Warum haben Fische ein Seitenlinienorgan?

Das Seitenlinienorgan der Fische dient dazu, Wasserbewegungen wahrzunehmen. Es besteht aus einem langen Kanal in den beiden Körperseiten, der meistens vom Kopf bis zum Schwanz reicht. In regelmäßigen Abständen zweigen kleine Kanälchen zur Körperoberfläche ab. Diese enden in kleinen Löchern in der Haut eines Fisches, die in einer Linie nebeneinander auf beiden Seiten des Fischkörpers zu sehen sind. In den Seitenkanälen sitzen winzige haarförmige Sinneszellen, die in den Hauptkanal ragen.

Damit können Fische Temperatur, Druck und damit auch Strömung wahrnehmen. Bewegt sich Wasser außen am Fisch vorbei, z.B. durch die Schwimmbewegungen des Fisches, durch Strömung, durch schlagende Flossen eines anderen Fisches oder durch Reflexion an Gegenständen usw., so strömt das Wasser auch durch die Seitenkanäle und reizt so die Sinneszellen, indem die Härchenfortsätze vom Wasser zur Seite gedrückt werden. Die Härchen leiten ihre Empfindungen direkt an den Hauptnerv im Rücken weiter.

Auch ein Richtungserkennen ist dem Fisch so möglich. Fische, die keine Augen haben, z.B. der blinde Höhlensalmler, können sich so in ihrer Umgebung sehr gut orientieren und auch Hindernisse erkennen.

Das Seitenlinienorgan ist das empfindlichste Organ der Fische. Störungen dieses Organs können Gleichgewichtsprobleme und andere Symptome hervorrufen.


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*Letzte Aktualisierung erfolgte am: 2018-06-19