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Infos zu siamesischen Rüsselbarben (Crossocheilus siamensis)


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Siamesische Rüsselbarbe

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: Ark

Rüsselbarben, Crossocheilus siamensis, werden oft als Algenfresser empfohlen. Bevorzugt werden die weichen jungen Algen gefressen. Erst wenn diese knapp werden, werden auch die alten Algen gefressen. Rotalgen werden nach einigen Berichten überhaupt nicht gefressen.

Nach einigen Berichten fressen Rüsselbarben Fadenalgen, aber keine Algen, die auf den Scheiben wachsen. Nach anderen Berichten fressen sie auch Algen von den Scheiben und versuchen sogar, Algen von den Blattunterseiten der Pflanzen zu fressen. Blau- und Pinselalgen werden auf jeden Fall nicht besonders gern gefressen. Nach einigen Berichten werden Pinselalgen zumindest von einigen Rüsselbarben gefressen, von anderen nicht.

Wenn zu viel anderes Futter gegeben wird, gehen Rüsselbarben oft gar nicht mehr an die Algen. Vielleicht haben sich ältere Tiere oft so an anderes Futter gewöhnt, dass sie keine Algen mehr fressen. So wären Aussagen zu erklären, nach denen nur junge Tiere Algen fressen, oder Rüsselbarben die schlechtesten Algenfresser mit dem besten Ruf sind.

Was fressen Rüsselbarben sonst noch?

Rüsselbarben haben Schwierigkeiten, Futter von der Wasseroberfläche zu fressen. Auch bei Granulatfutter wird häufig verfehlt. Lebendfutter, Flockenfutter und Futtertabletten werden recht gut gefressen.

Wenn keine Algen vorhanden sind, sollte Gemüse verfüttert werden, weil sie sonst evtl. Pflanzen anfressen.

Pflanzen, die von Rüsselbarben gefressen werden:

  • Mexikanische Eichenblatt, Shinnersia rivularis
  • Echinodorus tenellus
  • Echinodorus ozelot
  • Echinodorus quadricostatus
  • Limnophila aromatica
  • Wasserpest

Gemüse, das von Rüsselbarben gefressen wird:

  • Paprika
  • Melonenschalen mit einen Stück etwas festerem Fruchtfleisch
  • Zucchini, die aber extrem schnell vergammelt
  • Stängel frischer Brennnesseln kurz überbrüht

Rüsselbarben werden leicht mit anderen Fischarten verwechselt.

Die Siamesische Saugschmerle, Gyrinocheilus aymonieri frisst ebenfalls Algen. Allerdings hängt ihr Verhalten stark von den Haltungsbedingungen ab. Sie kann sehr aggressiv gegen andere Fische sein.

Rüsselbarben sehr ähnlich sieht die Schönflossige Rüsselbarbe oder Schönflossenbarbe, Epalzeorhynchus kallopterus. Diese Art frisst aber keine Algen. Die richtige Siamesische Rüsselbarbe hat auch in der Schwanzflosse den schwarzen Strich, die Schönflossenbarbe nicht. Im Mergus sind die Bilder der beiden Arten vertauscht. Zumindest in älteren Auflagen. Die algenfressende Siamesische Rüsselbarbe hat 2 einzelne Barteln, also 1 Paar Barteln.

Sind Rüsselbarben verträglich?


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Siamesische Rüsselbarbe

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: Rafal Konkolewski

Junge Rüsselbarben sind friedlich untereinander und zu anderen Fischarten. Wenn sie klein sind, sind Rüsselbarben sogar gesellig. Größere Rüsselbarben mögen sich aber gegenseitig nicht mehr und raufen sich untereinander.
Bei den Raufereien wird der schwarze, längs gezogene Streifen auf dem Körper blass und ist auf beiden Seiten eher hell grau als schwarz. Die Farbe verschwindet und wird scheckig. Sie halten sich gegenseitig am Maul fest oder schwimmen eng hintereinander und drehen sich sehr schnell im Kreis. Es kann durchaus 10 Minuten dauern, bis ein Tier aufgibt.
Je größer die Tiere werden, desto schlimmer werden die Raufereien. Nach Berichten kann das bis zum Tod der kleineren Barben führen, bis nur noch die größte Rüsselbarbe übrig bleibt.

Der verblassende Streifen zeigt Stress an. Je nach Beckengröße können mehr Rüsselbarben eingesetzt werden oder es muss für viele Verstecke gesorgt werden.


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Siamesische Rüsselbarbe

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: Ark

Mit zunehmendem Alter ab etwa 10 cm Größe bilden sie Reviere und können zu richtigen Tyrannen werden. Sie jagen dann Alles durch das Becken, was sich bewegt und in ihre Nähe kommt. Nach einem Bericht jagen sie sich so stark, dass sie aus nicht abgedeckten Aquarien springen können.

Es gibt auch Berichte, nach denen auch größere Rüsselbarben friedlich sind, oder höchstens andere Rüsselbarben jagen, aber keine anderen Fischarten.

Evtl. hängen die unterschiedlichen Erfahrungen auch davon ab, wie viele Rüsselbarben gehalten werden, wie viele Männchen und Weibchen vorhanden sind und welche Fische noch im Aquarium sind.

Weil Rüsselbarben auf jeden Fall relativ hektisch sein können, sollten sie nicht mit ruhigen Fischen zusammen gehalten werden. In kleinere Aquarien bringen sie aus dem gleichen Grund immer Unruhe. Becken von 112 Litern und kleiner sind deshalb ungeeignet.

In einem 500 Liter Aquarium wurden 2 Rüsselbarben ca. 14 cm, während fast gleichaltrige Tiere in einem 100 Liter Aquarium kaum 8 cm groß wurden. Wenn viele Algen vorhanden sind, wachsen Rüsselbarben in wenigen Wochen auf die Endgröße heran.

Die Zucht im Aquarium ist noch nicht gelungen.

Rüsselbarben unternehmen weite Wanderungen um zu laichen. In Asien werden sie in Ringteichen gehalten und mit Injektionen von Hypophysenhormon zum Ablaichen gebracht. Für Aquarianer ist das kaum durchführbar.

Das gilt für die meisten Schmerlen. Die wenigsten Schmerlen kommen im Aquarium so weit, dass sie nicht nur geschlechtsreif werden, sondern auch den Stimulus zum Ablaichen bekommen.

Manchmal kann beobachtet werden, dass Schmerlen lange Zeit sehr aktiv, scheinbar suchend, im Wasser und an den Scheiben herumschwimmen. Vielleicht differenzieren sich die Gonaden erst während der Wanderung und der damit verbundenen Wasseränderung aus. Dadurch bleiben die Schmerlen im Aquarium möglicherweise lebenslang unfruchtbar.

Nach einer anderen Theorie erreichen Schmerlen im Aquarium weder das Alter noch die Größe für ihre Fortpflanzung. Ein Hinweis darauf sind gelegentliche Berichte über die zufällige Vermehrung verschiedener Schmerlen. Gemeinsam ist diesen Berichten, dass die Schmerlen praktisch vergessen wurden und seit 12 bis 20 Jahren in den entsprechenden Aquarien lebten. Vielleicht sind viele Aquarianer nicht geduldig genug oder die Schmerlen werden vorher zu Tode gepflegt. Die leider oft praktizierte Haltung von einer Prachtschmerle im 60 cm Aquarium mit dem Argument, dass diese sich dem Becken anpasst, ist ein deutlicher Hinweis dafür.

Nach einem typischen Bericht laichten Rüsselbarben in einem mehrere Monate vernachlässigten Aquarium. Es wurden kaum Wasserwechsel durchgeführt. Das Becken war dicht zugewachsen und es gab viele Algen. Gefüttert wurde nur wenig. Einige Tage nach einem ausgiebigen Wasserwechsel wurde auf 5 cm lange Algen abgelaicht. Wasserwerte:

  • PH = 7
  • GH = 3
  • KH = 2

Bei einigen Schmerlenarten war die so genannte Kirschbaummethode erfolgreich. Die Methode ist im Buch "Fische züchten nach Rezept" von Frank Kirschbaum und in zahlreichen Berichten über die Zucht von Mormyriden beschrieben.

Bei der Balz umkreisen sich zwei Rüsselbarben mit schräg nach oben gestelltem Kopf. Das geschieht scheinbar oft bei Mondlicht, das z. B. mit einer 15 W-Lampe simuliert werden kann. Dabei werden beide Tiere ganz blass. Die Balz sieht anders aus als die üblichen Rangeleien. Zudem schlafen Rüsselbarben normalerweise in der Nacht. Evtl. muss in dieser Zeit der Leitwert über einen Zeitraum von 2 bis 3 Monaten gesenkt werden. Zusätzlich können Plätschergeräusche stimulieren, z. B. durch einen plätschernden Filtereinlauf.

Rüsselbarben bei der Futtersuche:

Rüsselbarbe frisst Tablettenfutter:

Rüsselbarben bei der Balz:

Rüsselbarben bei Balz oder Streit:


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