Mittel bei Zierfischkrankheiten:





Flubendazol

Flubendazol wird hauptsächlich gegen Haut-. und Kiemenwürmer.eingesetzt. Es wirkt zumindest als Futterzugabe aber auch gegen Fräskopfwürmer. Flubendazol ist in dem rezeptpflichtigen Medikament Flubenol 5 % enthalten.

Flubenol löst sich sehr schlecht im Wasser. Vor der Anwendung sollte die benötigte Menge Flubenol deshalb in einem abgeschlossenen Gefäß kräftig geschüttelt werden.

Oft wird Flubenol aufgrund der schlechten Wasserlöslichkeit in Dimethylsulfoxid (DMSO) gelöst und zusammen damit verwendet. DMSO wird aber von vielen Fischen schlecht vertragen.
Alternativ wird Flubenol vor der Anwendung in Alkohol aufgelöst.

Mittlerweile scheint Flubenol viele Arten von Haut- und Kiemenwürmern nicht mehr zuverlässig abzutöten.

Nach mehreren Berichten kann Flubenol bzw. Flubendazol Schnecken und Garnelen töten.

Einsatzgebiet Symptome

  • Hauttrübungen
  • Flossentrübung.
  • Fische magern ab.
  • Würmer hängen aus dem After.

Einsatzgebiet Krankheiten

Dosierungen

  • 100 - 200 Milligramm reiner Wirkstoff pro 100 Liter Wasser über 2 Tage. Diese Dosierung stammt aus dem Buch Bildatlas der Fischkrankheiten von Dr. Gerald Bassleer, 1. Ausgabe. Möglicherweise ist die Dosierung deutlich zu hoch. Siehe die beiden Kommentare unten. Im dort angegebenen Link werden 0,2g/100l Flubenol 5% oder 10mg/100l Flubendazol (reiner Wirkstoff) empfohlen. Das entspricht umberechnet den anderen Dosierungsvorschlägen hier.
  • 200 Milligramm Flubenol 5 % pro 100 Liter Wasser (= 0,05 bis 0,1 Milligramm reiner Wirkstoff pro Liter Wasser) über 5 bis 8 Tage
  • Bei Fräskopfwürmern 200 mg Flubenol auf 100 L Wasser, nach 6 - 8 Tagen Wasserwechsel und die Behandlung wiederholen
  • Bei Lösung in DMSO werden 200 Milligramm Flubenol in 5 bis 10 ml DMSO gelöst.
  • Als Futterbeigabe gegen Fräskopfwürmer eine Messerspitze Flubenol 5 % in einem kleinen Gefäß ohne Wasser mit dem Futter mischen und nach einigen Minuten verfüttern.

Nach der Behandlung werden ein oder mehrere große Wasserwechsel durchgeführt. Bei Kiemenwürmern muss die Behandlung nach ca. einer Woche wiederholt werden.

Nachteile

  • Flubenol löst sich schlecht im Wasser.
  • Einige Wurmarten werden nicht mehr zuverlässig abgetötet.
  • Schnecken und Garnelen können getötet werden.

Sonstiges

Die Verwendung mit Azeton oder Ethyl-Alkohol zur Lösung kann Wassertrübungen und Sauerstoffmangel verursachen. In organisch belasteten Aquarien kann Flubendazol zu starkem Geruch führen. Während der Behandlung muss das Wasser gut belüftet werden.