Mittel bei Zierfischkrankheiten:





Parasiten bei Fischen und Zierfischen

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Alle Fische sind potenzielle Träger einer großen Zahl verschiedenster Parasiten. Die meisten Aquarienfische tragen eine gewisse Anzahl von Parasiten mit sich. In geringer Menge sind diese Parasiten in der Regel nicht schädlich. Erst wenn sie sich durch besondere Umstände stark vermehren, werden sie zu einer Gefahr für die Fische. Da sich Parasiten bei für sie günstigen Bedingungen sehr schnell vermehren, können sie dann innerhalb kürzester Zeit zur Erkrankung und im schlimmsten Fall zum Tod zahlreicher Fische führen.

Grundsätzlich kann man unterscheiden zwischen Parasiten, die außerhalb der Fische an der Körperoberfläche, den Kiemen oder den Flossen leben (Ektoparasiten), sowie Parasiten, die in den Fischen, wie z. B. im Blut und in Organen (Endoparasiten) leben.

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Fotos: Martina Berghäuser

Buntbarsch mit Parasit am Maul. 30 Minnuten nach der Aufnahme war der Parasit verschwunden. Das Maul blieb zunächst geschwollen. Falls Jemand den Parasiten erkennt, bitte eine Mail mit dem Namen an den Kontakt senden.

Äußere Parasiten (Ektoparasiten)

Diese Parasiten verursachen viele der seuchenhaft auftretenden Krankheiten in Aquarien. Die goße Gefahr dieser Parasiten liegt dabei in ihrer extrem hohen Vermehrungsrate. Während einige wenige dieser Parasiten ungefährlich und in fast allen Aquarien zu finden sind, vermehren sie sich unter günstigen Umständen sehr schnell. In der Natur sterben viele der neuen Erreger, bevor sie einen neuen Wirt gefunden haben.
Einzelne Fische können dann stark befallen sein, die Krankheit breitet sich jedoch nur langsam aus und gefährdet nicht den ganzen Bestand. Aufgrund der hohen Besatzdichte im Vergleich zur Natur kommen die Fische im Aquarium untereinder und mit den Parasiten viel häufiger in Kontakt als in der Natur. Die Parasiten sind daher in der Lage massenhaft zu überleben und neue Opfer zu befallen. Selbst gesunde Fische sind dann oft nicht in der Lage, den plötzlichen und massenhaften Befall mit der körpereigenen Abwehr erfolgreich zu bekämpfen.

Da äußere Parasiten oft die äußeren Organe wie z. B. die Haut, schädigen, eröffnen sie häufig Angriffspunkte für Folgeerkrankungen wie Pilzbefall, Bakterienbefall usw.

Innere Parasiten (Endoparasiten)

Im Vergleich zu äußeren Parasiten kommen innere Parasiten in Aquarien seltener vor, sind aber besonders schwierig zu erkennen und eindeutig zu identifizieren. Viele dieser Parasiten benötigen Zwischenwirte wie z. B. Schnecken und sind damit nicht ständig im Aquarium vorhanden. Sie werden deshalb in der Regel mit neuen Fischen oder den entsprechenden Zwischenwirten eingeschleppt. Oft können sie nur indirekt erkannt werden. Trägheit und Lethargie können Hinweise auf innere Parasiten sein. Manche Würmer hängen teilweise aus dem After heraus. Viele dieser Parasiten können nur nach Sektion toter Fische und mit dem Mikroskop erkannt werden.

Befall mit Parasiten erkennen

Bei der Behandlung von Fischkrankheiten ist ein häufig gemachter Fehler, dass eine falsche Krankheit vermutet und als Folge mit ungeeigneten Heilmitteln behandelt wird. Wirkt ein Heilmittel nicht, wird ein anderes Heilmittel versucht. So wird nicht nur Geld verschwendet, es geht auch wertvolle Zeit verloren und oft schadet ein solches Vorgehen den erkrankten Fischen mehr als gar keine Behandlung, da jede Behandlung den Fisch zusätzlich stresst und schwächt.

Die meisten Fischparasiten können nur mit dem Mikroskop sicher erkannt werden. Allerdings fehlt vielen Aquarianern entweder ein Mikroskop oder es mangelt an Erfahrung, um die Parasiten sicher identifizieren zu können.
Anfängern fehlen in der Regel sowohl Mikroskop als auch Erfahrung. Langjährige Aquarianer haben oft aus Erfahrung gelernt, die häufigsten Krankheiten anhand ihrer Symptome zu erkennen.

Größere Parasiten wie Würmer oder Ichthyo sind ohne Hilfsmittel mit dem Auge zu erkennen. Typische indirekte Hinweise auf Parasiten sind:

  • ungewöhnlich häufiges und heftiges Scheuern der Fische an rauen Oberflächen oder Kanten
  • Hauttrübungen
  • rote Flecken
  • heftiges Atmen
  • Schleimabsonderungen
  • Trägheit
  • Fressunlust

Allerdings können diese Symptome auch von anderen Erkrankungen verursacht werden, so dass diese Symptome nur Hinweise geben können und vor einer Behandlung eine genaue Diagnose gestellt werden muss.

Die verschiedenen Formen von Parasiten

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Alle einzelligen Lebewesen (Einzeller) mit einem Zellkern, der vom Zellplasma abgegrenzt ist, werden Protisten genannt. Sehr kleine Protisten, die sich mit Hilfe einer oder mehrer Geißeln aktiv fortbewegen können, sind die Flagellaten.

Unter den Flagellaten unterscheidet man die Darmflagellaten und die Hautflagellaten.

Ciliaten sind relativ große Einzeller, bei denen die gesamte Oberfläche dicht mit Wimpern (Cilien) besetzt sind.

Durch eine koordinierte Bewegung der Wimpern bewegen sich die Ciliaten aktiv fort oder sammeln Nahrung. Zu den Ciliaten gehört z. B. der Erreger Ichtyophthirius multifiliis (Weißpünktchenkrankheit).

Sporozoen sind einzellige Parasiten, die im Aquarium selten vorkommen, dann aber kaum zu behandeln sind.

Würmer befallen in vielen verschiedenen Arten die Oberfläche oder innere Organe von Fischen.


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