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Fische -> Buntbarsche -> Buntbarsche

Buntbarsche sind keine Barsche.

In der Aquaristik wird oft von Barschen gesprochen, wenn eigentlich Buntbarsche gemeint sind. Barsche und Buntbarsche sind jedoch zwei völlig unterschiedliche Fischfamilien. Sie können z. B. nicht miteinander gekreuzt werden.

Barsche - Percidae:

  • Besitzen vier Nasenlöcher
  • Die Rückenflosse ist meistens zweigeteilt.
  • Haben kein hoch spezialisiertes Pflegeverhalten. Der heimische Flussbarsch legt z. B. seine Eier in Schnüren ab.
  • Barsche bewohnen die nördliche Erdhalbkugel.

Buntbarsche - Cichlidae:

  • Besitzen zwei Nasenlöcher
  • Die Rückenflosse ist nicht zweigeteilt.
  • Haben ein hoch spezialisiertes Brut- und Pflegeverhalten. Es gibt z. B. ovophile und larvophile Maulbrüter.
  • Buntbarsche bewohnen die südliche Erdhalbkugel.

Der Begriff Barsch umfasst viele verschiedenen Fischarten. Blaue Fadenfische und Mosaikfadenfische zählen z. B. auch zu den Barschartigen.
Es gibt über 3000 Barschartige und ca. 1200 Buntbarscharten. Dazu gehören so unterschiedliche Fische wie Barracudas, Eisfische und südamerikanische Zwergbuntbarsche.
Diese Fische haben völlig unterschiedliche Ansprüche und können nicht zusammen in einem Aquarium gehalten werden.
Wenn in der Aquaristik von Barschen gesprochen wird, sind meistens Cichliden oder Buntbarsche gemeint.

Ganz grob können unterschieden werden:

  • Buntbarsche aus den afrikanischen Seen. Diese mögen teilweise hartes Wasser und wühlen oft Pflanzen aus oder fressen diese.
  • Afrikanische Buntbarsche, die in verschiedenen Biotopen leben. Diese bevorzugen in der Regel eher weiches, leicht saures Wasser.
  • Amerikanische Buntbarsche. Sie benötigen oft weiches, saures oder neutrales Wasser.

Buntbarsche haben ganz unterschiedliche Größen. Einige Arten wühlen gern im Boden und graben dabei Pflanzen aus. Manche Arten fressen gerne Pflanzen. Besonders unter den afrikanischen Arten gibt es ausgesprochene Wühler und Pflanzenfresser. Es kommt dabei aber auf die jeweilige Art, die Pflanzen und unter Umständen auch auf die Fütterung an.

Die Vergesellschaftung von Buntbarschen

Auch unter den Buntbarschen ist die Vergesellschaftung teilweise schwierig. Tiere, die in der Natur zusammen vorkommen, können unter ökologischen Gesichtspunkten gut vergesellschaftet werden. So lange sich eine Art nicht von der anderen Art ernährt, ist die Vergesellschaftung möglich.

Es darf deshalb auf keinen Fall der typische Fehler gemacht werden, dass beliebige "Barsche" aufgrund des gemeinsamen Namens Barsch oder Buntbarsch in einem Aquarium zusammen gehalten werden.

Tiere aus unterschiedlichen Herkunftsgebieten haben unterschiedliche Ansprüche an Beckeneinrichtung und Wasserqualität. Tiere, die nicht in den gleichen Gewässern vorkommen, verstehen sich oft nicht, z. B wird das Drohen der anderen Art nicht verstanden. So entstehen Konflikte und Streitereien, die meistens eine Art nicht überlebt.

Welche Buntbarsche sind für Anfänger geeignet?

Buntbarsch
Buntbarsch (welcher genau?)
Vergrößerung
Foto: Philippe Coulon

Empfehlenswert für Anfänger sind mittelgroße, eher robuste Arten, die auch einen Pflegefehler verzeihen.

Buntbarsche aus dem Malawisee und dem Tanganjikasee sollten nicht in einem Aquarium vergesellschaftet werden. Aus dem Malawisee eignen sich vor allem die Mbuna-Cichliden. Diese ernähren sich, indem sie Algen von Steinen abraspeln. Typische Vertreter sind Pseudotropheus, Labidochromis usw. Diese Fische brauchen Höhlen und mögen hohe Steinaufbauten im Aquarium.
Häufig werden Kalklochsteine empfohlen. Diese machen das Wasser hart und alkalisch, so wie die Tiere es mögen. Gute Erfahrungen wurden auch mit Grünschiefer, Tonschiefer und Sandstein gemacht.

Aus dem Tanganjikasee kommen Tiere wie die Prinzessin von Burundi oder Tropheus-Arten. Für Anfänger sind Tropheus weniger geeignet, weil eine größere Gruppe von ca. 10 Tieren gehalten werden sollte. 10 Tiere sind relativ teuer. Außerdem weisen Tropheus-Arten eine stärkere innerartliche Aggressivität auf als die meisten anderen Buntbarsche. Ein größeres Aquarium ist deshalb erforderlich.
Tropheus-Arten sind zudem absolute Nahrungsspezialisten. In der Natur ernähren sie sich vom Aufwuchs und den darin befindlichen Kleinstlebewesen.

Empfehlenswert für Anfänger sind die kleiner bleibenden Arten der Gattungen Julidochromis und Neolamprologus.

Südamerikanische Zwergbuntbarsche können meistens gut mit Barben, Salmlern oder Panzerwelsen vergesellschaftet werden. Buntbarsche aus den afrikanischen Grabenseen können mit diesen Arten nicht zusammen gehalten werden. Bei anderen Buntbarschen muss die Möglichkeiten zur Vergesellschaftung im Einzelfall geklärt werden.

Weiches Wasser - 260 Liter Aquarium

Afrika:

  • Rote Cichliden. Ein Paar
  • Königscichliden sind robust und haben gleichzeitig ein interessantes Verhalten. 2 Paare oder eine Gruppe aus etwa 6 Tieren

Südamerika:

  • Flaggenbuntbarsche, Mesonauta spec. 1 Paar
  • Augenfleckbuntbarsche der Gattung Heros. 1 Paar

Die Fische wühlen nicht allzu stark. Rote Cichliden und Königscichliden mögen Unterstände, die sie auch gerne selbst ausheben. Alle Arten können in bepflanzten Aquarien gehalten werden, weil sie zumindest robuste Pflanzen nicht schädigen. Diese Arten können bis zu einer Wasserhärte von etwa 12° dGH gepflegt werden.

Härteres Wasser - 260 Liter Aquarium

Kleine Mittelamerikaner:

  • Thorichthys meeki. 1 Paar
  • Cichlasoma nigrofasciatum. 1 Paar

Weil beide Arten Pflanzen fressen, sollte das Aquarium mit einigen Schieferplatten eingerichtet werden. Die Platten werden so aufgestellt, dass die Tiere sich nicht ständig sehen können. Große Steinwälle, wie sie oft in Tanganjika- und Malawieseeaquarien verwendet werden, sind nicht notwendig. Cichlasoma nigrofasciatum wühlen auch größere Pflanzen aus dem Bodengrund heraus, wenn deren Wurzeln nicht mit Steinen bedeckt sind. Diese Fische sind sehr Fortpflanzungsfreudig und können in wenigen Monaten ein 260 Liter Becken völlig über bevölkern. Während der Vorbereitung auf die Fortpflanzung steigert sich die Aggressivität eines einzelnes Paares so weit dass es zur dauernden Verfolgung bis in die letzte Versteckwinkel und zur zu Tötung kleineren, oft auch gleich großen Fischen, egal welcher Art kommt. In deren Biotop können sich die Fische aus dem Weg gehen, im Aquarium ist dafür zu wenig Platz. Dies kann durch die Haltung zahlreicher gleichartiger Tiere abgemildert werden, jedoch bleibt auch dann eine Stressgeladene Lage erhalten, da sich die Fische dauernd angreifen, um ihre Territorien zu verteidigen.



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