig gefärbte mit hohen Rot- oder Gelbanteilen. Die Grundfarbe ist eine unregelmäßige braune bis schwarze Bänderung auf lehmfarbenem Grund. Die Zahl und Farbe der Glanzschuppen ist sehr verschieden.

Gerade die Farbwechsel sind hochinteressant. Die lehmige Grundfarbe wird bei Erregung ganz hell leuchtend, die dunkle Bänderung wird gleichzeitig tiefschwarz. Die Glanzschuppen treten noch deutlicher hervor. Das sieht aus, als wäre der Fisch ein leuchtender Lampion, bei dem innen eine Kerze angezündet wurde.


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Pfauenaugenbuntbarsch, Astronotus occelatus, thailändische Zuchtvariante

Foto: Ralf Peters


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Pfauenaugenbuntbarsch, Astronotus occelatus, thailändische Zuchtvariante

Foto: Ralf Peters


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Pfauenaugenbuntbarsch, Astronotus occelatus, thailändische Zuchtvariante

Foto: Ralf Peters


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Astronotus ocellatus Albino

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: Sitron


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Astronotus ocellatus

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: Jón Helgi Jónsson


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Astronotus ocellatus

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 2.5
Urheber: André Karwath

Astronotus ocellatus: