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Sumatrabarben (Puntigrus tetrazona)

Sumatrabarben sind robuste Fische.

Wie unterscheiden sich Männchen und Weibchen?

Die Schnauzen der Männchen sind deutlich bunter als die der Weibchen. Die Weibchen sind zur Laichzeit deutlich fülliger als die Männchen.

Was Sumatrabarben fressen


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Sumatrabarbe

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
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Urheber: Malene Thyssen

Sumatrabarben fressen praktisch jedes Futter. Sie fressen sehr viel, so dass im Zweifel besser etwas zu wenig gefüttert wird als zu viel.

Sind Sumatrabarben aggressiv?


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Sumatrabarbe

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
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Urheber: André Karwath

Während einige Aquarianer Sumatrabarben als aggressiv bezeichnen, sprechen andere Aquarianer höchstens von Belästigung aufgrund des großen Spieltriebs. Leider werden alle etwas lebhafteren Arten zunehmend als aggressiv bezeichnet. Sumatrabarben werden schonmal als asiatische Piranhas bezeichnet.

Sumatrabarben können andere Beckenbewohner, z. B. Welse, gelegentlich belästigen. Sumatrabarben zupfen auch gerne an den Fäden von Skalaren und Fadenfischen. Panzerwelsen werden gerne die Rückenflossen angeknabbert. Fische mit ausgezogenen Flossen, Fäden usw. sollten deshalb nicht mit Sumatrabarben zusammen gehalten werden. Mit ruhigen Fischen sollten sie ebenfalls nicht zusammen gehalten werden. Geeignet zur Vergesellschaftung mit Sumatrabarben sind andere Barben oder Fische mit kurzen Flossen.

Andere Fischarten werden vor Allem belästigt, wenn zu wenig Sumatrabarben im Aquarium sind. Weniger als 10 Sumatrabarben sollten deshalb nicht gepflegt werden. Weil ihnen sonst Gesellschaft fehlt und sie sich langweilen, spielen sie dann gerne mit anderen Fischen. Wenn die anderen Fische eine Schreck- oder Fluchtreaktion zeigen, hören die Sumatrabarben meistens mit der Belästigung auf.


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Sumatrabarben

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Lizenz: Public domain
Urheber: Hutschi

Wenn in einem Aquarium Fische durch Sumatrabarben belästigt werden, ist deshalb zu überlegen, ob der Bestand an Sumatrabarben erhöht werden kann.

Nach einem Bericht wurde ein neu eingesetzter Siamesischer Algenfresser von 3 Sumatrabarben angegriffen und getötet. Unklar ist, ob der Algenfresser gesund war. Möglich ist, dass er krank war oder durch den Umzugsstress stark geschwächt. Es ist nicht auszuschließen, dass die Belästigung durch die Sumatrabarben zusätzlichen Stress verursacht hat, so dass der Algenfresser das Einsetzen nicht überlebte. Ein zweiter Algenfresser wurde an der Schwanzflosse etwas angeknabbert. Es waren insgesamt nur drei Sumatrabarben im Aquarium. Spieltrieb und Langeweile bei den Sumatrabarben und Stress bei den Algenfressern spielten vermutlich eine große Rolle.

Vor dem Einsetzen neuer Fische sollten die vorhandenen Aquarienbewohner gefüttert werden. Die neuen Fische sollten später in einer anderen Ecke in das Aquarium gegeben werden.

Normalerweise sind Sumatrabarben nur verspielt und zupfen bzw. knabbern höchstens an anderen Fischen, fressen diese aber nicht böswillig an. So zupfen sie auch schon einmal an den Haaren an den Armen oder knabbern am Arm, wenn man in das Aquarium greift.

Allerdings werden Apfelschnecken nach einem Bericht gefressen. (kann ich nicht bestätigen!)

Sind kleine Aquarien für Sumatrabarben geeignet?

In einem Aquarium mit 60 Liter Wasserinhalt können 6 bis 8 Sumatrabarben gehalten werden. Es dürfen dann aber keine anderen Fische im Aquarium sein. Richtig wohl fühlen sich Sumatrabarben erst ab 10 Exemplaren. Weil Sumatrabarben auch recht groß werden, sind größere Aquarien besser geeignet.

Sumatrabarben werden blass und stehen Kopf.

Sumatrabarben werden hin und wieder blass und stellen sich fast auf den Kopf. Wenn sich die Tiere ansonsten normal verhalten, also gut fressen und sich nicht vom Schwarm absondern, besteht kein Grund zur Sorge.


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Sumatrabarbe

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Urheber: Faucon

Bei Rangordnungskämpfen tänzeln die Beteiligten umher und stoßen dabei immer wieder die Schnauzen aneinander. Manchmal jagen sie sich gegenseitig durch das Aquarium. Es gibt normalerweise keine ernsthaften Verletzungen.

Nach Rangeleien um die Rangordnung im Schwarm werden unterlegene Sumatrabarben blass und stehen kopfüber. Oft schwimmen die anderen Sumatrabarben zu den blassen Tieren und stupsen diese an. Nach einiger Zeit lässt dieses Verhalten nach und die Unterlegenen färben sich wieder normal und schwimmen normal.

Die Männchen werden häufig auch beim Balzen blass.

Blässe und Kopfstehen kann aber auch ein Zeichen dafür sein, dass sich die Sumatrabarben nicht wohl fühlen. Ursachen können einfach Erschrecken aber auch eine ernsthafte Erkrankung sein.

Sumatrabarben verstecken sich.

Wenn sich Sumatrabarben ständig verstecken, ruckartig zum Futter schwimmen und dann sofort wieder verstecken, ist die Beleuchtung möglicherweise zu stark. Die Beleuchtung kann z. B. mit Schwimmpflanzen gedämpft werden. Auch Stängelpflanzen, die an der Wasseroberfläche entlang wachsen, dämpfen das Licht. Sumatrabarben schwimmen viel entspannter, wenn die Wasseroberfläche über ihren Köpfen mit Pflanzen bedeckt ist.

Abends werden Sumatrabarben ruhiger und ziehen sich zurück, schon bevor die Beleuchtung ausgeht. Sie stehen dabei leicht zitternd im Wasser, z. B. in einer Aquarienecke.

Moosbarben sind auch Sumatrabarben.

Moosbarben oder moosgrüne Barben sind eine Zuchtform der Moosbarben. Das Verhalten entspricht dem der Sumatrabarben. Sie werden auch wie Sumatrabarben gezüchtet.

Schwimmen Sumatrabarben im Schwarm?


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Sumatrabarben

Foto: Claudia

Neu in ein Aquarium eingesetzte Sumatrabarben verteilen sich in der Regel im ganzen Aquarium oder verstecken sich, z. B. unter Pflanzenblättern. Sie schwimmen zufällig durcheinander, kein Tier schließt sich dem anderen an.

Später besetzen sie temporäre Reviere oder schwimmen in einem relativ lockeren Schwarm. Jungtiere schwimmen eher im Schwarm und spielen miteinander, Erwachsene schwimmen nur eng zusammen, wenn sie sich unsicher fühlen.

Sumatrabarben und Moosbarben bilden im Aquarium einen gemeinsamen Schwarm. Gleiches gilt für Sumatrabarben und deren albinotische Artgenossen, die orange mit weißen Streifen aussehen.

Scheinbar bilden alle Streifenbarben einen gemeinsamen Schwarm. So wird von gemeinsamen Schwärmen von 4 und 5 Gürtelbarben mit Purpurkopfbarben und Sumatrabarben berichtet, also Barbus terazona, Barbus pentazona und Barbus nigrofasciatum.

Tipps zur Zucht

Das Wasser zur Zucht sollte weich sein und einen niedrigen pH-Wert haben.

4 bis 5 Monate alte Sumatrabarben sind auf jeden Fall schon geschlechtsreif. Die Weibchen sind während der Laichzeit deutlich rund. Weil Sumatrabarben starke Laichräuber sind, sollten die Eltern in ein Zuchtbecken gesetzt werden. Dazu reicht ein kleines Aquarium mit ca. 10 Litern Inhalt.

Mit einem Laichrost wird das Becken in einen oberen Teil für die Eltern und einen unteren Teil für den Laich getrennt. Alternativ können zwei dicke Lagen Glasmurmeln als Boden in das Becken gefüllt werden. Die Eier fallen zwischen die Murmeln und sind so davor geschützt, von den Eltern gefressen zu werden.


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Sumatrabarbe

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Urheber: Derek Ramsey

Das Becken wird mit Wasser aus dem Ursprungsbecken gefüllt und das Zuchtpaar eingesetzt. Mit einem Sauerstoffstein wird das Wasser belüftet. Dann wird 1 Tasse frisches und kaltes Leitungswasser dazu gegeben. Eine Tasse hat sich bewährt. Wenn mehr Wasser dazu gegeben wird, treiben die Männchen so stark, dass es nicht zum Laichen kommt. Am nächsten Tag sollten die Sumatrabarben ablaichen. Wenn nicht abgelaicht wird, kann es mit 2 Tassen kaltem Wasser versucht werden.

Bei der Paarung schwimmen Sumatrabarben kurz Schnauze an Schnauze nebeneinander. Dann legen sie ihre Körper aneinander bzw. umschlingen sich und laichen ab. Das Weibchen gibt die Eier ab, die dann vom Männchen besamt werden. Der Laichvorgang dauert etwa 2 Stunden.

Sumatrabarben schwimmen aber gelegentlich auch so eng nebeneinander und stupsen sich an, ohne dabei zu laichen.

Sumatrabarben laichen am frühen Morgen bei Sonnenaufgang. Sie laichen zwischen feingliedrigen Pflanzen, wie Cabomba und indischem Sumpffreund ab.
Die Eier sind klein und glasklar und werden meistens von den eigenen Eltern gefressen. Wenn die Barben abgelaicht haben, werden die Zuchttiere herausgefangen.

Als Vorbeugung gegen Laichverpilzung kann eine Tablette Cilex der Firma Brustmann in das Aufzuchtbecken gegeben werden. Alternativ können 5 Milliliter einer Stammlösung Acriflavin auf jeweils 10 Liter Wasser zugegeben werden.

Díe Eier durchlaufen eine viertägige Larvenzeit. Nach dem Schlüpfen wird ein Teilwasserwechsel mit frischem aber abgestandenen Wechselwasser gemacht. Das Wasser sollte vorher 2 Tage abstehen.

Zur Anfütterung der Brut sind entsprechend kleine Nahrungspartikel nötig. Das Futter muss sorgfältig dosiert werden. Wird zu wenig gefüttert, verhungern die Jungen. Wird zu viel gefüttert, fällt das meiste Futter zu Boden und das Wasser beginnt zu faulen.

Sumatrabarben:

Sumatrabarben beim Balzen und Laichen:

Sumatrabarben im Streit:

Sumatra- und Moosbarben: